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Währungen Euro im Sinkflug

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Die USA und der Euroraum entwickeln sich gegenläufig – während die US-Wirtschaft Fahrt aufnimmt, schwächelt die Eurozone weiterhin. Die Folge: Der Euro verliert drastisch an Wert.


Die Zahlen aus dem Handel sind deutlich: Enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland haben den Eurokurs heute Morgen auf 1,1808 US-Dollar sinken lassen, gestern lag der Kurs mit 1,1802 US-Dollar sogar auf dem tiefsten Stand seit Januar 2006. Hintergrund für die Schwäche des Euro und zugleich die Stärke des US-Dollar ist vor allem die unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung in beiden Währungsräumen. So rechnen Experten derzeit fest mit guten Zahlen auf dem US-Arbeitsmarkt – dies beflügelt auch die Konjunktur. Zugleich verfolgt die US-Notenbank eine andere Politik als die EZB: In den USA werden derzeit die geldpolitischen Zügel gestrafft und eine erste Zinserhöhung seit 2009 scheint wahrscheinlich. Auf dem Euro hingegen lastet die Aussicht auf noch mehr Zentralbankgeld und die Wahrscheinlichkeit, dass noch im Januar mit dem massenhaften Ankauf von Staatsanleihen begonnen wird – schließlich will die EZB ihren Kampf gegen die geringe Inflation und drohenden Preisverfall intensivieren. Auch die schwache Wirtschaft im Euroraum drückt den Kurs der Gemeinschaftswährung.

Fallender Euro bietet auch Chancen
Sollten die Europäer also in Panik verfallen? Keinesfalls, ist man beispielsweise bei der Commerzbank überzeugt – der starke Dollar verleihe den europäischen Unternehmen sogar den dringend benötigten Rückenwind und wirke fast wie eine Konjunkturspritze. Denn die Euro-Wirtschaft ist stark exportgeprägt. Wenn wie aktuell der Euro gegenüber dem Dollar fällt, werden die Produkte europäischer Firmen im internationalen Vergleich günstiger und damit konkurrenzfähiger. Damit könnten beispielsweise deutsche Unternehmen ihre Gewinne steigern, was wiederum den DAX positiv beeinflussen würde – alles in allem also ein für Anleger lohnenswertes Szenario. Doch auch Dollar-Investments würden mit einer Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik in den USA wieder attraktiver. Marktkenner rechnen allerdings erst ab Jahresmitte mit einer Zinsanhebung seitens der Fed.
08.01.2015,

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