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Männer über Bord Die Schiffe der Zukunft fahren ohne Kapitän

Männer über Bord Foto: © / byheaven / FotoliaDie Digitalisierung wird künftig den Kapitän ersetzten.

Unbemannte Schiffe unter der Flagge von Amazon – das ist nach Einschätzung der größten deutschen Reeder keine Utopie mehr. Die Schifffahrt nimmt Kurs auf die Digitalisierung und stellt sich auf einen umfassenden Umbruch der Branche ein.


Die Digitalisierung wird die deutschen Reeder in den kommenden Jahren massiv beschäftigen. Das ergab eine Branchenbefragung der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter den deutschen Reedern. Ganze 87 Prozent der Befragten rechnen mit einer starken Zunahme der Digitalisierung im Schiffsverkehr. Jeder Vierte erwartet einen so weiten Fortschritt, dass schon sehr bald Schiffe ohne Kapitän, Steuermann und Besatzung auf den Weltmeeren unterwegs sein sollen. Die Ozean-Riesen sollen künftig von Land aus gesteuert werden. Hier hat ein bedeutender Wandel in der Wahrnehmung der Reeder stattgefunden, denn vor zwei Jahren hielten 96 Prozent der Reeder autonome Schiffe noch für eine Utopie.

Die Reeder erwarten sich durch die Digitalisierung radikale Umbrüche im Leistungsspektrum: 51 Prozent der von PwC befragten Führungskraft aus der maritimen Wirtschaft vermuten, dass sie – um wettbewerbsfähig bleiben zu können – mehr Aufgaben in den Transportketten übernehmen müssen. Zwei Drittel vermuten, dass Reeder künftig die gesamte Lieferkette von „Haus zu Haus“ werden abdecken müssen. „Die deutschen Reedereien haben sich in den letzten Jahren stark auf die Rolle des maritimen Transportdienstleisters beschränkt“, sagt Claus Brandt, Partner und Leiter des Kompetenzzentrums Maritime Wirtschaft bei PwC. „Die fortschreitende Digitalisierung zwingt die deutschen Reedereien nun dazu, ihr Dienstleistungsportfolio zu vertiefen und die Logistikkette umfassender abzudecken – nicht nur auf See, sondern auch an Land.“ Eine weitere Entwicklung der Digitalisierung: Die lückenlose Echtzeit-Verfolgung von Sendungen soll ebenfalls zeitnah zur Norm gehören. Zudem könnten die Schiffe digital vom Land aus gewartet werden.

Neue Konkurrenten
Auf die Branche warten zudem völlig neue Konkurrenten: Sechs von zehn Reedern erwarten, dass Technologieunternehmen wie Google beim digitalen Umbau der Branche mitmischen werden. Doch nur zehn Prozent denken, dass die Internetkonzerne direkt in eigene Schiffe investieren. PwC warnt vor einer Fehleinschätzung: „Dass in einigen Jahren Schiffe auch unter der Flagge von Amazon fahren, ist keinesfalls ausgeschlossen“, so Claus Brandt. „Digitale Akteure drängen schon längst in die Logistik, zu Lande und in der Luft. Die deutschen Reedereien sind deshalb gut beraten, sich auf neue Konkurrenten aus dem Technologiesektor einzustellen.“

Etwas skeptisch bewerten die Reeder die Wachstumserwartungen: Etwa 35 Prozent erwarten in den kommenden zwölf Monaten steigende Erlöse. Zum Vergleich: Vor einem Jahr waren es noch 55 Prozent, die optimistisch gestimmt waren. Das hat auch Auswirkungen auf die auf die Investitionspläne. 70 Prozent wollen zwar dieses Jahr neue oder gebrauchte Schiffe kaufen, hier hat sich im Vergleich zum Vorjahr wenig geändert. Allerdings will auch knapp jeder Sechste in den kommenden zwölf Monaten Schiffe verkaufen, im Jahr 2015 lag die Zahl noch bei 45 Prozent.

Flotten werden modernisiert
Eine weitere Herausforderung wartet auf die Reeder bei der Modernisierung ihrer Flotten: 90 Prozent der befragten Reeder rechnen mit steigenden Anforderungen der Umweltverträglichkeit ihrer Schiffsantriebe. Zwei Drittel rüsten ihre Flotten bereits nach. Die Umstellung von Öl auf Flüssiggas (LNG) spaltet die Branche aber noch: Ein Drittel vermutet, dass in spätestens fünf Jahren mehr Schiffe mit Flüssiggas statt mit Schweröl angetrieben werden. Zwei Drittel vermuten, dass LNG nur eine sehr geringe Rolle spielen wird. Denn die Weitergabe der Umrüstungskosten der Flotte an die Kunden halten 71 Prozent der Reeder für ausgeschlossen.

Um die Herausforderungen zu meistern, setzen die Reeder immer stärker auf Direktinvestitionen anstatt auf Bankkredite. 86 Prozent der Reeder vermuten, dass die deutsche Schifffahrt mittelfristig in größerem Umfang von ausländischen Kapitalgebern finanziert wird. Dazu gehören auch Fonds, Versicherungen oder Versorgungswerke, die künftig häufiger investieren sollen: Innerhalb eines Jahres ist der Anteil der Reeder, der für Investoren attraktiver werden will, von 62 auf 72 Prozent gestiegen. „Nachdem die deutsche Schifffahrtsbranche lange auf traditionelle Finanzierungsinstrumente wie Bankkredite gesetzt hat, öffnet sie sich nun zunehmend auch für alternative Finanzierungsinstrumente und Investoren“, so Claus Brandt.

Chancen für Privatanleger
Aktuell haben auch Privatanleger die Möglichkeit mit einer Beteiligung in gleich zwei Schiffe des Typs „Flexcarrier“ zu investieren. Die beiden Fondsschiffe der Reederei MST, die MS Marguerita und die MS Tanja, sollen möglichst gewinnbringend am Markt eingesetzt werden. Die Schiffe werden zwischen Nordbrasilien, der US-Ostküste, dem St. Lawrence Strom und der Kanadischen Westküste eingesetzt. Die entsprechenden Frachtverträge haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Die Einnahmeseite ist nach Angaben der Gesellschaft mit ca. 16.500 US-Dollar pro Tag errechnet. Die geplante Laufzeit der Beteiligung beläuft sich auf 19 Jahre, Anleger sind mit einer Mindestbeteiligung von 20.000 Euro dabei. Die prognostizierte Ausschüttung liegt bei 208,67 Prozent.

Wer lieber in Passagier- statt in Frachtschiffe investieren möchte, für den könnte die Beteiligung PCE – Flusskreuzfahrtfonds „Monarch Empress“ interessant sein. Hier erhalten Anleger die Möglichkeit, sich an einem Vier-Sterne-Plus-Kreuzfahrtschiff zu beteiligen. Die „Monarch Empress“ bietet Platz für 144 Passagiere in 72 Außenkabinen und soll vielfältig auf europäischen Flüssen wie Rhein, Main und Donau unterwegs sein. In Auftrag gegeben wurde das Kreuzfahrtschiff von einer Tochter eines amerikanischen Reiseveranstalters: Hintergrund sind steigende Passagierzahlen für europäische Flusskreuzfahrten aus den USA. Die Beteiligung läuft über elf Jahre, die Mindestbeteiligung liegt bei 20.000 Euro. Die prognostizierte Ausschüttung liegt bei dieser Beteiligung bei 197 Prozent.
27.07.2016,

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