Früher war es einfach: Wer sein Geld sicher anlegen, aber dennoch nicht gänzlich auf Rendite verzichten wollte, kaufte Staatsanleihen. Wer 2001 eine Zehn-jährige Bundesanleihe gekauft hat, erhielt dafür stattliche 4,94 Prozent pro Jahr. Aktuell bekommen Anleger gerade einmal 0,15 Prozent. Damit kann nicht einmal die Inflation ausgeglichen werden. Um eine attraktive Rendite zu erzielen, müssen Sparer folglich auf alternative Geldanlagen umsatteln. Aktieninvestments sind eine Möglichkeit. Doch auch am Rentenmarkt lässt sich weiterhin Geld verdienen, vorausgesetzt die Strategie stimmt. Eine sinnvolle Möglichkeit können Anleihefonds darstellen. Denn dabei investieren erfahrene Fondsmanager in viele verschiedene Werte, wodurch potenzielle negative Entwicklungen einzelner Anleihen ausgeglichen werden können. Risikodiversifizierung wird dies im Fachjargon genannt. Dabei achten Fondsmanager nicht nur auf Aspekte wie die regionale Streuung oder den Branchenmix, sondern auch auf eine gute Mischung der Laufzeiten und gegebenenfalls Währungen.

Die beliebtesten Anleihefonds der FondsDISCOUNT.de-Kunden

PlatzFondsAnleihefonds-Kategorie
1Aramea Rendite Plus (WKN: A0NEKQ)Euro/ Unternehmen/ Hochzins
2DWS High Income Bond LD (WKN: 849091)Internationale Währungen/ Unternehmen
3Baring High Yield Bond EUR-h (WKN: 157033)Euro/ Unternehmen/ Hochzins
4DWS Hybrid Bond LD (WKN: 849098)Genussscheine
5BNY Mellon Euroland Bond € A (WKN: 348195)Euro/ Euro hedged
Quelle: w:o capital AG, 29.04.2015 Zu weiteren Top-Sellern aus der Kategorie Rentenfonds.

Doch Anleihenfonds ist nicht gleich Anleihenfonds. Wie bei allen Geldanlagen sollten sich Anleger auch hier zunächst überlegen, welche Renditeerwartungen sie haben und welches Risiko sie bereit sind, dafür einzugehen. Fonds, die vorwiegend in Staatsanleihen von soliden Ländern oder bonitätsstarken Unternehmen investieren, sind in der Regel sicherer als Fonds, die auf Unternehmen oder Staaten mit niedriger Bonität setzen. Dafür sind die Renditechancen bei den risikoärmeren Produkten aber auch beträchtlich geringer. Wer bereit ist, mehr zu wagen, kann beispielsweise in Fonds investieren, die auf Hochzinsanleihen, sogenannte High Yield Bonds, setzen. Bei diesen Fonds ist das Ausfallrisiko der einzelnen Werte erhöht, dafür können aber auch beträchtliche Renditen möglich sein. Einen Anhaltspunkt dafür, wie das Ausfallrisiko einzelner Portfoliowerte einzuschätzen ist, bieten die von Ratingagenturen vergebenen Bonitätsnoten. Bei Hochzinsanleihen liegen diese unterhalb von „BBB“.

Auch für Anleger, die nicht einseitig auf Sicherheit oder Rendite setzen wollen, können sich Fondslösungen anbieten. Denn viele Fondsmanager zielen auf einen Mix aus bonitätsstarken und chancenreichen Werten ab. Während die Anleihen mit guter bis sehr guter Bonität („AAA“ bis „BBB“) für Stabilität im Portfolio sorgen sollen, sollen mit den risikoreicheren Anleihen attraktive, laufende Erträge erwirtschaftet werden.

Sie wollen mehr über die unterschiedlichen Anleihensegmente und wesentliche Auswahlkriterien erfahren? Im Gespräch mit „Mein Geld TV“ erläutern Experten diese und andere Fragen:

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