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Leitzins sinkt auf 0,25 % Bank of England überrascht und weitet QE-Programm aus

Leitzins sinkt auf 0,25 % Foto: © / BoEDer Entschluss steht fest: Zentralbank-Chef Mark Carney weitet die Geldpolitik aus.

Mark Carney überrascht am Donnerstag mit einer Ausweitung des QE-Programms um 60 Milliarden Pfund. Der BoE-Chef darf nun auch Unternehmens-Anleihen kaufen. Die Zentralbank senkt außerdem den Leitzins wie erwartet auf ein Rekord-Tief von 0,25 Prozent.


Das hören die Finanzmärkte gern: Die britische Zentralbank weitet ihr Anleihenkaufprogramm – auch Quantitative Easing (QE) genannt – deutlich aus. Anstatt wie bislang 375 Milliarden Pfund will die Bank of England nun 435 Milliarden Pfund in die Märkte pumpen. Das hatten die Finanzmarkt-Analysten nicht erwartet. Außerdem will BoE-Chef Mark Carney nun auch Corporate-Bonds von Unternehmen ankaufen, die einen materiellen Beitrag zur britischen Wirtschaft leisten“, heißt es in einem offiziellen Statement der Bank.

Der Leitzins wird wie erwartet halbiert: Anstatt 0,5 Prozent gibt es jetzt nur noch 0,25 Prozent Zinsen. Die Entscheidung dazu fiel mit 9-0 Stimmen einstimmig aus. Mit dem Schritt will die Zentralbank die Wirtschaft in Großbritannien stützen. Mit einem neuen Kreditprogramm von bis zu 100 Milliarden Pfund will sie vor allem den heimischen Kreditinstituten unter die Arme greifen. Die Banken dürfen sich neues Geld leihen zu einem historisch tiefen Zinssatz von fast 0,25 Prozent.

Die Märkte reagieren prompt: Der britische Leitindex FTSE 100 schoss um ein Prozent in die Höhe. Auch deutsche Anleger können sich freuen. Der DAX klettert ebenfalls um ein Prozent auf einen Stand von 10.271 Punkten.

BoE noch nicht am Ende
Die mittelfristigen Auswirkungen des Brexit kann die BoE damit nicht abfedern. In ihrer Wirtschaftsprognose rechnet sie mit einem BIP von nur 0,8 Prozent in 2017. Im laufenden Jahr sollen es immerhin noch zwei Prozent werden. „Der mittel- bis langfristige Ausblick für Wachstum hat sich [infolge des Brexit] deutlich abgeschwächt“, schreibt die Bank in ihrem Bericht vom Donnerstag. Die Arbeitslosenquote werde vermutlich steigen: 250.000 Menschen werden voraussichtlich infolge des Brexit ihren Job verlieren, stellt Mark Carney in Aussicht. Eine von vielen Beobachtern befürchtete Rezession will die BoE mit dem neuen Paket für die Märkte aber abwenden.

Die schwache britische Währung werde die Kosten für importierte Güter in die Höhe treiben und damit auch die Inflation von derzeit 0,8 auf 1,9 Prozent im Jahr 2017 anheizen. Im Jahr 2018 prognostiziert die BoE sogar eine Inflation von 2,4 Prozent. Infolge der Verkündung der Zentralbank sackte das britische Pfund erneut ab:


Die Zentralbank ist anscheinend noch nicht am Ende ihrer Mittel angekommen. Carney versichert während der Pressekonferenz, dass die BoE die Zinsen noch weiter absenken und das QE-Programm bei Bedarf noch weiter ausweiten könne. „Alle Maßnahmen in diesem Paket können noch erhöht werden“, so der Zentralbank-Chef.
04.08.2016,

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