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Fundamental Capital Die Märkte blicken in Richtung USA

Fundamental Capital über die Zinswende in den USA Foto: © / Nuthawut / FotoliaDie Zinswende in den USA wird von Experten aufmerksam verfolgt.

Während die Zinspolitik in Europa unverändert bleibt, hob die US-Notenbank die Zinsen im Juni erneut an. In ihrem Monatsbericht beleuchten die Kapitalmarktexperten von Fundamental Capital die Entwicklungen.


Auch wenn Donald Trump die Geldpolitik der Fed kritisiert – seiner Ansicht nach gefährden die seit seinem Amtsantritt 2017 vorgenommenen fünf Zinsanhebungen das bisher wirtschaftlich Erreichte: Die Zinswende in den USA ist in vollem Gange. Ende Juni hob die US-Notenbank ihr Leitzinsziel erneut auf ein Level von mittlerweile zwei Prozent an. Experten erwarten in diesem Jahr noch mindestens zwei weitere Erhöhungen in jeweils 0,25-Prozent-Schritten. „Damit treten die Amerikaner im weltweiten Vergleich weiterhin am stärksten auf das Gaspedal im Versuch aus der Nullzinspolitik zu entkommen“, heißt es im aktuellen Monatsbericht von Fundamental Capital. Die Gesellschaft hat sich auf die digitale Vermögensverwaltung in Form eines rein aktienbasierten Robo-Advisors spezialisiert und behält die Marktentwicklungen daher genau im Blick.

Hat die FED aus ihren Fehlern gelernt?

Einige Investoren und Journalisten hätten sich über die die Zinsanhebungen besorgt geäußert, da aufgrund der steigenden kurzfristigen Zinsen die Zinsstrukturkurve abflache und im schlimmsten Fall aufgrund des Drucks durch den zusätzlichen Anleihen-Verkauf kurzfristige Anlagen mehr Zinsen bringen, als langfristige Anlagen („inverse Zinsstruktur“). Historisch gesehen wäre dies tatsächlich ein äußerst bedenklicher Zustand, da flache oder invertierte Zinskurven fast immer einen wirtschaftlichen Abschwung oder eine Rezession innerhalb von ein bis zwei Jahren vorausgesagt haben, so die Analysten von Fundamental Capital, die zugleich einschränken: Nicht alle Inversionen seien gleich und somit müsse es nicht zwangsläufig zur Rezession kommen. Bevor Investoren jetzt also voreilig aussteigen, sollte eine Gesamtschau der Einflussfaktoren vorgenommen werden.

„Ein Präzedenzfall, der unserer aktuellen Lage sehr nah kommt, lässt sich jedoch vor nicht allzu langer Zeit finden. Zu Beginn der 2000er Jahre schien sich die FED bewusst zu sein, dass aufgrund der hohen Liquiditätsnachfrage (aufgrund der damaligen Krise und den angefangenen Kriegen) die Zinsen gesenkt werden müssen. Als nach der Erholung die Zinserhöhungen begannen, hat die FED nur langsam auf die neuen Umstände reagiert“, schreiben die Experten. „So hat sie 2006 in einer Phase von steigender Liquiditätsnachfrage – der Zins invertierte in 2006 – eine straffe Geldpolitik umgesetzt. Die unzureichende Liquidität führte zu einer Verlangsamung des Wachstums der Gesamtausgaben, gerade in der Hochphase der Immobilienpreise, was den Druck auf das Finanzsystem verstärkte. Als dann 2007 die Aktienpreise fielen, kam es zum Abschwung.“

Heute, so die Einschätzung bei Fundamental Capital, befänden wir uns einer ganz ähnlichen Situation wieder. Mit der Ausnahme, dass die Wachstumsraten in dieser Dekade deutlich geringer ausfallen und somit der Spielraum für Fehler deutlich geringer sei. Würde das Wachstum nun anfangen zu bröckeln, seien die Zinsanhebungen tatsächlich ungerechtfertigt bzw. könnten bei Invertierung der Zinskurve eine echte Gefahr darstellen.

Auch Schwellenländer betroffen

Auch die aufstrebenden Volkswirtschaften sind bereits in den „Sog“ der US-Zinswende geraten. Den aktuell „bieten“ die USA einfach am meisten und ziehen somit die internationalen Kapitalströme (stärker als zuvor) an sich.

Verstärkt werde dieser Effekt durch Trumps Steuerprogramm, führen die Autoren aus. Denn die Erleichterungen für Bürger und Unternehmen würden durch vermehrte Staatsanleihen der USA finanziert, welche natürlich auf Dollar laufen.

Somit würden einerseits Dollar-Noten entzogen, und zugleich in Richtung USA gelenkt – mit der Folge, dass die weltweite Dollar-Liquidität schwindet und Lücken bei der Finanzierung entstehen. Besonders betroffen seien die Türkei und Argentinien. Hier kämen ein hohes Staatsdefizit, hohe Dollarschulden, geringe Reserven und eine geringe Bereitschaft, die landesweite Inflation zu kontrollieren, zusammen.

Somit, so das Fazit bei Fundamental Capital, zeigten alle Pfeile momentan in Richtung USA.

Tipp: Anleger, die breit gestreut auf amerikanische und europäische Aktien setzen wollen, erhalten mit dem Robo-Advisor von Fundamental Capital Zugang zu besonders aussichtsreichen Unternehmen. Der zugrunde liegende Algorithmus arbeitet ähnlich wie Warren Buffet nach Value-Kriterien. In Kombination mit Charttechnik und dem Newsflow sollen frühzeitige Trends erkannt werden, um somit optimale Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten zu identifizieren. Die Mindestanlagesumme beträgt 50.000 Euro.

Weitere Informationen zu Fundamental Capital anfordern

25.07.2018,

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