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Hedgefonds-Studie Bauchgefühl entscheidet über Erfolg der Fondsmanager

Hedgefonds-Studie Foto: © lassedesignen / fotoliaEs kommt nicht nur daran, dass Gehirn anzuzapfen.

Je sensibler der Fondsmanager, desto wahrscheinlicher der Erfolg. Oft entscheidet auch das Bauchgefühl über den Erfolg eines Traders. Eine aktuelle Studie zeigt, warum es nicht nur auf Computer-Algorithmen ankommt.


Asset Management ist reine Kopfsache? Falsch! Die besten Fondsmanager verlassen sich auch auf ihr Bauchgefühl und schlagen dadurch den Markt, so die Ergebnisse einer neuen Studie der Cambridge University, in der das Gefühl für den eigenen Körper – auch Interozeption genannt – bei 18 Hedgefonds-Managern untersucht wurde.

Das Ergebnis: Die Hedgefonds-Trader, welche über das sensibelste Körpergefühl verfügten, verdienten am meisten Geld und überlebten wesentlich länger während hektischer Marktphasen, berichtet das Fachmagazin Nature – Scientific Reports. Sie wählen aus einer Reihe von möglichen Trades stets den, der sich „richtig anfühlt“. Die Auswahl erfolgt anhand unbewusster physiologischer Trading-Signale, so die Forscher.

Besonders spannend ist die Methode, mit der die Wissenschaftler das Körpergefühl der sonst so rational handelnden Fondsmanager gemessen haben. Die Fondsmanager sollten im Ruhezustand und ohne jegliche Hilfsmittel ihren eigenen Herzschlag über unterschiedliche Zeitperioden zählen – und zwar ohne ihren eigenen Puls oder ein anderes Körperteil zu fühlen.

Die Fondsmanager mit den besten Ergebnissen waren auch in ihrem Job erfolgreicher als andere. Sie besaßen die größte Erfahrung und machten am meisten Profit in ihrem Job. Die Forscher schließen daraus, dass die Kombination von Körper und Verstand die Trader dazu befähigt, die Leistung von Computeralgorithmen zu übertreffen.

Auch die Gegenthese scheint zuzutreffen: Ohne ein verlässliches Bauchgefühl könnten Hedgefonds-Manager in der täglichen Hektik des Speed-Trading wohl nicht bestehen. Alle der 18 untersuchten Personen waren männlich und besonders aktiv im Hochfrequenz-Handel, dem schnellen Kauf und Verkauf von Futures für eine anonyme Londoner Fondsgesellschaft in einer besonders volatilen Marktphase während der Eurokrise.

Solche Daytrader halten ihre Positionen nur wenige Stunden, manchmal sogar nur für wenige Sekunden. Dieser Job ist nichts für schwache Nerven. Große Mengen an Informationen müssen so schnell wie möglich aufgenommen und Muster rasch erkannt werden. Entscheidungen fallen in Sekundenschnelle.

So schnitten die Trader während bei Untersuchung ihres eigenen Herzschlages auch wesentlich besser ab als eine Vergleichsgruppe von Studenten der Sussex University in Brighton, England. Ihre Genauigkeit bei der Schätzung ihres Herzschlages lag bei 78,2 Prozent. Die der Studenten lag bei lediglich 66,9 Prozent.

Ergebnisse untergraben Finanzmarkt-Theorie
Die Studie untergräbt die weitgehend etablierte Theorie, die Finanzmärkte seien effizient, da alle Informationen bereits in den Märkten eingepreist sei und kein Marktteilnehmer daher die Märkte über einen langen Zeitraum schlagen könne. Einige Ökonomen, wie Thomas Mayer, rufen offiziell dazu auf, eine neue Finanztheorie zu entwickeln. Investoren sichern sich mit marktneutralen Strategien gegen diese angeblich effizienten Märkte ab (siehe Chart, grüner Graph).

„Ein großer Teil der Erfolg eines Traders scheint direkt mit seiner Physiologie verknüpft zu sein“, sagt Mark Gurnell, Co-Autor der Studie in einem Bericht der Financial Times. Finanzmärkte sind also nicht nur von Computeralgorithmen abhängig. Körper und Geist seien eine Einheit, die Signale sammeln, die das Bewusstsein gar nicht wahrnehmen könne, so Gurnell. Diese Art sechster Sinn beweist, dass Menschen durchaus mit Maschinen mithalten können.
20.09.2016,

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