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Bei der Zusammenstellung eines ausgewogenen privaten Portfolios kann
es sinnvoll sein, sich neben klassischen Anlagekonzepten wie Aktienfonds auch abseits
der bekannten Wege nach Möglichkeiten umzusehen. Alternative Investments bieten dabei
oft eine absolute Bereicherung des Depots, denn sie entwickeln sich häufiger unabhängig
vom Marktgeschehen. Durch den Einsatz von Alternative Investments kann der Anleger somit
Diversifikationsvorteile zu seinen Gunsten nutzen.
Unter Alternative Investments versteht man eine Vielzahl von Assetklassen oder Anlagestrategien,
die über die klassischen Long-Only-Anlagen in den viel genutzten Sektoren Aktien, Renten und
Immobilien hinausgehen. Eine klare Grenze zwischen traditionellen Investments und Alternative
Investments lässt sich in der Praxis kaum ziehen, die Grenze verläuft oftmals fließend. Zu den
typischen Alternative Investments gehören zum Beispiel Fonds, die nach dem Absolute-Return-Gedanken
vorgehen, Hedgefonds, aber auch Private-Equity-Fonds oder Futures-Fonds. Allerdings können
ebenfalls Investmentfonds, die zum Beispiel in Aktien investieren, in den Bereich der
Alternative Investments fallen, wenn sie besondere Anlagestrategien verfolgen. So wird zum Beispiel
der Rohstoffsektor zum Bereich der Alternative Investments hinzu gezählt.
Die Vielzahl der verschiedenen Fondstypen zeigt schon, dass es sich bei Alternative Investments
um keine homogene und gut miteinander vergleichbare Fondsgruppe handelt. Im Gegenteil: Die zum
Teil höchst unterschiedlich gesetzten Anlageschwerpunkte und -Strategien zwingen den Investor
dazu, sich im Vorfeld einer Geldanlage in solche Fonds ausführlich mit ihnen auseinander zu
setzen. In den Fokus gehört dabei die Qualität des Fondsmanagements.
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Gerade in hoch spezialisierten Bereichen wie den Hedgefonds ist die
Expertise des Managementteams einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg der Investition.
Ein Faktor, der trotz aller Unterschiede viele Angebote aus dem Bereich Alternative Investments
eint, ist die geringe Korrelation zu den etablierten Assetmärkten, wie den großen Aktienbörsen.
Dies liegt in der häufig hoch spezialisierten Anlagestrategie dieser Fonds begründet. So haben
sich diese zum Beispiel auf sehr spezielle Märkte fokussiert oder können, im Gegensatz zum
typischen Aktieninvestment, nicht nur Long-Positionen eingehen. Durch solche Besonderheiten im
Anlagekonzept erreichen viele Fonds eine hohe Unabhängigkeit von den Schwankungen am Aktienmarkt,
im Fachjargon als niedrige Korrelation bezeichnet. Im Depot des privaten Investors können solche
Fonds damit einen ausgleichenden Charakter einnehmen. So erweisen sich Fonds, die Shortpositionen
einnehmen können, vor allem in Krisenzeiten am Markt oftmals als stabilisierendes Element für
das Gesamtdepot.
Durch ihre häufig starke Spezialisierung oder durch die besondere Anlagestrategie geht mit den
erhöhten Renditeaussichten für Alternative Investments ein erhöhtes Risikoprofil einher. Aus
diesem Grund sollte eine Geldanlage in Alternative Investments in ein ausgewogenes Gesamtanlagekonzept
eingebettet werden. Zudem sollten Anleger im Vorfeld einer Investition klären, wie liquide solche
Fonds sind und ob ein jederzeitiger Ausstieg problemlos möglich ist: Neben offenen Fonds sind in
diesem Sektor nämlich häufig auch geschlossene Beteiligungen zu finden, deren Fungibilität
eingeschränkt ist.
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