Depots für Wertpapiere und Fonds
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Was ist ein Depot?
Wertpapiere werden üblicherweise in einem Depot bei einer Bank (Depotbank) für den Wertpapierinhaber unter seinem Namen mit einer individuellen Depotnummer verwaltet. Man unterscheidet dabei einmal zwischen Wertpapieren die tatsächlich bei der Bank im Tresor lagern (Streifbandverwahrung) und der Möglichkeit die Wertpapiere lediglich auf das Wertpapierkonto des Inhabers zu verbuchen, das nennt man Girosammelverwahrung.
Diese Art ist heutzutage die gängige Praxis. Es existiert z. B. nur noch eine Sammelaktie im Safe der depotführenden Bank und die Informationen, wem welche Anteile daran zustehen sind bei der Unternehmensverwaltung gespeichert. Bei einem Eigentümerwechsel von Wertpapieren (Kauf oder Verkauf von Aktien, Anleihen oder Fonds ) werden nur noch Umbuchungen auf den Konten der Depotbank vorgenommen.
Die Bank, die die Wertpapiere im Depot verwaltet, erstellt zum Ende des Jahres einen Depotauszug mit der Anzahl an Wertpapieren, die sich zu diesem Zeitpunkt im Depot befinden und ihrem jeweiligen aktuellen Wert. Des Weiteren erarbeitet die Bank eine Erträgnisaufstellung über die Kapitalerträge aus den Wertpapieren und erstellt eine Steuerbescheinigung über die abgeführten Steuern auf die erhaltenen Zinsen und Dividenden des Depots. Für die Verwahrung und Verwaltung der Wertpapiere erhebt die Bank Depotgebühren.
Diese sind meist nach Wert des Depots gestaffelt, wobei oft Wertpapiere des eigenen Bankhauses gebührenfrei verwaltet werden. Wertpapiere in Girosammelverwahrung sind eine erheblich preisgünstigere Verwahrungsart als Streifbandstücke, die wirklich real im Tresor lagern Weiterhin vertritt die Bank den Inhaber des Depots, auf seinen Wunsch hin, bei den Hauptversammlungen der Aktiengesellschaften, seiner im Depot verwahrten Aktien.
Fondssparen?
Regelmäßige Einzahlungen von bestimmten Geldsummen, zum Beispiel monatlich oder vierteljährlich, auf ein Bankkonto, nennt man einen Sparplan. Banksparpläne werden fast von allen Banken und Sparkassen angeboten. Es gibt jedoch unterschiedliche Vertragsbedingungen, man sollte also vor Abschluss eines Sparplanes genau prüfen, welche Bank die günstigsten Bedingungen bietet, besonders sollte man auf die Kündigungsbedingungen achten, falls man den Vertrag aus persönlichen Gründen vorzeitig auflösen will.
Je länger ein Sparplan läuft, desto höher steigen normalerweise die Zinsen, die man auf den Sparplan erhält. Bei langfristigen Sparplänen passen sich die Zinsen bei manchen Verträgen an die marktüblichen Sätze an. Vorteile sind, dass die Geldanlage sehr sicher ist und erheblich höhere Zinsen als auf einem Sparkonto erzielt werden. Nachteile sind die oftmals sehr lange Bindung, ein niedriger Zins zu Beginn und auch meistens eine relativ niedrige Rendite. Banksparpläne werden auch oft für die private Altersvorsorge genutzt. Sie sind "Riesterfähig" und werden daher vom Staat gefördert. Bei einer vorzeitigen Auflösung des Sparplans muss man jedoch die staatlichen Zuschüsse zurückzahlen.
Sparpläne gibt es auch in der Variante des Fondssparplans. Dazu wird regelmäßig, über einen bestimmten Zeitraum und über eine vorher vertraglich festgelegte Summe, ein ausgewählter Investmentfonds gekauft. Das kann über eine Bank erfolgen, aber auch oft bei der Investmentgesellschaft direkt. In vielen Fällen gewährt der Vertragspartner dem Sparer Vorteile beim Kauf der Anteile wenn er sich über einen längeren Zeitraum bindet.
Günstig ist, dass bei regelmäßiger, langfristiger Anlage gleich bleibender Beträge der Durchschnittskosteneffekt auftritt. Das heißt, bei niedrigem Kurs des Fonds bekommt der Anleger für seinen festen Anlagebetrag zahlenmäßig mehr Anteile, bei hohem Kurs weniger Anteile. Entscheidend über Gewinn und Verlust ist aber letzten Endes der Kurs bei Verkauf der Fondsanteile am Ende des Fondssparplans.
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