Service-Telefon täglich von 8 bis 22 Uhr:   030 2757764-00

Suche: WKN/ISIN, Beteiligungen, Gesellschaften

LSE und Dt. Börse Börsenfusion könnte noch an New York scheitern

LSE und Dt. Börse Foto: © / Rawpixel.com / fotoliaNew York, London und Deutschland kämpfen um den Börsenplatz der Zukunft.

Die New Yorker Stock Exchange könnte die geplante Börsenfusion zwischen London und Frankfurt noch zunichtemachen. Sollten die US-Amerikaner ihrerseits ein Übernahmeangebot abgeben, könnte ein internationaler Bieterwettkampf um die LSE ausbrechen.


Schon zu Zeiten der Jahrtausendwende haben die London Stock Exchange und die Deutsche Börse Fusionsgespräche geführt – damals noch erfolglos. Auch im Jahr 2004 lehnte die LSE ein Übernahmeangebot in Höhe von 1,35 Milliarden Pfund aus Deutschlangd ab. Mehr als eine Dekade später wird es konkret: Am Mittwoch gaben beide Börsen bekannt, einen Fusionsplan ausgearbeitet zu haben, nachdem am Standort London einer der weltgrößten Handelsplätze im Wert von 28 Milliarden Euro entstehen soll.

Sollte die Fusion wie geplant über die Bühne gehen, werden an der neuen Börse Assets im Wert von insgesamt 5,2 Billionen Euro gehandelt. Beide Börsen versprechen sich Einsparungen von mehr als 450 Millionen Euro. 3.200 Unternehmen wären dann an einem einzigen Handelsplatz gelistet. Die Fusion soll es zahlreichen Unternehmen einfacher machen, sich außerhalb des Bankensektors mit Finanzmitteln zu versorgen. Zudem wären die Vorgaben für die Hinterlegung von Eigenkapital für den Derivatehandel einfacher zu erfüllen.

Doch der Deal könnte noch an den Interessen der US-Amerikaner scheitern. Die Intercontinental Exchange (ICE) – Inhaber der New Yorker Stock Exchange (NYSE) – könnte das deutsche Börsenparkett mit einem Überangebot an die London Stock Exchange noch ausstechen. Die ICE will verhindern, dass mit der Fusion von LSE und Deutscher Börse ein großes Gegengewicht zu den Handelsplätzen in New York und Hong Kong entsteht. Auch ein Einstieg der Chinesen in den Fusions-Poker mit London ist noch denkbar.

Grund ist die hohe Attraktivität des britischen Standortes. Die Amerikaner spekulierten darauf, dass die Briten im Falle eines Brexits ihren „Finanzmarkt wieder deregulieren“, sagt Robert Halver von der Baader-Bank. Er erwartet eine Gegenofferte der ICE: „Da möchte man natürlich dabei sein.“ Der Finanzmarkt-Experte von der Baader-Bank gibt die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Deals zwischen London und Frankfurt daher nur mit 75 Prozent an.

Bitte beachten Sie, dass das hier eingebundene Video vom Anbieter stammt. Die wallstreet:online capital AG hat die Richtigkeit der Angaben nicht überprüft und macht sich den Inhalt auch nicht zu Eigen. Bereitgestellt von: Wirtschaft TV
16.03.2016,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.


Ähnliche Artikel finden

» » » LSE und Dt. Börse - Börsenfusion könnte noch an New York scheitern

Suchbegriffe, die Leser mit diesem Thema verbinden


Mehr aus dem Bereich Märkte & Strategien

Bundestagswahl Bundestagswahl - Die Märkte sind entspannt Wahlen liefern eigentlich wichtige Impulse für die Märkte. Nicht so die Bundestagswahl, Experten bezeichnen sie geradezu als „Non-Event“. Grund für die allgemeine Entspanntheit ist mehr...

Luvebelle in Berlin Luvebelle in Berlin - Erstes Crowdinvesting-Projekt offenbar insolvent Zum ersten Mal überhaupt melden zwei Projektentwicklungsgesellschaften Insolvenz an, die zuvor mittels Crowdinvesting Geld eingesammelt haben. Wie es für die Anleger weitergeht, ist mehr...

Researchkosten nach MiFID II Researchkosten nach MiFID II - Droht eine neue Fondsgebühr? Mit der europäischen Wertpapierrichtlinie MiFID II dürfen Fondsgesellschaften ab 2018 ihr Research nicht mehr kostenlos zur Verfügung stellen. Inzwischen haben sich einige Häuser mehr...

Unser Newsletter

... informiert Sie über aktuelle Kapitalanlagen & Marktentwicklungen

Anzeige

Kontakt

Service-Telefon
täglich von 8 bis 22 Uhr

030 2757764-00

Wir rufen Sie gern zurück! Nutzen Sie unseren kostenlosen Rückrufservice.

E-Mail: info@fondsdiscount.de
social media