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Märkte Fondsmanager erklären die großen Risikofaktoren in 2016

Märkte Foto: © / Kletr / fotoliaAbgrund oder Aufwärtstrend - Was bringt das Jahr 2016?

Abschwung in China, Zinswende in den USA oder Schwellenländer? – Das Jahr 2016 kann viele Überraschungen für Investoren bereithalten. Fondsmanager von BlackRock, JPMorgan und Templeton erklären, wo 2016 für sie die größten Herausforderungen liegen.


Die Financial Times hat Fondsmanager der großen Gesellschaften zu den wichtigsten Herausforderungen im kommenden Jahr befragt. Obwohl die meisten Aussagen zur Entwicklung an den Finanzmärkten positiv sind, treten einige Schlüsselthemen hervor, die die Debatte dominieren. Zu den größten Unsicherheitsfaktoren in 2016 gehören zum Beispiel die wirtschaftliche Entwicklung in China, die Zinserhöhung in den USA, die Überbewertung des US-Aktienmarktes und Investments in den Schwellenländern.

X-Faktor Nummer 1: China
Für Rick Rieder, Finanzchef für Fixed-Income-Geschäfte beim weltweit größten Asset-Management-Unternehmen BlackRock, ist die Kapitalflucht in China eines der größten Probleme für die Finanzmärkte. „Als zweitgrößte Wirtschaft der Welt hat China seine Tentakel überall mit drin“, so Rieder. Dabei seien nicht nur starke Verluste an der Börse in Shanghai das Problem. „Ein externer Schock könnte uns alle wieder runterbringen.“ Nach dem Börsencrash und der Abwertung der eigenen Währung im August mehren sich Spekulationen über eine wirtschaftliche Schwächephase in China. Die Regierung versucht indes, die Wirtschaft zu reformieren und weniger in Immobilien und Infrastruktur zu investieren. Stattdessen soll der Fokus für Wachstum in China künftig aus dem Binnenkonsum kommen. Die Mittelschicht in China wächst und mit ihr auch der Wohlstand. Wenn der Konsum die Wirtschaft aus eigener Kraft ankurbelt, wird China unabhängiger von seinen Exporten. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Eine harte Landung der Wirtschaft kann weltweite Auswirkungen haben, die den Black Monday im August in ihrer Stärke noch übertreffen könnten.

China sei ein viel größeres Risiko für die Märkte als die Zinswende in den USA, glaubt Rieder. „Eine Anhebung um 25 Basispunkte macht nicht viel Unterschied. Die Märkte hassen Unsicherheit und lieben Entscheidungen.“ Wenn die Fed am 16. Dezember endlich reagiert, werden die Markterwartungen erfüllt.

Wie reagiert der Anleihenmarkt auf die Zinswende?
Allerdings könnte eine Anhebung der US-Zinsen Turbulenzen auf dem weltweiten Anleihenmarkt auslösen. Steigende Zinsen waren schon immer ein Problem für den Markt, weil der Kurs für Anleihen dann sinkt. Die Investment Portfolios der großen Fonds könnten dann schlagartig an Wert verlieren. Bob Michele, CIO bei JPMorgan Asset Management, glaubt an einen starken Rückgang der Zinsen für Anleihen, da die Zentralbanken in Europa, China und Japan eine extrem lockere Geldpolitik betreiben, während die Fed die Zinsen anhebt. Nach einem ersten panikartigen Anstieg der Zinsen auf US-Anleihen würden sie mittelfristig wieder sinken, so Michele, denn die fundamentalwirtschaftlichen Rahmenbedingungen seien nicht stark genug für eine große Zinsanhebung durch die Fed. „Der Dollar könnte noch einmal um zehn Prozent steigen. Mit viel Glück kann die Fed die Zinsen bis auf 1 Prozent anheben, bevor sie eine Pause einlegen muss“, so Michele. Andere Marktbeobachter glauben sogar an einen Rückzieher von Fed-Chefin Janet Yellen und an das Ende des Zeitalters hoher Zinsen.

Wann kommt der Durchbruch in den Schwellenländern?
Die US-Zinswende könne aber auch ein Katalysator für neue Investments in den Schwellenländern werden, sagt Michael Hasenstab, Finanzchef bei Templeton Global Macro. Die Schwellenländer gehören – abgesehen von Indien – zu den schlechtesten Performern im laufenden Jahr, weil der starke Dollar und die schwachen Wirtschaftsdaten aus China die Exporte und neue Investitionen geschwächt haben. Investoren erkennen zwar, dass die Ängste vor einem Engagement in den Schwellenländern übertrieben sind, scheuen aber dennoch einen verfrühten Markteintritt anhand der anhaltenden Baisse bei Rohstoffen und Industriemetallen. Wenn steigende Zinsen in den USA die Situation in den Schwellenländern nicht verschlimmert, so die Logik von Hasenstab, dann könnte ein neuer Investitionszyklus folgen. „Die Märkte haben eine Situation eingepreist, die schlimmer ist als die große Finanzkrise und die Asienkrise, aber die Fundamentaldaten rechtfertigen das gar nicht.“

Eines ist sicher: Es wird Überraschungen geben!
Die Börsenrallye in Europa wird weiter gehen, darin sind sich die Fonds Manager weitgehend einig. EZB-Chef Mario Draghi hat mit der Ausweitung seines Anleihenkaufprogramms vergangene Woche nach einem kurzen Schock den Grundstein dafür gelegt. In den USA hingegen dauert der Bullenmarkt schon zu lange an, der Spielraum für Gewinnwachstum in den US-Unternehmen ist kleiner geworden. Der Aktienmarkt in den USA gilt vielen Beobachten zufolge als überbewertet. Investments in Europa erscheinen vielen Investoren daher attraktiver.

Was das neue Jahr letztendlich bringen wird, ist nicht sicher. Dafür sind die Finanzmärkte zu komplex. „Die einzige Sicherheit bei Prognosen ist, dass es große Überraschungen geben wird“, sagt David Harding von Winton Capital Management.

Tipp: In der unten aufgeführten Infografik erfahren Sie, was Goldman Sachs, UBS und andere Finanzmarktakteure im kommenden Jahr erwarten.
Bitte beachten Sie, dass das hier eingebundene Video vom Anbieter stammt. Die wallstreet:online capital AG hat die Richtigkeit der Angaben nicht überprüft und macht sich den Inhalt auch nicht zu Eigen. Bereitgestellt von: FT Reporter Clips
08.12.2015,

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