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Freie Fahrt Dem Schienenverkehr gehört die Zukunft

Lokomotive Foto: © FredFroese / istockphoto.com

Seit der Industrialisierung nimmt die Mobilität der Weltbewohner beständig zu. Doch nicht nur das: Auch Waren werden über immer weitere Distanzen transportiert. Der große Profiteur dieser Entwicklung: der Schienenverkehr in Deutschland und Europa.


Mobilität ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Lebens: Ökonomisch betrachtet hängt von ihr ab, ob Unternehmen und Staaten international wettbewerbsfähig bleiben. Auf privater Ebene trägt sie wesentlich zur Steigerung der Lebensqualität bei und ist häufig ein wichtiger Faktor im (Berufs-)Alltag. Entsprechend wächst das Verkehrsaufkommen seit Jahren. Diese Steigerung kann das Straßennetz allein nicht aufnehmen: Vor allem in Großstädten und Ballungsräumen ist es längst an seiner Belastungsgrenze angekommen, so dass Experten von einem drohenden Verkehrsinfarkt sprechen. Die steigende Zahl der Staus zerrt nicht nur an den Nerven der Autofahrer. Sie wirkt sich auch negativ auf die Logistikkette beim Gütertransport aus und ist damit ein nicht zu unterschätzender Minus-Faktor bei der Wettbewerbsfähigkeit.

Die Schiene: einfach konkurrenzlos
„Durch die zunehmende Globalisierung werden immer mehr Güter im Ausland produziert und anschließend nach Europa zum Verkauf oder zur Veredelung verschickt. Zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit ist ein schneller, kostengünstiger und verlässlicher Transport daher unerlässlich“, erklärt Thomas Böcher, Geschäftsführer der Paribus Capital GmbH, die unter anderem auf Investments im Bereich Eisenbahnlogistik spezialisiert ist. Zum Transport über das Straßennetz gibt es für ihn nur eine sinnvolle Alternative: die Nutzung der Schiene. Denn das Schienennetz hat eine verlässliche und effiziente Infrastruktur, die kein anderer Transportweg bieten kann. Zwar kann ein Transport auf der Schiene teilweise etwas länger dauern als mit einem LKW. Aber durch feste Fahrpläne und den Wegfall des Unsicherheitsfaktors Stau kann die Transportdauer genauer bestimmt werden. Hinzu kommt, dass auf der Schiene kein Nachtfahrverbot besteht, wie es in einigen europäischen Ländern verbreitet ist. Und auch von Fahrverboten an Sonn- und Feiertagen ist die Bahn nicht betroffen. Ein weiterer Vorteil: Die Güter können im so genannten Nachtsprung versandt werden und stehen dem Empfänger am nächsten Tag zur Verfügung. Vor allem im Expressverkehr ist der Nachtsprung daher unabdingbar.

Ökonomisch und ökologisch unschlagbar
Ein weiteres Plus der Bahn ist ihre Massenleistung über relativ große Distanzen. Zwar kann die Binnenschifffahrt eine ähnlich hohe Massenleistung aufweisen. Aber: Sie ist an befahrbare Wasserstraßen gebunden und verfügt demzufolge nicht über ein derart weitverzweigtes Streckennetz wie der Schienenverkehr. Und schließlich kann die Bahn auch mit Blick auf die Umwelt punkten. Denn die Schiene ist sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr einer der umweltfreundlichsten Verkehrsträger. Bei allen wesentlichen ökologischen Parametern schneidet die Bahn deutlich besser ab als Pkw, Lkw oder Flugzeug. So verursacht der gesamte Verkehrssektor in Deutschland rund ein Fünftel des jährlich ausgestoßenen Treibhausgases. Die Schiene hingegen ist nach Angaben des Verbandes der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) lediglich für etwa ein Prozent der Treibhausgasemission verantwortlich. Zum Vergleich: Während ein Auto auf der Strecke von Hamburg nach München im Durschnitt etwa 127 Kilogramm CO₂ pro Person ausstößt und das Flugzeug rund 100 Kilogramm, sind es bei der Bahn auf der gleichen Strecke nicht einmal 30 Kilogramm CO₂ pro Person.

Rückenwind aus der Politik
Diesen Klima- und Umweltvorteil hat auch die Politik erkannt: Bis zum Jahr 2030 sollen 30 Prozent des Straßengüterverkehrs über 300 Kilometer auf andere Verkehrsträger wie die Eisenbahn verlagert werden, bis 2050 sollen es sogar mehr als 50 Prozent sein. Darüber hinaus soll die Länge des europäischen Hochgeschwindigkeitsschienennetzes bis 2030 verdreifacht werden und bis 2050 soll der Großteil der Personenbeförderung über mittlere Entfernungen auf die Eisenbahn entfallen. Der langfristige Trend spricht damit eindeutig für mehr Bahn – und zwar sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr. Der Schienenpersonenverkehr ist allein 2012 um rund vier Prozent gestiegen. Zwar hat er durch die Liberalisierung des Fernbusverkehrs Konkurrenz bekommen. Diese dürfte aber weit weniger stark ausfallen als bisher angenommen. Der Grund: Fernbusse sprechen eine andere Zielgruppe als die klassischen Bahnreisenden an. Sie zielen eher auf ein preissensibleres Publikum ab, das für etwas niedrigere Kosten mitunter auch einen Komfortnachteil und längere Reisezeiten in Kauf nimmt. Für den Schienenverkehr heißt es somit auch künftig: freie Fahrt.

Sie interessieren sich für ein Investment im Bereich der Eisenbahnlogistik? Erfahren Sie mehr über die Beteiligungsangebote der Paribus Capital GmbH. » Artikel lesen
01.04.2014,

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