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Fonds und Fußball Echte Performance entsteht aus der Defensive

Fußballer-Beine wollen einen Fußball auf grünem Rasen kicken. Foto: © BillionPhotos.com / fotoliaWer keine Leistung zeigt, muss ausgewechselt werden.

Diese mathematischen Phänomene verdeutlichen, warum eine gute Defensive bei der Kapitalanlage langfristig die besseren Ergebnisse liefert. Das gilt nicht nur für aktiv gemanagte Investmentfonds, sondern in jedem Wettbewerb, auch beim Fußball.


Langfristig sorgt nur eine kleine Anzahl von Aktien in einem Fonds für die Outperformance des gesamten Portfolios. Deshalb macht es Sinn, die schlechter performenden Aktien nach und nach durch aktives Fondsmanagement auszuschließen. In Zeiten fallender Kurse können sich aktiv gemanagte Aktienfonds so deutlich von ihrem Index abheben, weil die Kursrückgänge (Drawdowns) wesentlich geringer ausfallen, als die von Exchange Traded Funds (ETFs).

Aber was hat das jetzt mit Fußball zu tun?

In jedem Wettbewerb identifizieren wir instinktiv zunächst die Top-Performer – ob nun im Fußball oder auf den Finanzmärkten. Wer jedoch langfristig oben mitspielen will, muss die Spieler aus dem Team streichen, die eine unterdurchschnittliche Performance abliefern.

Mathematisch betrachtet sind überdurchschnittlich gute und schlechte Leistungen äußerst selten. In jedem Fußballverein gibt es bspw. einige wenige Spieler, die sehr viele Tore schießen oder häufig Fehler machen. Auch an den Börsen gibt es wenige sehr gut laufende Aktien und auch nur wenige Totalausfälle. Die große Mehrheit der Aktien liefert durchschnittliche Erträge ab. Der mathematische Fachausdruck dafür ist die Normalverteilung, ein wichtiges Prinzip der Wahrscheinlichkeitsrechnung, das auf den deutschen Mathematiker Carl Friedrich Gauß zurückgeht. Mengen, die durch Überlagerungen einer großen Anzahl von unabhängigen Einflüssen entstehen, sind demnach annähernd normal verteilt (siehe Grafik, links).

Die ideale Normalverteilung gibt es im wahren Leben äußerst selten. Denn es gibt im wettbewerblichen Umfeld stets Individuen, die überdurchschnittliche und unterdurchschnittliche Leistungen erbringen. Grafisch betrachtet entstehen dann sogenannte Fat Tails („dicke Enden“, siehe Grafik, unten) an beiden Enden der Kurve der Normalverteilung. Dieses Phänomen kann langfristig in allen Finanzmärkten beobachtet werden.




Wie geht man nun damit um? Man könnte natürlich den Top-Performern hinterherlaufen, doch das ist zeit- und kostenintensiv – außerdem können sie die Top-Performer auch ändern. Aktive Fondsmanager versuchen daher, das Feld von der anderen Seite her aufzurollen und lieber die schlechter performenden Aktien aus dem Portfolio auszuschließen.

Denn wie eine Studie des US-Asset Managers Longboard belegt, gibt es etwas mehr unterdurchschnittliche als überdurchschnittliche Aktien (Grafik, oben). Die Forscher untersuchten den absoluten Ertrag von 14.455 US-Aktien von 1989 bis 2015. Danach haben 23,7 Prozent aller unterdurchschnittlichen Aktien aus dem linken Spektrum der Kurve die Performance des S&P500 kumuliert um 200 Prozent unterboten. Eine gute Defensive ist der Offensive also vorzuziehen.

Langfristige Trendfolge und Pareto-Prinzip
Ein mathematisches Phänomen, was diese Studienergebnisse unterstützt, ist das Pareto-Prinzip, benannt nach dem italienischen Ökonomen Vilfredo Pareto. Es besagt, dass 80 Prozent der Ergebnisse mit 20 Prozent des Gesamtaufwandes erreicht werden. Die verbleibenden 20 Prozent der Ergebnisse benötigen mit 80 Prozent die meiste Arbeit. Auf die Studienergebnisse angewendet bedeutet das, dass die 2.942 besten Aktien (20 %) im Untersuchungszeitraum für 100 Prozent der Erträge verantwortlich waren. Die schlechtesten 80 Prozent hingegen (11.513) brachten in den 26 Jahren eine Performance von null Prozent. Diese Aktien strategisch auszuschließen ist also aus mehreren Perspektiven eine gute Idee, dann man nähert sich dabei dem Spektrum der sich besser entwickelnden Aktien.

Was bedeutet das nun für Privatinvestoren? In der Defensive liegt die Kraft. Wer sich nicht selbst um dieses Ausschlussverfahren kümmern möchte, überlässt diese zeitaufwendige Aufgabe dem Fondsmanagement aktiver Investmentfonds. Diese sorgen für eine ausreichend große Diversifizierung. Geduld zahlt sich aus: Da das Pareto-Prinzip in allen Finanzmärkten gilt, erreichen solche Strategien der langfristigen Trendfolge mit der Zeit eine sehr niedrige Korrelation zum Markt.

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03.03.2017,

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