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Emerging-Markets-Barometer: Anleger meiden Schwellenländer

China Foto: © Nikada / istockphoto.com

Prosperierende Wirtschaft, geringe Staatsverschuldung, steigender Konsum: Schwellenländer wie Indien, Brasilien oder China müssten eigentlich geradezu ein Eldorado für Anleger sein. Dennoch sind nur wenige in Emerging Markets investiert.


Anlagen in Emerging Markets sind in den Wertpapierdepots der Bundesbürger immer noch die Ausnahme. So lassen laut dem jüngsten Emerging-Markets-Investmentbarometer von J.P. Morgan Asset Management 96,5 Prozent der deutschen Anleger die Schwellenländer bei der Geldanlage unberücksichtigt. Zwar gaben von den rund 2.000 bundesweit Befragten immerhin 42,9 Prozent an, dass sie den Begriff „Emerging Markets“ schon einmal gehört haben bzw. 18,9 Prozent, dass sie ihn sogar „gut kennen“ und rund 7 Prozent bezeichnen sich als „sehr interessiert“ an diesem Investmentthema – in konkrete Anlageentscheidungen wurde dieses Wissen bzw. Interesse jedoch nicht umgesetzt. Nur 3,4 Prozent derer, die den Begriff kennen, halten tatsächlich Emerging-Markets-Papiere oder entsprechende Fonds im Depot. „Eine der positiven Erkenntnisse der jüngsten Erhebung ist, dass einige Anleger das Thema Emerging Markets bewusster wahrnehmen. Das ist nicht verwunderlich, weisen diese Regionen doch schon seit Jahren überdurchschnittliche Wachstumsraten auf. Diese Dynamik sollte aufmerksamen und renditeorientierten Anlegern tatsächlich nicht entgehen“, kommentiert Jean Guido Servais, Leiter des kontinentaleuropäischen Marketings von J.P. Morgan Asset Management, die Ergebnisse. Er führt die Zurückhaltung der Anleger auf die insgesamt unsichere Situation an den Finanzmärkten zurück: „Die Volatilität der Märkte hat Anleger in den vergangenen Wochen verunsichert. Das ist aber grundsätzlich festzustellen und gilt nicht ausschließlich für Emerging Markets.“

Wirtschaftswachstum macht Schwellenländer attraktiv
Seine Einschätzung wird auch dadurch gestützt, dass die Anleger in der jüngsten Umfrage der Fondsgesellschaft J.P. Morgan das Risiko von Investitionen in die Schwellenländer für nicht wesentlich größer halten als im letzten Emerging-Markets- Investmentbarometer. So sind für 73,2 Prozent der Befragten Anlagen in Emerging Markets genauso risikoreich oder risikoreicher als Euro-Staatsanleihen. Dieser Wert lag in der im März durchgeführten Befragung nur marginal darunter (73,1 Prozent). Der J.P. Morgan- Marketingleiter hält diese Zurückhaltung in Sachen Emerging Markets jedoch für zeitlich begrenzt: „Zwar verlangsamt sich das Wachstum der Schwellenmärkte, während das der Industrieländer zulegt. Doch in absoluten Zahlen liegen die Emerging Markets in diesem Punkt immer noch deutlich vor den etablierten Märkten. Darauf werden sich früher oder später auch die Anleger besinnen“, prognostiziert Servais.

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18.07.2013,

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