Service-Telefon täglich von 8 bis 22 Uhr:   030 2757764-00

Suche: WKN/ISIN, Beteiligungen, Gesellschaften

Kriseninvestment Die Sorgen treiben die Anleger in Edelmetalle

Edelmetalle Foto: © zentilia / istockphoto.com

Je größer die (finanziellen) Zukunftsängste, desto stärker die Flucht in die Angstwährung Gold. Doch auch Silber und Kupfer sind stark nachgefragt.


Seit nunmehr rund zwölf Jahren befindet sich der Goldpreis in einer Aufwärtsbewegung. Der Wert der Feinunze hat sich seitdem vervielfacht. Bei rund 1.921 US-Dollar ist der bisherige Preishöhepunkt notiert. Und auch wenn der Kurs inflationsbereinigt noch unter den Tops aus einer Zeit liegt, in der die damalige Sowjetunion in Afghanistan einmarschiert ist und im Iran US-Geiseln gefangen gehalten wurden – die Hausse des Goldpreises beschert dem Edelmetallsektor hohe Aufmerksamkeit bei Investoren. Immer wieder sind es vor allem die Unsicherheiten, die die Anleger ins Gold treiben. Das Edelmetall gilt als das Kriseninvestment schlechthin und bietet als Sachwert zudem Inflationsschutz. Krisen gab es seit dem Platzen der Internetblase an der Börse genug, sodass vor allem die rasante Aufwärtsbewegung in den vergangenen Jahren erklärbar ist. Da auch weiter einige internationale Krisen schwelen, seien es die Probleme einiger europäischer Staaten mit ihren Finanzen oder eine mögliche militärische Konfrontation zwischen Israel und dem Iran, könnte das Gold in der nächsten Zeit weiter im Blickpunkt stehen. Es gibt einige Experten, die Preise von 2.000 US-Dollar und mehr für die Feinunze Gold voraussagen.

Doch auf den Goldpreis wirken noch mehr Faktoren ein als Krisennachrichten. Der Blick auf die Entwicklung der Nachfrage nach Gold zeigt ein deutlich steigendes Interesse. Notenbanken stocken ihre Goldvorräte auf, private Investoren greifen ebenfalls verstärkt zu. Die Mehrnachfrage kann von den Goldförderern nicht befriedigt werden, was die Preise steigen lässt. Eine Rolle spielen dabei auch Staaten wie China, das aufgrund seines enormen Wachstums längst zum kursbestimmenden Faktor für viele Rohstoffe geworden ist. Die breiter werdende Schicht wohlhabender Chinesen treibt die Nachfrage nach Gold ebenfalls an. Das starke chinesische Wachstum ist auch ein wichtiger Faktor für andere Edelmetalle. Während Gold vor allem als Investment eine Bedeutung hat, reagieren Metalle wie Silber und vor allem Kupfer wesentlich stärker auf die weltwirtschaftliche Entwicklung. Diese Metalle haben ein breites Einsatzspektrum in der Industrie. Silber und Kupfer kommen zum Beispiel in der Elektrotechnik zum Einsatz. Silber ist aufgrund seiner antibakteriellen Wirkung zudem in der Medizin von Bedeutung und spielt natürlich auch in der Schmuckindustrie eine große Rolle. Logische Folge dieses breiteren Verwendungsspektrums ist, dass sich die Kurse der verschiedenen Edelmetalle sehr unterschiedlich entwickeln. Ihre kurzfristige Entwicklung ist oftmals spekulativ geprägt, langfristig wird vor allem die Entwicklung von Angebot und Nachfrage den Preistrend bei Silber, Kupfer und Co. bestimmen. Und hier spielen dann wiederum Boomstaaten wie Teile der BRIC-Länder oder auch die Türkei eine entscheidende Rolle. Die Nachfrage nach Edelmetallen aus diesen Gegenden wird weiter steigen, das scheint sicher.

Das Szenario, das viele Experten vor diesem Hintergrund erwarten, lässt steigende Preise bei den Edelmetallen erwarten. Die steigende Nachfrage wird auf ein Angebot treffen, dessen Ausbau längst nicht so zügig vonstatten geht. Neue Rohstoffvorkommen zu erkunden und zu erschließen ist ein Geschäft, das sich über viele Jahre hinzieht, hohe Investitionen erfordert und große Risiken mit sich bringt. Neue Erkundungstechniken verbessern zwar die Möglichkeit, neue Rohstoffquellen zu erschließen, doch große Teile der Erde sind bereits gut erkundet. Neue Gebiete stellen die Bergwerksbetreiber oftmals vor große Herausforderungen, sei es aufgrund des Klimas oder der politischen Lage vor Ort. Die Ausgangslage scheint damit klar: Allen kurzfristigen Schwankungen und den bisherigen Gewinnen der vergangenen Jahre zum Trotz dürften Gold und Co. gute Chancen haben, langfristig noch höhere Höhen zu erobern.
16.04.2012,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.


Ähnliche Artikel finden

» » » Kriseninvestment - Die Sorgen treiben die Anleger in Edelmetalle

Suchbegriffe, die Leser mit diesem Thema verbinden


Mehr aus dem Bereich Märkte & Strategien

Indexreform der Deutschen Börse Indexreform der Deutschen Börse - Wirecard ab heute im DAX gelistet Zum 24. September 2018 ändert sich die Zusammensetzung der deutschen Börsenindizes DAX, MDAX, TecDAX und SDAX. Die Commerzbank muss aus dem DAX weichen, dafür werden die Aktien der Wirecard AG mehr...

Urbanisierung Urbanisierung - Zunehmende Verstädterung bietet Investitionschancen Weltweit leben immer mehr Menschen in den Städten. Dies stellt die wachsenden Metropolen vor Herausforderungen, schafft aber andererseits auch Investmentchancen. Wir stellen drei Konzepte vor, die von dem mehr...

Steuern Steuern - Die Auswirkungen einer Teilfreistellung bei Mischfonds Seit 2018 kann es für Investmenterträge eine Teilfreistellung geben. Was sind die Vorrausetzungen und welche steuerlichen Effekte können sich ergeben? Wir haben bei Andreas Beys, Steuerexperte mehr...

Unser Newsletter

... informiert Sie über aktuelle Kapitalanlagen & Marktentwicklungen

Anzeige

Kontakt

Service-Telefon
täglich von 8 bis 22 Uhr

030 2757764-00

Wir rufen Sie gern zurück! Nutzen Sie unseren kostenlosen Rückrufservice.

E-Mail: info@fondsdiscount.de
social media