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Geldanlage im Niedrigzinsumfeld Das können Sparer tun

Geldanlage im Niedrigzinsumfeld Foto: © ag visuell / Fotolia

Sparer müssen sich derzeit mit einem Phänomen auseinandersetzen, das es zuvor so nicht gab: Sie erhalten kaum noch Zinsen, wenn sie auf konservative Anlagen wie Sparbuch oder Bundesanleihen setzen. Alternativen sind gefragt.


0,4 Prozent bis 1,6 Prozent – das ist aktuell drin, wenn Sparer sich für Festgeldanlagen mit einer Laufzeit von vier Jahren und mehr entscheiden. Und auch die ehemals begehrten und sicheren Bundesanleihen bringen kaum noch Renditen. Wer zweijährige Bundesanleihen kauft, erwirtschaftet sogar eine negative Rendite, muss also noch dafür draufzahlen, dass er sein Geld an den deutschen Staat verleiht. Das zwingt konservative Sparer zum Handeln, denn der Anlagenotstand wird voraussichtlich noch eine geraume Zeit anhalten, da ein Ende der Niedrigzinspolitik vorerst nicht absehbar ist.

Immer mehr Finanzexperten raten deshalb dazu, wenigstens einen Teil des Ersparten in ertragreichere Formen der Geldanlage zu investieren, etwa in Aktien und Investmentfonds. Das tun bisher nämlich nur die wenigsten Deutschen. Nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts haben 2013 lediglich 8,9 Millionen Bundesbürger Aktien oder Aktienfonds besessen. Das sind knapp zehn Prozent der Gesamtbevölkerung. Im internationalen Vergleich ist Deutschland damit nach wie vor weit abgeschlagen: In Ländern wie Großbritannien, Schweden, der Schweiz oder den USA setzen zwischen 20 Prozent und 25 Prozent der Bevölkerung auf Aktien als Anlageform.

Risiko von Fonds oft überschätzt

„Aktien und Fonds werden in Deutschland noch immer von vielen als äußerst spekulative Finanzprodukte wahrgenommen“, weiß auch Thomas Soltau, Vorstand der wallstreet:online capital AG und Leiter von FondsDISCOUNT.de. „In der Regel ist diese Skepsis aber unbegründet, denn mit dem Kauf einer Aktie beteiligen sich Investoren ja an einem Unternehmen – und besitzen somit Anteile an einem Sachwert.“ Im Falle von Aktienfonds würden sich Anleger sogar an einer Vielzahl von Unternehmen beteiligen und dadurch ihr Risiko – je nach Anlagefokus des Fonds – auf unterschiedliche Branchen und Regionen streuen. Vor einem gewissen Kursrisiko sind aber auch Anleger, die in Aktienfonds investieren, nicht gefeit. „Natürlich können auch breit streuende Fonds in bestimmten Marktphasen stark schwanken. Als kurzfristige Geldanlage, etwa für lediglich ein Jahr, sind sie daher ungeeignet.“

Wer sein Vermögen noch stärker diversifizieren möchte, kann außerdem auf Mischfonds setzen. Ihr Vorteil: Anders als reine Aktienfonds investieren sie in viele verschiedene Anlageklassen – von Aktien und Anleihen über Cash bis hin zu Rohstoffen und Immobilien. „Bei unseren Kunden stehen defensive Mischfonds wie der Carmignac Patrimoine oder der Multiple-Asset-Fonds von Flossbach von Storch ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Sie belegen regelmäßig die obersten Plätze bei unseren Topsellern“, sagt Soltau. Damit sind die Anleger in den vergangenen Jahren durchaus gut gefahren: Der Mischfonds aus dem Hause Flossbach von Storch hat in den vergangenen fünf Jahren eine Rendite von rund 70 Prozent erwirtschaftet. Beim Carmignac Patrimoine waren es immerhin etwa 35 Prozent. „Das ist zwar deutlich weniger als etwa bei dem global investierenden Aktienfonds DWS Top Dividende, der im gleichen Zeitraum ein Plus von 78 Prozent erzielt hat. Aber dafür gehen Anleger mit den Mischfonds im Allgemeinen eben auch ein geringeres Risiko ein.“ Das bestätigt auch der Blick auf die Volatilität seit 2009: Diese lag beim DWS-Fonds bei 10,03 Prozent, wohingegen die Wertschwankung bei den beiden Mischfonds mit 7,27 Prozent (FvS Multiple Opportunities) beziehungsweise 6,24 Prozent (Carmignac Patrimoine) deutlich geringer ausfällt.

Mit Stop-Loss-Orders Verluste vermeiden

Sollte ein Sparer das Börsenparkett dennoch meiden, weil er sich vor erhöhten Schwankungen oder stärkeren Kurseinbrüchen scheut, können sogenannte Stop-Loss-Orders für Beruhigung sorgen. Mit ihnen kann der Anleger einen Kurs unterhalb der aktuellen Notierung festlegen, bei dem die Aktie oder der Fonds automatisch verkauft werden. Damit kann er die erzielten Gewinne sichern und Verluste begrenzen. Mit sogenannten Trailing-Stop-Losses kann er sogar noch einen Schritt weiter gehen und die Stop-Orders dynamisch an neue Marktverhältnisse anpassen. Dabei wird nicht nur eine Stop-Loss-Order angegeben, sondern auch ein Differenzwert. Der Sinn dahinter: Bei steigenden Kursen wird das Stop-Loss-Limit entsprechend dem angegebenen Differenzwert angehoben bzw. nachgezogen. So können die neuen Gewinne automatisch gesichert werden.

So ärgerlich die Minizinsen für Anleger derzeit auch sein mögen, Thomas Soltau versucht ihnen trotzdem etwas Positives abzugewinnen: „Konservative Anleger, die bislang ausschließlich auf Sparbuch oder Festgeld gesetzt haben, müssen ihre Sparbuchmentalität ablegen und sich mit anderen, ertragreicheren Anlageformen beschäftigen, seien es Aktien, Investmentfonds, Sachwertbeteiligungen oder Unternehmensanleihen.“ Bei all diesen Anlageformen sei es erforderlich, selbst Informationen über Chancen und Risiken einzuholen und sich eingehend mit der Frage nach den eigenen Anlagezielen auseinanderzusetzen. „Und mehr über die Themen Finanzen und Geldanlage zu wissen – das kann für jeden nur von Vorteil sein.“

Alle Anlagen an Wertpapierbörsen sind mit Risiken verbunden:
  • Die Wertentwicklung eines Fonds wird maßgeblich von der Wertentwicklung der Anlagewerte bestimmt. Daraus ergibt sich das Risiko von finanziellen Verlusten wenn sich Marktpreise von bestimmten Werten ändern.
  • Das Risiko des Fondsmanagements besteht darin, dass der Fondsmanager Entscheidungen trifft, die eventuell nicht den Zielvorstellungen der Anleger entsprechen, oder die dazu führen, dass sich der Fonds negativ entwickelt.
  • Von den angelegten Beträgen gehen Kosten für die Fondsverwaltung usw. ab. Das kann dazu führen, dass sich Fonds im Vergleich zur direkten Anlage, z.B. in Aktien, nicht proportional entwickeln.
  • Wertentwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge. Wer Ranglisten und Statistiken als Entscheidungsgrundlage für eine bestimmte Fondsanlage nutzen will, sollte auf die Voraussetzungen achten, unter denen derartige Rang- und Bestenlisten erstellt wurden.
  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.
19.11.2014,

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