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Giftige Geldspritze Exzessive Geldpolitik schadet Finanzmärkten

Giftige Geldspritze Foto: © / EinBlick / fotoliaDie Finanzmärkte sind abhängig von der Geldspritze der Zentralbanken.

Die expansive Geldpolitik der Zentralbanken schädigt die Finanzmärkte nachhaltig, insbesondere den europäischen Markt für Unternehmensanleihen. Die giftige Geldspritze der EZB hat auch Konsequenzen für Anleger, die in Rentenfonds investieren.


Egal ob in Japan, in den USA oder in Europa. Die Zentralbanken fluteten die Märkte in den vergangenen Jahren mit so viel Geld, wie nie zuvor. Das Ziel: Die Inflation anheizen und damit die Wirtschaft ankurbeln. Aber die Maßnahmen haben auch negative Auswirkungen. Wie die International Capital Markets Association (ICMA) in einer Studie herausfand, nehmen bestimmte Finanzmarktsegmente infolge dieses Geldwahnsinns nachhaltig schaden.

Besonders betroffen sei die Effizienz des europäischen Marktes für Unternehmensanleihen, da sie die Überlebensfähigkeit des Marktes erschweren, heißt es in der Studie mit dem Namen „Remaking the Corporate Bond Market“. Die ICMA tritt als Handelsorganisation und Regulator auf. Etwa 500 Finanzunternehmen – von Vermittlern, bis hin zu Zentralbanken und Asset Managern – sind in ihr organisiert.

Die Vereinigung fordert die Zentralbanken auf, ihre Geldpolitik zu überdenken. Denn nicht nur die Finanzmärkte seien gefährdet. Auch europäische Unternehmen seien auf die Refinanzierungsmöglichkeit über den Anleihenmarkt angewiesen. Denn die Banken zogen sich seit der Finanzkrise immer weiter aus diesem Kerngeschäft zurück.

Paradox: Draghi legt Sekundärmarkt trocken
Doch wie genau schädigt EZB-Chef Mario Draghi den Markt für Unternehmensanleihen? Die Handelbarkeit am Sekundarmarkt für Anleihen verschlechtert sich infolge der EZB-Aktivitäten. Das erscheint zunächst paradox, da Draghi mit dem Anleihenkaufprogramm doch mittlerweile auch Unternehmensanleihen ankaufen darf und somit mehr Liquidität in den Markt pumpt. Das stimmt auch. Doch die Marktteilnehmer müssen sich erst noch an die Konkurrenz der EZB auf dem Rentenmarkt gewöhnen. Sie treibt die Kurse (siehe Chartbild) in die Höhe und die Zinsen in den Keller. Sie erschwert es professionellen Marktteilnehmern, Anleihen in großer Stückzahl zu stabilen Preisen zu handeln – vor allem am Zweitmarkt. Vor dem Hintergrund steigender Regulierung wachse auch die Herausforderung für Emittenten.

Die Zentralbankpolitik hat noch weitere Auwirkungen. Die Boston Consulting Group stellt in ihrem jährlichen Global Wealth Report heraus, dass das globale private Finanzvermögen im vergangenen Jahr nur um 5,2 Prozent gestiegen ist. In 2014 betrug es noch 7,5 Prozent. Ein Grund dürfte darin liegen, dass die Geldpolitik der Zentralbanken traditionelle Spareinlagen unattraktiv gemacht hat. Das gilt auch für Staatsanleihen, deren Zinsen zu einem großen Teil bereits im negativen Bereich liegen.

Die folgende Grafik zeigt die beliebtesten Rentenfonds der FondsDISCOUNT.de-Kunden, gemessen am Depotvolumen. Die Kurse sind mit der Ausweitung der Geldpolitik durch die EZB deutlich gestiegen:

Globales Finanzvermögen wächst langsamer
In Deutschland ist der Rückgang der Zuwachsrate bei den privaten Vermögen auf vier Prozent im Jahr 2015 gegenüber 4,4 Prozent in 2014 im weltweiten Vergleich moderat ausgefallen. „Ursache für die Stabilität in Deutschland ist der geringere Aktienanteil an den Vermögen. Damit sind sie den Schwankungen der Aktienmärkte weniger ausgesetzt", sagt Ludger Kübel-Sorger, BCG Senior Partner und Experte für Vermögens-Management. Zwei Drittel des deutschen Wachstums machen Spareinlagen aus. Das Wachstum privater Vermögen verringerte sich in Osteuropa und Nordamerika im Vergleich zum Vorjahr um bis zu fünf Prozent. „Diese Regionen leiden besonders unter den ungünstigen Bedingungen an den Finanzmärkten“, so der Vermögensmanager.

Die BCG sieht vor allem Banken und Vermögensverwalter vor große neue Herausforderungen. „Sie müssen sich künftig noch viel stärker mit maßgeschneiderten Vermögensstrategien um ihre Kunden bemühen." Digitale Analysemethoden zur Ermittlung von Kundenbedürfnissen und zur Entwicklung individueller Anlagestrategien würden bislang zu wenig genutzt. Häufig bleibe es bei Standardempfehlungen für grob segmentierte Kundengruppen.

Hinzu kommt, dass sich viele Privatanleger mittlerweile lieber selbst im Internet über Anlagealternativen informieren. Banken und Vermögensverwalter verlieren vor diesem Hintergrund immer mehr an Bedeutung. Online-Portale, die verschiedene Finanzdienstleistungen anbieten, sind nehmen hingegen für die Informationsaneignung zu. FinTechs entwickeln rasend schnell Apps für Smartphones, mit denen kinderleicht Kredite vergeben, Aktien und Fonds gekauft werden können.

Die Zentralbanken geben den Takt vor und die Anleger reagieren. Banken und Vermögenshalter müssen aus den Startlöchern kommen, wenn sie die aktuellen Entwicklungen nicht verschlafen wollen.
12.07.2016,

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