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Edelmetall-Experte „Gold zeigt eindrucksvoll das Dilemma des Kaufkraftverlustes aller Währungen“

Ein Stapel mit Goldbarren Foto: © / Fotolia / ScanrailFür Anleger ist es von Vorteil, nicht zu kleine Barren oder Münzen zu kaufen, da die Prägekosten so umso stärker ins Gewicht fallen.

Gemessen an den neun weltweit wichtigsten Währungen steigt der Goldpreis seit 2001 um durchschnittlich neun Prozent pro Jahr. Wie Anleger mit einem Edelmetalldepot ein Vermögen ansparen können, erklärt SOLIT-Geschäftsführer Robert Vitye.


FondsDISCOUNT.de: Die großen Zentralbanken beeinflussen durch ihre Niedrigzinspolitik den Goldpreis nicht unerheblich. Für Sie als Goldhändler: Sind Ihnen steigende oder fallende Preise lieber? Wo greifen Kunden lieber zu?
Robert Vitye: Kurzfristig sind kurze, starke Kursrückgänge die Zeitpunkte zu denen wir besonders viele Bestellungen verzeichnen können. Längerfristig sind natürlich steigende Kurse von Vorteil – schließlich will jeder Anleger mit seiner Kapitalanlage einen Zuwachs erzielen. Seitdem sich der Goldpreis im zweiten Halbjahr 2015 bei rund 1.000 Euro stabilisiert und seit Anfang 2016 in der Spitze über 25% gestiegen ist, können wir einen starken Zuwachs an Bestellungen verzeichnen. Peaks gab es immer, wenn die Kurse mal wieder zurückgekommen sind oder Ereignisse, wie die Brexit-Entscheidung oder die Trump-Wahl die Leute verunsichern.
Grundsätzlich liegt unser Fokus jedoch weniger auf dem Tagesrauschen des Goldpreises, als vielmehr auf seiner über Jahrtausende etablierten Funktion als realer Vermögensschutz-Anker. Dies ist heute mehr denn je von Bedeutung in Anbetracht historisch einmaliger Schuldenberge weltweit sowie niemals dagewesener Zentralbank-Interventionen.

Die Niedrigzinsen beeinflussen nicht nur den Goldpreis, sondern auch das Verhalten der Sparer. Wie lässt sich mit einem Edelmetalldepot ein Vermögen aufbauen?
Zunächst einmal gilt es festzuhalten, dass entgegen der Wahrnehmung der meisten Investoren der Goldpreis seit dem Jahr 2001 gemessen an den neun weltweit wichtigsten Währungen um durchschnittlich über neun Prozent pro Jahr gestiegen ist. Dieser Anstieg zeigt spiegelbildlich ausgedrückt das Dilemma des Kaufkraftverlustes aller Währungen an. Nicht vielen Anlegern ist bewusst, dass seit Aufkündigung der US-Dollar-Bindung an Gold im Jahr 1971 durch den damaligen US-Präsidenten Richard Nixon geschichtlich erstmalig alle Währungen nicht mehr materiell gedeckt sind und somit nur noch von dem in sie gesetzten Vertrauen abhängig sind.
Insofern liegt die Funktion des Edelmetalldepots darin, Anlegern eine private Gold- sowie wahlweise auch Silberreserve für ihr Vermögen aufzubauen – der Anlagehorizont sollte sich über einen mittel- bis langfristigen Zeitraum erstrecken. Bereits ab 2.000 Euro Mindestsumme werden auf täglicher Basis kosteneffiziente große Gold- bzw. Silberbarren gekauft und hochsicher in bankenunabhängigen Tresorräumen in der Schweiz eingelagert. Auch für Monatssparer ist bereits ab 50 Euro der Aufbau eines eigenen Edelmetalldepots möglich.

Wie viel des Vermögens sollte ein durchschnittlicher Anleger in Gold halten?
Da fragen Sie den Richtigen – ich persönlich besitze außer Anteile an Gold- & Silberminenfonds ausschließlich Gold und Silber in physischer Form.
Von einer geringen Gewichtung halte ich persönlich derzeit wenig, da zum einen die globale Verschuldung ein Ausmaß angenommen hat, für die wir keinen historischen Vergleich haben und zum anderen sind andere Anlageformen derzeit schlichtweg hinsichtlich ihres Chance-/Risikoprofiles unattraktiv: Der Guthabenzins einer Bank beinhaltet immer auch eine Risikoprämie für den potentiellen Ausfall der Bank als Kreditnehmer meiner Einlage. Gehe ich von einer optimistischen Guthabenverzinsung von 0,25% aus, brauche ich – Zinseszinseffekt mal außen vor gelassen – 400 Jahre bis sich mein Bankguthaben verdoppelt. Wie viele Banken kennen Sie, die es seit 400 Jahren gibt? Die Anzahl derer, die früher bankrottgingen, ist wesentlich größer. Folglich ist die Ausfallwahrscheinlichkeit höher als der Zins, den ich als Risikoprämie – wenn überhaupt – dafür erhalte. Ähnlich ist es bei Anleihen und Anlageprodukte, wie Lebensversicherungen, die hauptsächlich in Anleihen investieren.
Mit dem Immobilienkauf noch ein Schnäppchen zu machen ist angesichts der stark gestiegenen Preise ebenfalls kaum mehr möglich. Langfristig sehe ich hier das Risiko fallender Preise, wenn die Zinsen wieder steigen und sich die Häuserkäufer die Anschlussfinanzierung nicht mehr leisten können, weil die Annuität sich verdoppelt hat. Dann kommt es zu vermehrten Verkäufen, die die Preise fallen lassen werden.
Wenn ich mir DAX und Co. angucke, sehe ich die Chance, dass er sich halbiert als größer an, als dass er um 50 Prozent zulegt. Mit Gold und Silber besitze ich echtes Geld, das es vor 5.000 Jahren sowie vor 500 Jahren gab und auch in 500 Jahren seinen inneren Wert nicht verlieren wird.

Was empfehlen Sie Anlegern: Münzen oder Barren?
Ob Goldbarren oder Münzen ist mehr oder weniger Geschmackssache. Prinzipiell sollte ein Basisinvestment in einem Handbestand an physischen Edelmetallen, aufbewahrt im persönlichen Umfeld eines Anlegers, liegen. Hierzu empfehlen sich Gold- und auch Silbermünzen sowie kleine Barren.
Barren sind geringfügig günstiger, dafür sehen Münzen schöner aus. Viel wichtiger ist es – den erwähnten Handbestand ausgenommen – nicht zu kleine Barren oder Münzen zu kaufen, da die Prägekosten im Verhältnis zu den Materialkosten umso stärker ins Gewicht fallen je kleiner die Stückelung ist, wie das Schaubild eindrucksvoll belegt.
Aus diesem Grund erwerben wir für die Anleger des Edelmetalldepots ausschließlich losgrößeneffiziente Großbarren – bei Gold sind dies 1-kg-Barren, bei Silber 5- bzw. 15-kg-Barren. Durch die Lagerung in einem sogenannten Zollfreilager entfällt bezüglich Silber die sonst übliche Mehrwertsteuer, was zu signifikanten Einkaufskostenvorteilen im Vergleich zum Direktkauf von Edelmetallen im Einzelhandel führt.

Gold war in den vergangenen Monaten stark nachgefragt. Was passiert noch dieses Jahr, wohin geht die Reise in fünf Jahren?
Ich bin mit der Entwicklung in diesem Jahr sehr zufrieden so dass ich keine Wünsche mehr an dieses Jahr habe. Ich wäre sehr erfreut darüber, wenn der Goldpreis Ende des Jahres sich bei 1.150 bis 1.200 Euro die Unze einpendelt und somit um die 15% zugelegt hat. In den nächsten fünf Jahren rechne ich mit dem Überwinden der Höchststände bei circa 1.400 Euro: Gold wird von der weiter ausufernden globalen Verschuldung profitieren.

Händler warnen immer öfter vor gefälschtem Gold. Was hat es damit auf sich und wie gehen Sie mit dieser Gefahr um? Was garantiert mir, „echtes Gold“ zu kaufen?
Die einfachste Prävention ist es bei etablierten Händlern zu kaufen. Sie können es sich aus Reputationsgründen nicht leisten auch unabsichtlich Fälschungen in Umlauf zu bringen und prüfen die eingehende Ware entsprechend genau. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, lassen Sie eine Echtheitsprüfung mittels Magnetwaage, elektrischer Leitfähigkeit oder Ultraschall durchführen. Wir bieten diese und weitere Testmethoden als Servicedienstleistung an.
Im Rahmen des Edelmetalldepots werden ausschließlich prägefrische Barren von Herstellern gekauft, die der „Good Delivery List of Acceptable Refiners“ der LBMA angehören und somit den branchenüblichen Qualitätsstandard erfüllen.

Glänzt Silber für Sie genauso wie Gold?
In meinen Zukunftsfantasien sogar noch stärker. Der Grund: Historisch lag das Wertverhältnis zwischen Gold zu Silber bei 1 zu 15. Sprich: Ich musste 15 Unzen Silber hergeben, um eine Gold zu erhalten. Aktuell liegt es bei über 1 zu 50. Ich gehe davon aus, dass sich dieses Verhältnis dem historischen Durchschnitt angleichen wird. Dafür spricht auch, dass zwar das natürliche Vorkommen von Silber ungefähr 15-mal größer ist als das von Gold. Da aber Silber aufgrund der einmaligen Eigenschaften stark industriell verbraucht wird, sind die Vorräte deutlich knapper. Die eingeschränkte Verfügbarkeit sichert den Preis nach unten hin ab.

Welche Vorteile hat das Edelmetalldepot von SOLIT gegenüber einem Bankschließfach oder der Aufbewahrung von Edelmetallen zu Hause?
Das Edelmetalldepot gehört zu den langjährig bewährten professionellen Lagerlösungen der SOLIT Gruppe. Neben den Kostenvorteilen durch anteiligen Erwerb von Großbarren sowie mehrwertsteuerfreiem Kauf von Silber profitieren die Anleger zusätzlich von hohen Transparenz- und Sicherheitsmechanismen. So werden sämtliche Ein- und Auszahlungen über ein externes Mittelverwendungskonto vorgenommen, das von einer unabhängigen Treuhandgesellschaft geführt wird. Ferner erhält jeder Anleger einen Online-Zugriff auf sein aktuelles Depotguthaben und kann dort neben seiner täglichen Vermögensübersicht auch sämtliche Ein- und Auslagerungsprotokolle, eine Webcam zu den Tresorräumen sowie auch die jeweils aktuellen Barrenlisten einsehen. Wir veröffentlichen Barrenlisten mit Herstellerangaben und Seriennummern und sind damit transparenter als beispielsweise die Deutsche Bundesbank, die lediglich interne Inventarnummern veröffentlicht, deren Validität nicht überprüfbar ist. Darüber hinaus finden zweimal jährlich physische Inventuren durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer statt.

Sie bieten den SOLIT-Edelmetall-Sparplan an. Welche Möglichkeiten gibt es hier für den Anleger?
Der Sparplan ist bei unseren Anlegern besonders beliebt – bereits ab einer Summe von 50 Euro kann durch Nutzung des Cost-Average-Effektes intelligent in physisches Gold und / oder Silber investiert werden. Der Kostenvorteil fällt für Monatssparer auch am stärksten ins Gewicht, da sie alternativ für die vergleichsweise geringen Beträge nur Kleinstbarren oder Münzen kaufen könnten, die mit enormen Prägekostenaufschlägen versehen sind. Selbstverständlich können Einmalkäufe und Sparpläne auch beliebig miteinander bei hoher Flexibilität kombiniert werden. Käufe und Verkäufe werden jeweils innerhalb von drei Tagen abgewickelt. Gerade letztes Jahr ist die SOLIT Gruppe im Rahmen einer Anbieteruntersuchung der Fachzeitschrift „Focus Money“ als „Bester Anbieter von Goldsparplänen“ mit Höchstnote unter allen Anbietern ausgezeichnet worden.

Herr Vitye, vielen Dank für das Gespräch!

Robert Vitye, Jahrgang 1979, ist als Gründer und Vorstandsvorsitzender der VSP AG seit über 15 Jahren Unternehmer. Er studierte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Betriebswirtschaftslehre. Schwerpunkt seiner beruflichen Tätigkeit ist die Analyse und Konzeption von Kapitalmarktprodukten mit besonderem Schwerpunkt auf den Bereich der physischen Edelmetalle. Seit Gründung der SOLIT Gruppe im Jahr 2008 verantwortet er deren Entwicklung in der Rolle des Geschäftsführers.

Tipp: Anleger erhalten mit FondsDISCOUNT.de Sonderkonditionen sowohl bei der Einmaleinlage ins Edelmetalldepot als auch beim SOLIT-Edelmetall-Sparplan.
21.03.2017,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.


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