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Containermangel Zu viel Ladung für zu wenig Container

Container Foto: © GBlakeley / istockphoto.com

Während der Hochsaison in der Containerschifffahrt in den Monaten Mai bis September 2010 zeichnete sich ein dramatischer Engpass bei den Containerproduzenten ab. Der Monat Juli bestätigte diesen Trend.


Die Containerhersteller sind mindestens bis Ende September voll ausgelastet und Neubauaufträge werden weiterhin ungebrochen gebucht bei gleichbleibend hohen Herstellungskosten. Einziger Lichtblick am Horizont ist, dass bei derzeitigem Allzeithoch der Herstellungskosten der Aufwärtstrend in der Preisgestaltung unterbrochen wurde. Dies wird als Folge der gegenwärtigen Normalisierung in der Containerfahrt auf den Fernost-Routen gewertet, wonach Schiffe nicht mehr auf Wochen hinaus ausgebucht sind. Lediglich der USA-Verkehr leidet noch unter erheblichem Kapazitätsmangel. Das bedeutet unterm Strich: Boxen sind weiterhin Mangelware.

Auch im Bereich des Zweitmarktes gibt es extreme Engpässe. Gebrauchte Container, gleich welchen Alters, verbleiben bei den Reedereien im Dienst. Schlecht für den Zweitmarkt, da die Nachfrage nach diesem Equipment um ein Vielfaches höher ist, als derzeit an freien Boxen verfügbar. Folglich sind die Preise für gebrauchte Container nahezu explodiert und erreichen teilweise schon ein Niveau, zu dem im Krisenjahr 2009 Neucontainer erworben wurden. Führende Logistikunternehmen gehen schon davon aus, dass im laufenden Jahr mit einer Fehlmenge von mindestens ca. 2 Millionen TEU (Twenty Foot Equivalent Unit = 1 x 20-Fuß Container) zu rechnen ist. Noch Ende Juni gingen die Experten von einer Fehlmenge von ca. 1 Million TEU aus.

Weiterhin erfreulich sind positive Meldungen der Schifffahrt. Die Belebung in der Beschäftigung aufgelegter Containerschiffe hält an. Derzeit liegen weltweit nur noch ca. 150 Containerschiffe auf, wovon 25 Schiffe deutschen Fondsbetreibern zuzuordnen sind.
13.08.2010,

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