Service-Telefon täglich von 8 bis 22 Uhr:   030 2757764-00

Suche: WKN/ISIN, Beteiligungen, Gesellschaften

Währungen Euro im Sinkflug

Währungen Foto: © / electriceye / Fotolia.com

Die USA und der Euroraum entwickeln sich gegenläufig – während die US-Wirtschaft Fahrt aufnimmt, schwächelt die Eurozone weiterhin. Die Folge: Der Euro verliert drastisch an Wert.


Die Zahlen aus dem Handel sind deutlich: Enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland haben den Eurokurs heute Morgen auf 1,1808 US-Dollar sinken lassen, gestern lag der Kurs mit 1,1802 US-Dollar sogar auf dem tiefsten Stand seit Januar 2006. Hintergrund für die Schwäche des Euro und zugleich die Stärke des US-Dollar ist vor allem die unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung in beiden Währungsräumen. So rechnen Experten derzeit fest mit guten Zahlen auf dem US-Arbeitsmarkt – dies beflügelt auch die Konjunktur. Zugleich verfolgt die US-Notenbank eine andere Politik als die EZB: In den USA werden derzeit die geldpolitischen Zügel gestrafft und eine erste Zinserhöhung seit 2009 scheint wahrscheinlich. Auf dem Euro hingegen lastet die Aussicht auf noch mehr Zentralbankgeld und die Wahrscheinlichkeit, dass noch im Januar mit dem massenhaften Ankauf von Staatsanleihen begonnen wird – schließlich will die EZB ihren Kampf gegen die geringe Inflation und drohenden Preisverfall intensivieren. Auch die schwache Wirtschaft im Euroraum drückt den Kurs der Gemeinschaftswährung.

Fallender Euro bietet auch Chancen
Sollten die Europäer also in Panik verfallen? Keinesfalls, ist man beispielsweise bei der Commerzbank überzeugt – der starke Dollar verleihe den europäischen Unternehmen sogar den dringend benötigten Rückenwind und wirke fast wie eine Konjunkturspritze. Denn die Euro-Wirtschaft ist stark exportgeprägt. Wenn wie aktuell der Euro gegenüber dem Dollar fällt, werden die Produkte europäischer Firmen im internationalen Vergleich günstiger und damit konkurrenzfähiger. Damit könnten beispielsweise deutsche Unternehmen ihre Gewinne steigern, was wiederum den DAX positiv beeinflussen würde – alles in allem also ein für Anleger lohnenswertes Szenario. Doch auch Dollar-Investments würden mit einer Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik in den USA wieder attraktiver. Marktkenner rechnen allerdings erst ab Jahresmitte mit einer Zinsanhebung seitens der Fed.
08.01.2015,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.


Ähnliche Artikel finden

» » » Währungen - Euro im Sinkflug


Mehr aus dem Bereich Märkte & Strategien

Anlegerskandal P&R Anlegerskandal P&R - Welche Rolle spielt die BaFin? Der Fall um den insolventen Containerriesen P&R weitete sich mehr und mehr aus. Wie eine Anfrage von den Grünen an die Bundesregierung zeigt, kommen Anleger nicht umhin, ein Investment selbst mehr...

Publity Publity - Die nicht ganz rühmliche Geschichte einer Wandelanleihe Was ist los beim Leipziger Büroimmobilienspezialist Publity? Eine ausgegebene Gewinnwarnung und Wirren um ein Umtauschangebot verunsichern die Anleger. Eine kurze Bestandsaufnahme. mehr...

Krisenherd Italien Krisenherd Italien - Anleger sollten sich auf turbulente Tage einstellen Mit Blick auf Italien scheint die Euro-Krise wieder aufzuflammen, wenngleich die Renditen italienischer Staatsanleihen noch nicht an frühere Krisenniveaus heranreichen. Um Risiken zu begrenzen, sollten mehr...

Unser Newsletter

... informiert Sie über aktuelle Kapitalanlagen & Marktentwicklungen

Anzeige

Kontakt

Service-Telefon
täglich von 8 bis 22 Uhr

030 2757764-00

Wir rufen Sie gern zurück! Nutzen Sie unseren kostenlosen Rückrufservice.

E-Mail: info@fondsdiscount.de
social media