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Brexit Europäische Assets könnten die größten Verlierer werden

Brexit Foto: © / pict rider / fotoliaEin Brexit würde in der EU für Zündstoff sorgen.

Im Falle eines Austritts Großbritanniens aus der EU sind nicht nur britische, sondern europäische Assets großen Gefahren ausgesetzt. Vor allem Staatsanleihen stünden dann vor einem massiven Abverkauf durch internationale Staatsfonds.


Sollten die Briten im Juni tatsächlich für einen Austritt aus der Europäischen Union abstimmen, dann würden europäische Assets zu den größten Verlierern zählen, behauptet Percival Stanion, Chef der Abteilung International Multi Asset bei Pictet Asset Management. In einem Beitrag für die FT spricht er davon, dass vor allem europäische Staatsanleihen abstürzen könnten, weil sie überwiegend von ausländischen Investoren gehalten werden. Um der Unsicherheit nach einem Brexit zu entgehen, könnten diese ausländischen Investoren ihre Anleihen dann massenhaft abstoßen. Das gelte insbesondere für institutionelle Investoren und Staatsfonds, die ihre überbewerteten europäischen Anleihen leicht gegen Treasuries aus den USA eintauschen könnten.

Umfragen zufolge sind Befürworter und Gegner eines Austritts Großbritanniens aus der EU nahezu gleich stark. In der Debatte um die Auswirkungen einer Trennung der beiden Wirtschaftsregionen treten überwiegend negative Aspekte hervor. So droht der Finanzplatz in London an Bedeutung zu verlieren und sämtliche Handelsbeziehungen nach Europa müssten neu organisiert werden.

Die EU würde ihren größten Exportmarkt verlieren, denn zahlreiche Produkte würden sich verteuern. Das hätte zur Folge, dass sie durch günstigere Produkte aus Asien ersetzt werden könnten. Die aktuelle Schwäche der EU-Wirtschaft trübt das Bild von zwei unabhängigen Wirtschaftsräumen zusätzlich. In Italien zeichnet sich eine weitere Schuldenkrise ab. Auch Portugal und Spanien sind mit ihrer Staatsverschuldung noch nicht aus dem Schneider.

Auch der politischen Stabilität in Europa steht eine harte Prüfung bevor. Die rechten Parteien sind in Frankreich, Österreich und anderen Ländern auf dem Vormarsch. Auch in Deutschland profitiert die AfD von den Unsicherheiten durch die Flüchtlingskrise. Die Grenzen werden geschlossen. Der Schengen-Raum, einst das Aushängeschild des europäischen Binnenmarktes, könnte angesichts dieser Herausforderungen scheitern.

Zusammen mit weiteren Sezessionstendenzen in Katalonien, den politischen Spannungen mit der Türkei und dem Konflikt in der Ost-Ukraine scheinen sich die Faktoren für eine Fragmentierung europäischen Union stetig zu verstärken. Das Referendum in Großbritannien am 23. Juni 2016 ist die nächste große Hürde, die die EU nehmen muss.

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26.04.2016,

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