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Immobilien statt Anleihen Großinvestoren entdecken Betongold

Immobilien Foto: © Tiberius Gracchus / Fotolia.com

Institutionelle Investoren wie zum Beispiel Versicherungen setzen im Kampf um Renditen verstärkt auf Immobilien. Denn diese versprechen - bei guter Bewirtschaftung - stabile Einnahmen.


Auf der Suche nach rendite-trächtigen Anlagen drängen Versicherer stärker in den Immobilienmarkt. Vor allem bei Lebensversicherungen steigt der Druck auf die Anbieter, die garantierte Verzinsung und die von ihnen in Aussicht gestellten Überschüsse abzuliefern. Die Renditen aus verlässlichen Einnahmen bei langfristig vermieteten Immobilien sind eine Alternative zum Dauerzinstief bei Staatsanleihen hoher Bonität. „Vor allem die großen Versicherer wollen ihre Direktinvestments in Immobilien erhöhen“, sagt Dietmar Fischer, Partner der Beratungsgesellschaft Ernst & Young Real Estate. Darüber hinaus drängen die Assekuranzen in der Immobilienfinanzierung stark in jene Lücken, die sich durch den Rückzug der Banken ergeben. „Entweder werden Objekte und Portfolios direkt finanziert oder das Geld fließt in Finanzierungsfonds, sogenannte Real Estate Debt Funds“, sagt Fischer. Die Fonds seien für die Versicherer interessant, weil die Investments dort „voraussichtlich nur mit 15 Prozent Eigenkapital statt der für Immobilienanlagen im Rahmen der Solvency-II-Vorschriften vorgesehenen 25 Prozent unterlegt werden müssen“, so Fischer. Die Größe der bereits platzierten Fonds liege zwischen 100 und 500 Millionen Euro. Mehrere Fonds in dieser Größenordnung seien in Vorbereitung.

Bei Versicherungen besonders gefragt seien Wohn- und Einzelhandelsimmobilien, wobei Einzelhandelsobjekte vor allem hierzulande begehrt seien. Die Assekuranz erwarte hier Anlagerenditen „mit einer Fünf vor dem Komma“. Bei Wohnungsimmobilien seien es im Durchschnitt 4,6 bis 4,8 Prozent. Ähnlich wie bei der milliardenschweren Wohnungstransaktion des Immobilienkonzerns Patrizia bilden Versicherer Konsortien, um gemeinsam zu investieren. Eine milliardenschwere Transaktion allein zu stemmen, stelle für viele Versicherer ein zu hohes Risiko dar oder überschreite das geplante Investitionsvolumen deutlich. Demgegenüber trennen sich die Versicherer laut Fischer von Offenen Immobilienspezialfonds nach deutschem Investmentgesetz sowie von Geschlossenen Immofonds. Dort würden die prognostizierten Renditen nicht erreicht, sagte er zur Begründung.
20.06.2012,

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