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Börsengehandelte Exchange Traded Instruments vor dem Aus Börse beendet Preisfeststellung und Handel für ETIs

Börsengehandelte Exchange Traded Instruments vor dem Aus Foto: © / phongphan5922 / Fotolia

Die Börse Frankfurt hat den Handel von ETIs – sogenannten Exchange Traded Instruments – überraschend ausgesetzt. Der außerbörsliche Handel ist vorerst weiterhin möglich. Langfristig stehen ETIs jedoch vor dem Aus, heißt es aus Frankfurt.


Wie die Börse Frankfurt bekannt gibt wird die Preisfeststellung von ETIs, also Exchange Traded Instruments, mit sofortiger Wirkung eingestellt und der Handel für diese Instrumente beendet. Der letzte Handelstag wird mit dem 21. August 2017 angegeben. Auf Nachfrage von FondsDISCOUNT.de bei der Börse Frankfurt heißt es, dass es nach diesem Datum keine ETIs mehr geben werde. Eine Begründung für die Entscheidung gibt die Börse Frankfurt nicht an.

Bei ETIs handelt es sich um Wertpapiere, die Anlegern eine Teilhabe an der Wertentwicklung eines zugrundeliegenden Basiswertes ermöglichen. „Anders als ETF – Exchange Traded Funds – sind ETI in der Wahl des Basiswertes allerdings frei, sodass insbesondere Alternative Investments in Form eines ETI umgesetzt werden, welche im ETF nicht möglich sind“, heißt es dazu in der Definition auf ETISecurities.com.

Achtung: Die Frankfurter Börse hat den Handel des HAACK-Performance (Asset Backed) ETI eingestellt
Auch der außerbörsliche Handel ist inzwischen nicht mehr möglich. Wir informieren Sie gerne, sobald wieder Handelsmöglichkeiten bestehen. Lassen Sie uns einfach eine kurze Nachricht zukommen, telefonisch unter der Rufnummer 030 2757764-00 oder per E-mail oder schreiben Sie uns eine Nachricht über unser Kontaktformular.

Welche Instrumente betroffen sind, können Anleger auf der Internetseite www.Xetra.com im Newsroom auf dem Xetra Newsboard nachlesen (PDF 1, PDF 2).

Update,19:53 Uhr: Alle 52 Emisssionen der ETI Securities plc betroffen
Zum Thema erreicht uns eine Adhoc-Meldung von Claus Vogt, Chefredakteur des Börsenbriefes "Krisensicher Investieren", zum Schicksal des German Real Estate ETI von Sachwert Capital, die wir veröffentlichen:

„Die Börse Frankfurt (nicht die BaFin!) hat heute den börslichen Handel aller 52 Emissionen der ETI Securities plc eingestellt mit der üblichen, aber nichtssagenden Begründung, dass ein ordnungsgemäßer Handel nicht mehr gewährleistet werden könne. Von dieser Entscheidung ist auch das German Real Estate ETI betroffen.

Ob der Emittent oder die Wertpapierhandelsbank gegen Vorgaben der Börse verstoßen hat, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Mir liegen lediglich Informationen vor, dass bei etwa 5 Emissionen des Emittenten kein ordnungsgemäßer Handel mehr gewährleistet schien, darunter nicht der German Real Estate ETI. Deshalb ist die Entscheidung der Börse, alle Zertifikate des Emittenten quasi in Sippenhaft zu nehmen, sehr hart und nicht ganz nachvollziehbar. Wie auch immer dem sei, Tatsache ist, dass die Börse so entschieden hat.

Ein außerbörslicher Handel des German Real Estate ETI ist prinzipiell möglich und soll heute auch stattgefunden haben. Darüber hinaus liegen mir Informationen vor, dass die Emissionsgesellschaft bereits an einer Listung an einer anderen Börse arbeitet, damit möglichst bald wieder ein börslicher Handel stattfinden kann.

Diese Entwicklung ist zwar ärgerlich, Handlungsbedarf sehe ich jedoch nicht, weil das Anlagekonzept stimmt und die Aussetzung des Handels damit auch nichts zu tun hat. „Die Investmentprozesse sind vom ausgesetzten Börsenhandel nicht betroffen“, sagt Matthias Schmidt, Geschäftsführer von Sachwert Capital. „Die Anlegergelder sind investiert - und werden auch weiterhin Erträge gemäß der angestrebten Zielrendite generiert. Uns sind keine Umstände bekannt, die sich negativ auf den fairen Wert auswirken könnten“, so Schmidt auf Nachfrage von FondsDISCOUNT.de.
Mehr dazu hier.

Das Delisting kam auch für den Initiator des German Real Estate ETI bzw. das Management sehr überraschend, so Vogt. Das Konzept des German Real Estate ETI funktioniert auch weiterhin, und es werden gerade neue Investitionen in deutsche Wohnimmobilien getätigt.

Es handelt sich bei diesem Produkt um ein Sondervermögen, welches den Anteileignern gehört, und die Gelder sind in marktgängigen Wohnimmobilien und nicht in Gewerbe- oder Großobjekten investiert. Deshalb empfehle ich Ihnen, das German Real Estate ETI über diese außergewöhnliche Situation hinaus zu halten und die erneute Listung an einem anderen Börsenplatz abzuwarten.

Ich sehe in diesem Produkt weiterhin eine langfristig orientierte Anlage, die von der Entwicklung an den Finanzmärkten unabhängig ist und auch von einer Immobilienbaisse in Deutschland, die ich für sehr wahrscheinlich halte, kaum betroffen sein dürfte. Das Delisting des ETI ändert nichts an dieser Einschätzung.“
11.07.2017,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.


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