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Windenergie in Deutschland Der Markt boomt

Windenergie in Deutschland Foto: © / Delphotostock / Fotolia

Für die Windenergie-Branche war das zurückliegende Jahr ein voller Erfolg: Sinkende Kosten, effizientere Technologie und attraktive gesetzliche Rahmenbedingungen haben den Ausbau der Windkraft in Deutschland beflügelt.


Das vergangene Jahr war ein gutes für die Onshore-Windenergiebranche in Deutschland: Mit rund 3.536 Megawatt Netto-Ausbau war 2015 das zweitstärkste Zubau-Jahr. Nur im Vorjahr war der Zubau noch höher. Schätzungen zufolge erlebte die Windenergie an Land in 2015 ein großes weltweites Marktwachstum von mindestens 55.000 Megawatt, dies entspricht einem Zuwachs von mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr (50.000 Megawatt). Im Dezember 2015 stieg die Windenergie in Deutschland sogar erstmals zur wichtigsten Energiequelle zur Stromerzeugung auf und lag damit noch vor Braunkohle, Steinkohle und Atomenergie, dies belegen Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) auf Basis der Strombörse EEX. Ende 2015, so die Zahlen des BWE – Bundesverband WindEnergie, lag die kumulierte installierte Windenergieleistung Deutschlands bei rund 41.652 Megawatt. In dem starken Windjahr wurden mit 78 Terrawattstunden rechnerisch rund 20 Millionen Haushalte versorgt. Der Anteil des klimafreundlichen Windstroms am Bruttostromverbrauch in Deutschland betrug zwölf Prozent. Insgesamt haben die erneuerbaren Energien, zu denen auch Photovoltaik, Biomasse und Wasserkraft zählen, im Jahr 2015 etwa 32,5 Prozent des inländischen Stromverbrauchs gedeckt. Im Jahr zuvor waren es noch 27,4 Prozent. Damit wächst die Ökostrom-Produktion in Deutschland so schnell wie nie zuvor und das Ziel der Bundesregierung für 2020 rückt in greifbare Nähe: Dann nämlich soll der Anteil der erneuerbaren Energien bei 35 Prozent liegen.

Attraktive Rahmenbedingungen erzeugten Boom
Ausschlaggebend für die wachsende Bedeutung der Windenergie ist nicht zuletzt eine immer effizientere Technologie. So lag die durchschnittliche Nennleistung einer im Jahr 2015 in Deutschland errichteten Windenergieanlage bei 2.727 Kilowatt. Dies entspricht im Vergleich zur Durchschnittsleistung der Vorjahresinstallationen einer Steigerung von etwa einem Prozent. Der durchschnittliche Rotordurchmesser stieg gegenüber 2014 um etwa sechs Prozent auf 105 Meter und auch die Nabenhöhe wuchs um etwa sechs Prozent. Wissenschaftler des Forschungsverbundes Windenergie (FVWE) entwickeln derzeit neue Ideen für intelligente Rotorblätter, die sich dem Wind anpassen können und damit die Ausbeute steigern könnten. Gleichzeitig sinken die Kosten für die Umwandlung von Windkraft in elektrischen Strom. Wie der Branchen-Dienstleister WindGuard ermittelte, sanken die Stromentstehungskosten im Vergleich zu 2012 um zwölf Prozent.

Anstehende EEG-Novelle sorgt für Ungemach
Sinkende Kosten, bessere Windausbeute und massiver Zubau – die deutsche Windindustrie hätte also allen Grund für gute Stimmung. Auch der Weltmarktanteil deutscher Hersteller von über 20 Prozent ist beachtlich. Doch nun könnten neue politische Vorgaben einen Strich durch die Rechnung machen. Das Ziel: Die Kosten für die Energiewende zu drosseln. Denn bislang wurde jede Kilowattstunde Windstrom gesetzlich bezuschusst. Verbraucher und Steuerzahler subventionierten Windkraftanlagen an Land mit rund 8,8 Cent pro Kilowattstunde für eine Laufzeit von 20 Jahren. Somit lagen allein die Förderkosten für erneuerbare Energien zuletzt bei 25,7 Milliarden Euro pro Jahr. Diese bisherige Praxis ist dem Wirtschaftsministerium ein Dorn im Auge. Um Kosten zu sparen, sollen die Einspeisevergütungen für den Ökostrom ab 2017 nicht mehr gesetzlich festgelegt, sondern marktgerecht in einem Ausschreibungsverfahren ermittelt werden. Den Zuschlag bekäme der Windparkbetreiber, der sich mit der niedrigsten Subventionierung pro Kilowattstunde zufrieden gibt. Wirtschaftsminister Gabriel denkt zudem darüber nach, den Zubau von Onshore-Windkraftanlagen auf maximal 2.500 Megawatt zu begrenzen. Dies wäre ein herber Schlag für die Windindustrie – der Verband BWE läuft entsprechend Sturm gegen das Konzept. Denn die ständigen Änderungen am Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) unterlaufen die Planungssicherheit für die Unternehmen. Zudem könnte das Ausschreibungsverfahren kleine Akteure am Markt benachteiligen.

Branchenkenner erwarten demnach, dass 2016 erneut ein hervorragendes Jahr mit hohen Zubauzahlen für die deutsche Windindustrie werden wird. Viele Unternehmen würden schlichtweg versuchen, ihre Projekte bis zum Jahresende abzuschließen, um so noch von den gegenwärtigen Förderbedingungen zu profitieren. Der Einbruch beim Ausbau könnte dann in 2017 kommen.

Aktuelle Beteiligungsangebote
Vor dem Hintergrund anstehender Gesetzesänderungen könnte sich für Investoren ein Blick auf aktuell erhältliche Windkraftbeteiligungen lohnen. Aktuell in Platzierung ist etwa das Angebot RE09 Windenergie Deutschland vom Hamburger Initiator reconcept. Investiert wird in mehrere Windparks an unterschiedlichen Standorten in Deutschland. Die Gesellschaft prognostiziert eine Gesamtausschüttung in Höhe von 152 Prozent bei einer geplanten Laufzeit von sieben Jahren. Ebenfalls zur Zeichnung offen ist aktuell eine Anleihe, die von reconcept begeben wird. Die RE07 Anleihe der Zukunftsenergien – Wind Deutschland sieht fünf Prozent Zinsen p.a. bei fünf Jahren Laufzeit vor. Investiert wird das Anlegerkapital in den Windpark Mertensdorf in Brandenburg. Dieser ist bereits am Netz.

Ein alternatives Beteiligungsangebot hat die Ökorenta-Gruppe aufgelegt. Der Fokus des Ökorenta Erneuerbare Energien VIII soll ebenfalls auf Windkraftprojekten in Deutschland liegen. Laut Prognoserechnung haben Anleger Aussicht auf Gesamtausschüttungen in Höhe von 157 Prozent. Die Laufzeit wurde mit zehn Jahren geplant. An Anleger, die stattdessen auf den Ausbau der Windenergie in Frankreich setzen möchten, richtet sich das neueste Beteiligungsangebot aus dem Hause Leonidas. Für den Leonidas Associates XVIII – Windenergie Frankreich werden Gesamtausschüttungen in Höhe von 214 Prozent prognostiziert, die Laufzeit soll 17 Jahre betragen.

ProduktGeplante LaufzeitMindestbeteiligungProgn. Ausschüttung
reconcept RE09 Windenergie Deutschland7 Jahre10.000 Euro152 %
reconcept RE07 Anleihe der Zukunftsenergien – Wind Deutschland5 Jahre5.000 Euro125 %
Ökorenta Erneuerbare Energien VIII10 Jahre10.000 Euro157 %
Leonidas Associates XVIII – Windenergie Frankreich17 Jahre10.000 Euro214 %

05.02.2016,

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