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Geringer Aktienbesitz „Deutsche verschenken ihr Vermögen“

Geringer Aktienbesitz Foto: © Andrey Popov / Fotolia

Trotz der nun schon mehrjährigen Hausse an den Börsen haben sich 2014 viele Deutsche von ihren Aktieninvestments getrennt. Das Deutsche Aktieninstitut nennt diese Entwicklung besorgniserregend und spricht von „verschenktem Vermögen“.


Rund 500.000 Menschen trennten sich im vergangenen Jahr von Aktien oder Anteilen an Aktienfonds – und dass, obwohl der DAX in den letzten Jahren fast nur den Weg nach oben kannte und 2014 ein Rekord nach dem anderen brach. Allein in den vergangenen zwei Jahren ist der deutsche Leitindex um fast 29 Prozent gestiegen; seit dem Konkurs von Lehman im Jahr 2008 hat er sogar um etwa 60 Prozent zugelegt. Die deutschen Anleger scheint das wenig zu beeindrucken: Nur rund 8,4 Millionen Anleger oder 13,1 Prozent der Bevölkerung sind derzeit am Aktienmarkt engagiert. Das ist das Kernergebnis der jüngsten Untersuchung des Deutschen Aktieninstituts (DAI) zur Zahl der Aktienbesitzer.

Große Einbußen im Geldvermögen

Die Entwicklung bezeichnen die Analysten als „vermögenspolitisch besorgniserregend“: „Durch ihre konservative Anlagephilosophie verschenken die Menschen viel Geld. Hätten die Deutschen seit 2001 nur jeden vierten Euro, den sie Jahr für Jahr bei Banken und Sparkassen neu als Tagesgeld, Termingeld oder andere Einlagen sparen, in Aktien angelegt, wäre das Geldvermögen heute grob geschätzte 106 Milliarden Euro höher“, heißt es in der Studie. Pro Haushalt entspräche dies laut DAI immerhin einem Vermögenseffekt von über 2.600 Euro; pro Person wären es 1.300 Euro. Hätten die Anleger sogar jeden dritten Euro aus Neuanlagen bei Banken in den Aktienmarkt investiert, sähe die Bilanz sogar noch besser aus: Dann hätten sich die privaten Haushalte über zusätzliche 3.500 Euro pro Haushalt (1.750 Euro pro Person) freuen können – davon könnten sie zwei bis drei Jahre lang ihre Benzinrechnungen begleichen.

Für den jüngsten Rückgang des Jahres 2014 ist vor allem die Entwicklung bei den Aktionären verantwortlich, also denjenigen, die direkt in Aktien investiert sind. Gab es 2013 noch rund 4,6 Millionen Aktionäre, haben 2014 knapp 400.000 Menschen ihre Anteilsscheine verkauft. Das entspricht einem Minus von zehn Prozent. Damit sind heute nur noch rund 4,1 Millionen Menschen direkt in Aktien investiert, was 6,4 Prozent der Bevölkerung entspricht. Ein Minus verzeichnet auch der Besitz von Anteilen an Aktienfonds und Mischfonds, d. h. Fonds mit Aktienanteil. Mit rund 140.000 ist der Rückgang verglichen mit der Direktanlage in Aktien moderat. Insgesamt beläuft sich die Gesamtzahl der Aktienfondsanleger auf rund sechs Millionen oder 9,5 Prozent der Bevölkerung.

Deutliche Kluft zwischen Jung und Alt

Blickt man auf die Altersstruktur der Aktienbesitzer, wird deutlich, dass sich der Rückgang der Aktieninvestments vor allem auf die jüngeren Anleger unter 40 Jahre konzentriert. Die Gruppe der über 60-Jährigen hat ihren Aktienbesitz im vergangenen Jahr hingegen sogar weiter ausgebaut. Aktien und Aktienfonds werden damit mehr und mehr zu einem Anlageinstrument der älteren Generation. Dies ist aus Sicht des DAI vor allem deshalb so bedenklich, weil gerade die jüngere Generation bei der nachlassenden Leistungsfähigkeit des gesetzlichen Rentensystems darauf angewiesen ist, privat für das Alter vorzusorgen. Entsprechend kommen die Analysten zu dem Schluss: „Aktien sollten ein elementarer Bestandteil dieser Vorsorge sein, weil sie in der Regel langfristig eine deutlich überlegene Rendite gegenüber festverzinslichen Anlagen aufweisen.“

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17.02.2015,

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