Nach einem Börsencrash in China zum Jahresauftakt musste der Wertpapierhandel vorzeitig ausgesetzt werden. Der chinesische Leitindex CSI300 verlor sieben Prozent in nur wenigen Stunden des noch jungen Handelsjahres. Eine Sicherheitssperre verhinderte Schlimmeres: Der Handel wurde an allen chinesischen Börsenplätzen mindestens zwei Stunden vor dem regulären Ende des Börsentages eingestellt.

Als Grund für den neuen Crash in China gelten schwache Produktionsdaten der chinesischen Industrie, die den zehnten Monat infolge schrumpfte, wie das Markit-Institut bekannt gab. Auch andere asiatische Handelsplätze verloren an Boden. Beim japanischen Index Nikkei waren es mehr als drei Prozent.

Die Turbulenzen in Asien wirken sich auch schlecht auf den Handelsstart des deutschen Leitindex Dax aus. Er verlor am Montag bis zum Mittag 460 Punkte und fiel auf einen Stand von 10.280 Punkten - ein sattes Minus von 4,3 Prozent und der schlechteste Börsenstart seit 28 Jahren (siehe Video am Ende des Artikels).

Die wirtschaftliche Entwicklung in China gilt als eines der größten Risiken für die Weltkonjunktur und die Finanzmärkte in 2016. Nach einem turbulenten Börsenjahr 2015 wurde eine automatische Handelssperre im Falle großer Kursverluste vereinbart, die am ersten Tag ihres Bestehens bereits zum Einsatz kommen musste.

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