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Ukraine-Krise Die Folgen für Osteuropa-Fonds

Ukraine-Krise Foto: © James Thew / Fotolia

Ein Thema dominiert die Finanzmärkte derzeit besonders stark: die Krise in der Ukraine. Was Analysten sagen und wie Fondsmanager reagieren.


In den vergangenen Wochen haben insbesondere die Ukraine-Krise und die Sorge um Moskaus künftigen Kurs im Fokus der Aktienmärkte gestanden. Vor allem Investmentfonds, die auf Russland spezialisiert sind, litten unter den jüngsten geopolitischen Entwicklungen. So waren die 30 schlechtesten der rund 3.500 in Großbritannien verfügbaren Anlagefonds auf Russland oder Osteuropa spezialisiert. Dies geht aus Daten des Analysehauses Lipper hervor. „Ein entscheidendes Merkmal der Ukraine-Krise ist die Unsicherheit. Wir wissen nicht, ob die Sanktionen gegen Russland mehr oder weniger hart ausfallen werden“, kommentiert Richard Titherington die Situation gegenüber Reuters. Der Fondsmanager ist verantwortlich für Schwellenländer-Aktien bei JP Morgan Asset Management.

Die erhöhte Unsicherheit ist auch am Moskauer Börsenindex MICEX sehr gut ablesbar. Anfang März brach der Aktienindex allein an einem Tag zeitweise um knapp zehn Prozent ein. Seit Jahresbeginn verlor der MICEX, dessen Werte in Rubel notiert sind, rund 13 Prozent. Der auf Dollar lautende RTS-Index verbuchte sogar einen Verlust von etwa 17 Prozent.

Russische Telekom- und Finanztitel leiden
Nach Einschätzungen der Strategen der Erste Asset Management dürfte sich die Ukraine-Krise zumindest in den nächsten Monaten negativ auf das BIP-Wachstum Russlands auswirken. Die politische Unsicherheit und die höheren Zinsen werde die Investitionsquote negativ beeinflussen, das ursprünglich erwartete höhere Konsumwachstum werde sich nicht einstellen. Den Analysten zufolge sind neben Finanztiteln vor allem Telekomwerte die Leidtragenden der Krise, denn diese würden einen erheblichen Teil der Umsätze und Erträge in der Ukraine erwirtschaften.

Dementsprechend passen die Fondsmanager die Gewichtung der Fondsportfolios an: „Wir verlagern den Schwerpunkt weg von Finanzwerten oder Telekom-Aktien mit Ukraine-Anteil zu Konsumwerten und exportorientierten Aktien. Wir halten derzeit keine ukrainische Aktie in diesem Fonds“, sagt der Senior-Fondsmanager Alexandre Dimitrov über die Positionierung im Espa Stock Russia (WKN: A0MX0V). Auch im Portfolio des globalen Unternehmensanleihenfonds Espa Bond Emerging Markets Corporate (WKN: A0MTAH) seien russische Unternehmensanleihen verglichen mit der Benchmark derzeit stark untergewichtet, wie der Senior-Fondsmanager Anton Hauser berichtet. Lediglich ein Prozent des Fondsvolumens sei momentan in ukrainischen Unternehmensanleihen investiert.

Lichtblick im Osten?
Ungeachtet der lodernden Ukraine-Krise gibt es im osteuropäischen Raum aber auch einige Länder, deren Wirtschaft sich künftig weiterhin sehr positiv entwickeln dürfte. Davon gehen zumindest die Analysten der Deutsche Bank Research aus. Sie rechnen damit, dass die drei baltischen Staaten, Polen und die Slowakei ihre wirtschaftliche Aufholjagd fortsetzen werden – wenn auch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit – und mit Blick auf den Lebensstandard in den nächsten zehn Jahren zu den westeuropäischen Ländern aufschließen werden. Für risikoaffine Anleger bedeutet das: Eine Investition in diese Länder könnte sich als Portfolio-Beimischung für die kommenden Jahre durchaus als lukrativ erweisen.

Osteuropa-Aktienfonds: die Favoriten der FondsDISCOUNT.de-Kunden
FondsWKNFondsgesellschaft
BGF Emerging Europe Fund971801BlackRock IM (Lux)
Allianz Emerging Europe987339Allianz GI (Lux)
JPM Eastern Europe Equity973802JP Morgan A.M.
Baring Eastern Europe Fund933558Baring Fund Mgt.
DWS Osteuropa974527DWS S.A.


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08.05.2014,

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