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Mittelstandsanleihen ‚Spreu vom Weizen trennen‘

Mittelstandsanleihen Foto: © / KFM Deutsche Mittelstand AG

Mittelstandsanleihen bieten Aussicht auf attraktive Verzinsungen.Doch worauf kommt es bei der Auswahl an? Wir haben mit Hans-Jürgen Friedrich, Vorstand der KFM Deutsche Mittelstand AG, über diese Anlagemöglichkeit gesprochen.


FondsDISCOUNT.de: Herr Friedrich, Sie sind gemeinsam mit Ihrem Team auf Mittelstandsanleihen spezialisiert. Was zeichnet diesen Markt aus und worin liegen z.B. die Unterschiede zu Aktien?
Hans-Jürgen Friedrich: Unternehmensanleihen des Mittelstands sind den festverzinslichen Wertpapieren zuzuordnen. Anleger erhalten jährlich oder halbjährlich einen festgeschriebenen Zins und am Ende der Laufzeit, zum Beispiel nach fünf Jahren, muss dem Anleger das Geld zurückgezahlt werden. Aktien sind dem Eigenkapital zuzurechnen. Der Anleger hat keinen Anspruch auf Rückzahlung des Kapitals und erhält über die Dividende einen Anteil am erzielten Unternehmensgewinn. Das kann mal mehr Mal weniger sein. Sowohl bei Anleihen als auch bei Aktien kommt es darauf an, sich vor einem Investment über die Bonität des Unternehmens ein konkretes Bild zu machen und anschließend die betriebswirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens zu überwachen.

Zahlreiche Mittelständler haben im Jahr 2011 ihre Anleihen begeben, viele dieser Papiere werden nun fällig. Zahlungsausfälle bzw. Insolvenzen sind in diesem Segment dabei keine Seltenheit. Sind also Anleihen kleiner und mittlerer Unternehmen nicht auch besonders risikobehaftet?
Bei allen Anlagenklassen, ob Aktien, Anleihen, Immobilien oder Edelmetallen bestehen Risiken. Nicht die Größe der Unternehmen, die eine Anlagealternative anbieten ist entscheidend, sondern die Qualität. Es kommt bei allen Anlageklassen darauf an, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Mit dem Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS bieten Sie Privatanlegern Zugang zu einem breitgestreuten Portfolio unterschiedlicher Unternehmen. Wie können Sie sicherstellen, nur in aussichtsreiche Titel zu investieren? Prüfen Sie jedes der in Frage kommenden Unternehmen auf „Herz und Nieren“?
Mit dem KFM-Scoring steht dem Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS exklusiv ein besonderes Auswahl- und Überwachungssystem zur Verfügung. Mit diesem Analysewerkzeug werden die Anleihen ausgewählt, die über ein attraktives Chancen-/Soliditätsprofil verfügen und bei denen Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit in einem ausgewogenen Verhältnis stehen. Mit dem KFM-Scoring werden die Bonität des Unternehmens und die Qualität der Anleihe geprüft und fortlaufend überwacht. Verändert sich die Bonität des Unternehmens oder die Qualität der Anleihe werden über das KFM-Scoring Handlungsempfehlungen signalisiert. Von Ausfällen war der Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS bis heute nicht betroffen.

Wie ist Ihr Portfolio derzeit aufgestellt? Setzen Sie eher auf bekannte Namen oder halten Sie Ausschau nach versteckten Perlen?
Sowohl als auch. Bekannte Unternehmen sind zum Beispiel Hornbach, Bertelsmann, Haniel oder die Grenke Leasing. Aber ein Blick auf eher unbekannte Champions lohnt sich. Unternehmen wie Bastei Lübbe, MetalCorp, PCC oder SNP AG haben ein sehr attraktives Geschäftsmodell und entwickeln sich sehr erfreulich.

Ihr Fonds ist nun seit zwei Jahren am Markt. Wie sind Sie mit der bisherigen Entwicklung zufrieden?
Wir sehen uns als Initiator des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS mit dem strategischen Konzept und dem Auswahlverfahren bestätigt. Die Anleger des Deutschen Mittelstandsanleihen FONDS können in diesem Jahr auf eine gute Entwicklung zurückblicken. Die Performanceentwicklung ist überdurchschnittlich. Das zeigt auch der Chart, in dem die Entwicklung des Deutsche Mittelstandsanleihen FONDS (blaue Linie) mit den Indizes und anderen Unternehmensanleihenfonds gegenübergestellt wird. Diese erfolgreiche Entwicklung als auch das Auswahlverfahren wurden unter anderem beim Großen Preis des Mittelstands in diesem Jahr ausgezeichnet.


Der bevorstehende Jahreswechsel könnte für Anleger Gelegenheit bieten, ihre Geldanlage zu überdenken. Welche Gründe sprechen Ihrer Ansicht nach für eine Investition in Ihren Fonds?
Für alle Anleger, die von den höheren Zinssätzen der Mittelstandsanleihen profitieren wollen. Ein gewissenhafter Auswahlprozess sorgt gleichzeitig für eine hohe Sicherheit der Geldanlage. Für das Geschäftsjahr 2014 haben wir am 24. Februar 2015 je Anteil 2,10 Euro ausgeschüttet. Bezogen auf den Ausgabepreis von 50 Euro je Anteilsschein errechnete sich eine Rendite von 4,2 Prozent p.a. Im laufenden Jahr liegt der ausschüttungsfähige Zwischengewinn zum 30.11.2015 bei 2,06 Euro und damit über Plan. Der Anlageerfolg aus dem Vorjahr wird auf der Grundlage dieser guten Entwicklung ein weiteres Mal wiederholt. Der Fonds ist nach SRRI in die Risikoklasse 3 eingestuft worden. Er eignet sich daher für Anleger, die mit konservativen bis ausgewogenen Anlageklassen bessere Renditen erzielen möchten und schüttet einmal jährlich aus. Darüber hinaus werden alle Investments transparent auf der Homepage des Fonds (dma-fonds.de) dargestellt.

Herr Friedrich, vielen Dank für dieses Gespräch!

Tipp: Weitere Informationen erhalten Sie in diesem Video-Beitrag von Wirtschaft TV. Darin erklärt Hans-Jürgen Friedrich das Investitionskonzept und die Vor- und Nachteile von Mittelstandsfonds.

Bitte beachten Sie, dass das hier eingebundene Video vom Anbieter stammt. Die wallstreet:online capital AG hat die Richtigkeit der Angaben nicht überprüft und macht sich den Inhalt auch nicht zu Eigen. Bereitgestellt von: Wirtschaft TV
04.12.2015,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

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Alle Anlagen an Wertpapierbörsen sind mit Risiken verbunden:

  • Die Wertentwicklung eines Fonds wird maßgeblich von der Wertentwicklung der Anlagewerte bestimmt. Daraus ergibt sich das Risiko von finanziellen Verlusten wenn sich Marktpreise von bestimmten Werten ändern.
  • Das Risiko des Fondsmanagements besteht darin, dass der Fondsmanager Entscheidungen trifft, die eventuell nicht den Zielvorstellungen der Anleger entsprechen, oder die dazu führen, dass sich der Fonds negativ entwickelt.
  • Von den angelegten Beträgen gehen Kosten für die Fondsverwaltung usw. ab. Das kann dazu führen, dass sich Fonds im Vergleich zur direkten Anlage, z.B. in Aktien, nicht proportional entwickeln.
  • Wertentwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge. Wer Ranglisten und Statistiken als Entscheidungsgrundlage für eine bestimmte Fondsanlage nutzen will, sollte auf die Voraussetzungen achten, unter denen derartige Rang- und Bestenlisten erstellt wurden.
  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

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