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Personalverlust Fondsmanager verlassen Franklin Templeton

Personalverlust Foto: © / Robert Kneschke / fotoliaFondsmanager bei Franklin Templeton schauen sich nach neuen Jobs um.

Beim Asset Manager Franklin Templeton herrscht Unruhe. Fondsmanager verlassen das Unternehmen. Der Kapitalabfluss aus den Schwellenländerfonds scheint nicht zu stoppen. Grund zur Panik besteht jedoch nicht: Viele Fonds in Europa laufen gut.


Das US-Investmentunternehmen Franklin Templeton leidet an „substanziellem Personalverlust“, zitiert die Financial Times einen Berater, der für das Asset Management tätig war. Mehrere Angestellte hätten das Unternehmen aufgrund des schwierigen Marktumfeldes in den Schwellenländern verlassen. Unter ihnen befinden sich nicht nur Investment Manager und Vertriebler, sondern auch Entscheider und Personalfachkräfte, die das Unternehmen in den vergangenen sechs Monaten verlassen haben:

  • Amy Wang war zuständig für das Templeton Büro in Peking und wechselte zu Pioneer
  • Matthew Pang, Vize-Chef für das Geschäft mit institutionellen Investoren in China, wechselte ebenfalls den Arbeitgeber
  • Robert Elfström, Vertriebs-Direktor in der Templeton Nordic Region, wechselte zum britischen Asset Manager F&C
  • Steven Bowen war bis März verantwortlich für einen Fonds in Europa

2015 gehört zu den schlechteren Jahren für die Fondsgesellschaft. Seit Januar haben Investoren laut Morningstar über 33 Milliarden Dollar aus Templeton-Fonds abgezogen. Schon im Vorjahr waren es sechs Milliarden. Darüber hinaus fiel das Unternehmen zum ersten Mal seit fünf Jahren aus einer Liste des deutschen Versicherers Allianz, die die 20 größten Investmentgesellschaften weltweit abbildet.

Kapitalabfluss und sinkende Profite
In den drei Monaten bis September ist der Profit von Franklin Resources – dem Mutterkonzern von Franklin Tempelton – um 44 Prozent eingebrochen. Die Aktie der Fondsgesellschaft ist seit Jahresbeginn um 25 Prozent gefallen. Der Ratingagentur Moody’s zufolge befindet sich Franklin Templeton im „Zentrum eines perfekten Sturms“, der sich aus einer zu großen Exponierung in den Schwellenländern, falschen Wetten auf die Entwicklung der Energiepreise, einer schwachen Performance und Kapitalabflüssen zusammensetzt.

Einer Marktanalyse von Bloomberg zufolge habe Franklin Templeton zudem den Aufsprung auf den Trend bei passiv gemanagten ETFs verpasst. Konkurrent BlackRock hat schon vor sechs Jahren mit dem Kauf der iShares-Sparte begonnen, in die passiv gemanagte Sparte zu investieren.

Anleger zogen ihr Geld vor allem aus den Schwellenländer Fonds ab. Der Emerging Markets Fund (WKN: A0B9KD)verlor in den letzten zwölf Monaten 6,28 Prozent (Quelle: Edisoft). Beim Asian Growth Fund (WKN: A0MZKY) sind es sogar 22,19 Prozent.

Im September verwaltete Templeton jedoch noch immer ein Vermögen von 771 Milliarden US-Dollar, das entspricht einem Rückgang von elf Prozent in den vergangenen drei Monaten bis September. Aufgrund der schieren Größe des Investmenthauses könne Templeton aber jede noch so lange Phase der Volatilität aussitzen, sagte ein ehemaliger Angestellter der FT.

Gute Entwicklung bei Europa- und Technikfonds
Grund zur Panik besteht also noch nicht. In Europa läuft es gut für Templeton-Anleger (siehe Chartbild, unten):
  • Der Franklin European Small-Mid (WKN: A1W90T) konzentriert sich auf Wachstumswerte mit geringer und mittlerer Marktkapitalisierung von Unternehmen mit Sitz in Europa. Die Jahresperformance des Nebenwerte-Fonds liegt bei +29,31 Prozent.

  • Mit dem Franklin Technology Fund (WKN: A0Q3ZU) beteiligen sich Anleger an den Wachstumschancen vielversprechender Schlüsselindustrien wie Internet, Telekommunikation und Informationsdienstleistungen. Der Fonds konzentriert sich auf Unternehmen, die von Entwicklung, Forschung und Technologieeinsatz profitieren. In den letzten 12 Monaten konnte der Technology-Fund um satte +31,11 Prozent zulegen.

10.11.2015,

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