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Euro-Hochzinsanleihen Renditechancen für mutige Anleger

Euro-Hochzinsanleihen Foto: © / Jürgen Fälchle / FotoliaHigh-Yield-Bonds können ein Lichtblick im gegenwärtigen Zinsumfeld sein - wenn man die Risiken kennt

Für Investoren, die im recht düsteren Zinsbereich nach einem Lichtblick suchen, könnte eine Beimischung mit High-Yield-Bonds interessant sein. Etwas Risikobereitschaft sollte man allerdings mitbringen.


Die Zeiten, in denen sich mit sicheren Staatsanleihen noch Geld verdienen ließ, dürften auf längere Sicht vorbei sein. Mittlerweile müssen Anleger sogar dafür bezahlen, wenn sie deutsche Papiere erwerben – Mitte Juli wurde erstmals eine zehnjährige Bundesanleihe mit einem Zinskupon von null Prozent begeben, die Rendite fiel in den negativen Bereich. Sicherheit hat also ihren Preis. Denn im Anleihebereich können sich Emittenten mit sehr guter Bonität auch sehr günstig Kapital leihen; Staaten oder Unternehmen, deren Bonität schlechter eingestuft wird und die damit eine höhere Ausfallwahrscheinlichkeit bergen, müssen die Anleger hingegen mit höheren Zinsen locken. Solche Non-Investment-Grade-Anleihen werden daher auch High-Yield-Bonds bzw. zu Deutsch „Hochzinsanleihen“ genannt. Professionelle Investoren setzten dabei nicht allein auf die überdurchschnittlichen Zinsen, sondern auch auf eine Verbesserung der Bonität des Schuldners, dann hierdurch steigt der Preis der Anleihe und der Investor kann einen Gewinn verbuchen.

Dass solche Hochzinsanleihen risikoreich sind, zeigte sich beispielsweise zu Jahresbeginn: Der dramatische Verfall des Ölpreises brachte zahleiche amerikanische Energieunternehmen in Bedrängnis, die mit den Anleihegeldern vorrangig in Maschinen für die Förderung von Öl aus Schiefergestein investierten. Mit dem Ölpreisabsturz war der Fracking-Boom jedoch beendet. Viele Anleger wollten die entsprechenden Unternehmensanleihen aus Angst vor Firmenpleiten daher wieder loswerden, was zu sinkenden Kursen führte. Auch zahlreiche Fondsmanager, die in die Papiere investiert hatten, mussten Verluste einstreichen. Dieses Beispiel macht deutlich, dass High-Yield-Bonds nur für Anleger mit starken Nerven geeignet sind – man muss Schwankungen aushalten können.

Während viele Anleger dem US-Markt vor diesem Hintergrund den Rücken kehrten, stieg zugleich die Nachfrage nach Euro-Hochzinsanleihen. Experten schätzen die Kreditausfallraten in diesem Bereich aufgrund der verhältnismäßig stabilen Bilanzen als niedrig ein. Zwar ist auch hier die Risikoprämie gesunken – statt hoher zweitstelliger Renditen müssen sich Investoren inzwischen mit einer geringeren Wertentwicklung zufrieden geben. Doch im Vergleich zu Investment-Grade Anleihen kann sich ein Engagement immer noch lohnen.

Durchgängig gute Ergebnisse konnten Anleger beispielsweise mit dem Fonds „Candriam Bonds Euro High Yield“ (ISIN: LU0012119607) erzielen. In den vergangenen fünf Jahren erwirtschaftete sein Fondsmanager Philippe Noyar eine Performance von 50,58 Prozent bei einer Volatilität von 6,77 Prozent (Stand: 29. Juli 2016, Quelle: Edisoft). Das Anlageuniversum schließt Finanzwerte und Bonds von Emittenten mit sehr schlechter Bonität aus, bevorzugt werden Titel aus den Bereichen Konsum, Telekom und Gesundheit.

Auf eine Wertentwicklung von 34,92 Prozent in fünf Jahren brachte es der „Fidelity European High Yield Fund“ (ISIN: LU0110060430). Die Volatilität liegt bei 6,44 Prozent (Stand: 29. Juli 2016, Quelle: Edisoft). Das Portfolio ist breit gefächert und beinhaltet Sektoren wie Telekommunikation, Industrie, Banken/Finanzen, Konsumgüter und Energie.

Eine weitere Anlagealternative könnte der „Nordea 1 – European High Yield Bond Fund“ (ISIN: LU0390857802) sein. Im Portfolio dominieren Finanz-Titel mit einem B- bzw. einem BB-Rating. Diese Strategie brachte es in den vergangenen fünf Jahren auf eine Wertentwicklung von 42,14 Prozent und eine Volatilität von 13,71 Prozent (Stand: 29. Juli 2016, Quelle: Edisoft).
29.07.2016,

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