„Die gleichen Geldanlagen wie bei Banken und Sparkassen - nur zu deutlich besseren Konditionen, denn über FondsDISCOUNT.de entscheiden Sie selbst, ganz ohne Beratung.“

Service-Telefon täglich von 9 bis 21 Uhr:   030 2757764-00

Suche: WKN/ISIN, Beteiligungen, Gesellschaften

Gastkommentar Herzlichen Glückwunsch, Donald Trump!

Aus einem Kartendeck mit US-Flaggen-Design ragt eine einzelne Spielkarte, auf der Trump steht Foto: © / Alisa / FotoliaDonald Trump hat nach der Wahl jede Menge Probleme zu lösen

Sie sind der umstrittenste Präsident, der je gewählt wurde. Doch die Kritik an Ihrer Person und Ihrem Wahlprogramm sind nicht die einzigen Herausforderungen, die zu meistern sind. Yves Longchamp, Head of Research bei ETHENEA, zur Lage der Nation.


Beinahe zehn Jahre nach der Subprime-Krise und acht Jahre nach Amtsantritt von Präsident Obama zeichnen die makroökonomischen Kennzahlen ein attraktives Bild: Das Wachstum ist robust, es herrscht Vollbeschäftigung und Inflation gibt es keine.

Gemessen am BIP ist die US-Wirtschaft seit ihrem Höchststand von vor der Krise um mehr als 11 Prozent gewachsen (Quelle: Bloomberg). Deutschland und Großbritannien, die beiden Volkswirtschaften, die ihren früheren Spitzenwert um rund 8 Prozent übertroffen haben, weisen eine deutlich bescheidenere Entwicklung auf – wenn man bedenkt, dass sich das Epizentrum der Subprime-Krise in den USA befand und das britische Pfund sowie der Euro einen Wertverlust von etwa 40 bzw. 30 Prozent gegenüber dem Dollar verzeichnet haben.

Auch die Lage am Arbeitsmarkt ist beneidenswert. Infolge der Subprime-Krise bauten die US-Unternehmen mehr als 6 Prozent der Arbeitskräfte ab. Das ist mindestens doppelt so viel wie in jedem anderen Land. Danach wurden neue Jobs in einem Tempo geschaffen, das von keinem anderen Land überboten wurde und die Arbeitslosenquote ist auf einen Stand gesunken, der als Vollbeschäftigung anzusehen ist.

Hinzu kommt eine ansehnliche Inflation. Im Gegensatz zu anderen Volkswirtschaften blieb die Kerninflation fest bei einem Prozent oder darüber verankert, selbst in den dunkelsten Tagen der globalen Finanzkrise.

Betrachtet man diese drei häufig herangezogenen Kennzahlen, sind die USA ein guter Ort. Doch es gibt auch Herausforderungen. So befindet sich die US-Wirtschaft in einer späten Phase des Zyklus. Die Arbeitslosenquote hat sich bei etwa 5 Prozent stabilisiert und wir wären nicht überrascht, wenn sie am Ende Ihrer Amtszeit höher läge. Denn diese Quote stabilisiert sich nur selten für längere Zeit und wenn, dann deutet dies häufig darauf hin, dass die Wirtschaft ihren Höchststand erreicht hat. Laut der New York Fed liegt die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den nächsten zwölf Monaten bei 8,4 Prozent – ein niedriger, aber steigender Wert.

Zudem wird es unserem Hauptszenario zufolge im Dezember zu einer zweiten Zinsanhebung durch die Fed kommen. Bei einer Anhebung von einem viertel Prozent pro Jahr wird die Notenbank nicht genügend Pulver für die nächste Rezession bis 2030 haben. Die Frage, wie auf die nächste Rezession reagiert werden soll, ist schon beunruhigend. Vom aktuellen Standpunkt aus wäre eine quantitative Lockerung die offensichtlichste geldpolitische Antwort, auch wenn deren Vermögen, die Wirtschaft anzukurbeln, gegenwärtig hinterfragt wird.

Last but not least werden Sie in Ihren ersten 100 Tagen im Weißen Haus mit der Umsetzung einiger der von Ihnen angekündigten Reformen beschäftigt sein, unter anderem mit einer Steuerreform. Der Präsident alleine kann das US-Steuerrecht allerdings nicht ändern, die Gesetzgebungskompetenz liegt beim Kongress. Auch wird im März 2017 das Thema der Schuldenobergrenze, also die alle zwei Jahre wiederkehrende Haushaltskrise, wieder aufkommen und Sie das gesamte Jahr über begleiten. Auch hier muss der Kongress entscheiden. Es könnte zu einem echten Problem werden, wie Sie Ihre Projekte finanzieren wollen.

Neben diesen wirtschaftlichen Themen birgt die Zukunft eine Vielzahl von sozialen, politischen und geopolitischen Herausforderungen. Als Oberbefehlshaber einer Großmacht geht es auch immer um Ihre Rolle als Weltpolizist. Wie sich die USA gegenüber Russland, dem Mittleren Osten und China 27 Jahre nach dem erdrutschartigen Sieg über den Kommunismus aufstellen soll, das sind Fragen, die uns in den kommenden Jahren in Atem halten werden.

Sehr geehrter Herr Präsident, wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Meistern all dieser Herausforderungen.

Gastautor: Yves Longchamp, Head of Research bei ETHENEA Independent Investors (Schweiz) AG

[Disclaimer] Ausführliche Hinweise zu Chancen und Risiken entnehmen Sie bitte dem letztgültigen Verkaufsprospekt. Maßgeblich sind die Angaben im Verkaufsprospekt sowie der aktuelle Halbjahres- und Jahresbericht. Die Wesentlichen Anlegerinformationen, den Verkaufsprospekt sowie die Berichte in deutscher Sprache erhalten Sie kostenlos bei der Verwaltungsgesellschaft ETHENEA Independent Investors S.A., 16, rue Gabriel Lippmann, L-5365 Munsbach oder bei der DZ BANK AG, Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Platz der Republik, D-60265 Frankfurt am Main.
29.11.2016,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.


Alle Anlagen an Wertpapierbörsen sind mit Risiken verbunden:

  • Die Wertentwicklung eines Fonds wird maßgeblich von der Wertentwicklung der Anlagewerte bestimmt. Daraus ergibt sich das Risiko von finanziellen Verlusten wenn sich Marktpreise von bestimmten Werten ändern.
  • Das Risiko des Fondsmanagements besteht darin, dass der Fondsmanager Entscheidungen trifft, die eventuell nicht den Zielvorstellungen der Anleger entsprechen, oder die dazu führen, dass sich der Fonds negativ entwickelt.
  • Von den angelegten Beträgen gehen Kosten für die Fondsverwaltung usw. ab. Das kann dazu führen, dass sich Fonds im Vergleich zur direkten Anlage, z.B. in Aktien, nicht proportional entwickeln.
  • Wertentwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge. Wer Ranglisten und Statistiken als Entscheidungsgrundlage für eine bestimmte Fondsanlage nutzen will, sollte auf die Voraussetzungen achten, unter denen derartige Rang- und Bestenlisten erstellt wurden.
  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

Ähnliche Artikel finden

» » » Gastkommentar - Herzlichen Glückwunsch, Donald Trump!


Mehr aus dem Bereich Märkte & Strategien

Vor dem Referendum Vor dem Referendum - Anleger ziehen ihr Kapital aus Italien ab Die Ausgangslage in Italien ist miserabel: Die Banken sitzen auf Milliarden an faulen Krediten, die Wettbewerbsfähigkeit ist schlecht, seit Jahresbeginn steigt die Kapitalflucht deutlich. Nun stimmen die mehr...

Gastbeitrag Gastbeitrag - Dirk Müller über Donald Trump und die Kampfabstimmung in Italien Die USA säuft trotz Wahlsieg von Donald Trump und entgegen zahlreicher Prognosen nicht ab. Es könnte gut sein, dass auch das Vertrauensvotum über Italiens Premier Renzi am Sonntag weniger Wellen mehr...

Folgen der EZB-Politik Folgen der EZB-Politik - Strafzinsen sind steuerlich nicht absetzbar Laut Wolfgang Schäuble handelt es sich bei Strafzinsen wirtschaftlich gesehen nicht um negative Zinseinnahmen – die somit steuerlich abzugsfähig wären. Das Bundesfinanzministerium mehr...

Unser Newsletter

... informiert Sie über aktuelle Kapitalanlagen & Marktentwicklungen

Anzeige

Kontakt

Service-Telefon
täglich von 9 bis 21 Uhr

030 2757764-00

Wir rufen Sie gern zurück! Nutzen Sie unseren kostenlosen Rückrufservice.

E-Mail: info@fondsdiscount.de
social media