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Einrichtungshaus vor dem Aus Butlers-Pleite sorgt für Ärger unter Anlegern

Ein Business-Mann zeigt seine leeren Hosentaschen als Zeichen für die Insolvenz Foto: © / Jamrooferpix / FotoliaDie Butler-Pleite trifft die Genussrechtsinhaber überraschend.

Die deutsche Einrichtungskette Butlers ist pleite. Rund 1000 Mitarbeiter müssen um ihre Jobs bangen. Doch auch zahlreichen Genussrechtsinhabern droht der Totalausfall.


Die Geschäftsführung des deutschen Einrichtungshaus Butlers hat beim Amtsgericht Köln Insolvenzantrag gestellt. Die Gehälter der rund 1000 Mitarbeiter sind nur noch bis einschließlich März gesichert, der Insolvenzverwalter verkündet den vorläufigen Weiterbetrieb der Kette: „Wir wollen die Chance nutzen, mit den Instrumenten der Insolvenzordnung das Handelsgeschäft so reibungslos wie möglich fortzuführen und uns markt- und wettbewerbsfähig neu zu positionieren“ Alle rund 100 Filialen in Deutschland, Österreich, Schweiz und Großbritannien und der Online-Shop blieben normal geöffnet, zitiert das Manager Magazin die Verantwortlichen.

Völlig unklar ist die Lage für zahlreichen Anleger: Das Unternehmen hatte im Jahr 2013 damit begonnen, im Online-Shop und den Filialen Genussrechte für 4 Prozent Zinsen anzubieten. Ein Wertpapierdepot musste dafür nicht eröffnet werden, eine Investition war bereits ab 100 Euro möglich. Insgesamt wollte der Mittelständler damit 10 Millionen Euro Fremdkapital aufnehmen.

Butlers-Gründer Wilhelm Josten damals: „Für unsere Kunden soll Geldanlage so einfach werden wie einen Schrank in unserem Onlineshop zu bestellen“. Zinsen sollten auch dann ausgezahlt werden, wenn das Unternehmen Verluste schreibt. Die Creditreform bewertete Butlers damals mit einer guten Note BBB und einer Ausfallswahrscheinlichkeit von 0,3 Prozent.

Doch mit der Pleite müssen die Anleger nun um ihre Einlagen fürchten. Denn üblicherweise, wenn Kleinanleger in Handelsunternehmen investierten, geschieht das über Anleihen. Der große Unterschied: Bei Genussrechten handelt es sich um ein nachrangiges Fremdkapital, im Falle einer Pleite werden zuerst alle anderen Gläubiger bedient, bevor Genussrechtsinhaber abgegolten werden. Für dieses hohe Risiko – den Totalausfall – stand die vergleichsweise geringe Verzinsung von 4 Prozent durch Butlers bereits seit Beginn der Genussrechts-Ausgabe in zahlreichen Anleger-Foren in der Kritik.

Rendite im Fokus
Ein kurzer Blick über gängige Anlagemöglichkeiten zeigt, wie diese geringe Verzinsung in Relation zu setzen ist. So haben etwa gleich die drei beliebtesten Fonds der FondsDISCOUNT.de-Kunden eine deutlich höhere Performance auf Jahressicht geschafft.

Seit Jahren gehört etwa der flexible Mischfonds FvS „Multiple Opportunities“ (ISIN: LU0323578657) zu den Top-Sellern. Fondsmanager Bert Flossbach gilt als Fan von Edelmetallen, das erklärt, dass seit der Auflage des Fonds im Jahr 2007 Gold ein stabiles Standbein ist. Das Fundament des „Multiple Opportunities“ bilden allerdings Aktien, die aktuell fast 65 Prozent des Portfolios ausmachen.

Als einziger reiner Aktienfonds ist auch der DWS Top Dividende (ISIN: DE0009848119) ein Dauergast unter den Kundenlieblingen. Das Management investiert weltweit in Aktien, vorrangig hochkapitalisierte Werte, die eine höhere Dividendenrendite als der Marktdurchschnitt erwarten lassen. Seit Auflegung liegt die Dividendenrendite des Fondsportfolios bei durchschnittlich 4,0 bis 4,5 Prozent.

Ebenfalls ein ständiger Gast in unseren Kunden-Bestsellerlisten ist der Klassiker Carmignac Patrimoine (ISIN: FR0010135103) – einer der bekanntesten und größten Mischfonds. Der Fonds ist zu höchstens 50 Prozent seines Vermögens in internationalen Aktien engagiert. Der Fonds hat derzeit sowohl bei Aktien- als auch Bonds einen deutlichen US-Schwerpunkt.


31.01.2017,

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