Die Bedeutung des Schienengüterverkehrs für den internationalen Handel wird unterschätzt. Etwa 70 Prozent des langlaufenden Containerverkehrs zum und vom Hamburger Hafen finden auf der Schiene statt. Fast jeder zweite Neuwagen wird auf der Schiene transportiert. Der Güterverkehr auf der Schiene hat auch einen ökologischen Vorteil gegenüber dem auf der Straße: Ein LKW verursacht pro Tonnenkilometer mindestens viermal so viel Kohlenstoffdioxid wie die Güterbahn. Der Markt für den Schienengüterverkehr liegt noch immer in den Händen der ehemaligen großen Staatsbahnen. Doch der Anteil privater Unternehmen nimmt zu und bietet auch privaten Investoren die Möglichkeit, sich an den Wachstumschancen des Marktes zu beteiligen.

Die europäischen Staatsbahnen haben mit etwa 600.000 Güterwaggons aller Art in ihrem Bestand noch immer den größten Marktanteil – allerdings mit abnehmender Tendenz. Denn die Anzahl ist aufgrund der fehlenden Investitionsmöglichkeiten markant rückläufig. Hatte die Deutsche Bahn im Jahr 2006 noch rund 106.000 Güterwagen in ihrem Bestand, sank diese Zahl im Jahr 2014 auf 97.000 Wagen ab. Das heißt, dass der Bestand um rund 1,5 Prozent jedes Jahr abschmilzt. Dies wird durch das Anmieten von Güterwagen von Vermietgesellschaften kompensiert. Die Anzahl der zugemieteten Güterwagen betrug 2014 etwa 12.000 Stück. Die Bahn will bis zu 215 Güterbahnhöfe schließen, berichtet der Südwestrundfunk. Der Bedarf an zusätzlichen Güterwagen wird also voraussichtlich weiter hoch bleiben.

Investitionen in Sachwerte: Güterwagen und Lokomotiven
Die Privatisierung des Schienengüterverkehrs in Europa geht seit der Jahrtausendwende stetig voran. Mehr als 200.000 private Güterwagen mit einem Investitionsvolumen von etwa 15 Milliarden Euro sind bereits im Markt. Private Gesellschaften haben ihren Anteil am Markt von zwei auf 35 Prozent steigern können.

Auch Privatanleger spielen eine Rolle bei der Privatisierung des Schienengüterverkehrs. Mit einem Investment in Güterwagen erwerben sie einen Sachwert und profitieren von den Mieteinnahmen des Güterwagens. Das Direktinvestment Train Direkt von Steiner + Company ist für Privatanleger aufgrund seiner kurzen Laufzeit von vier Jahren besonders attraktiv. Der Initiator prognostiziert eine Rendite von bis zu sieben Prozent pro Jahr bei einer Mindestbeteiligung von 8.000 Euro. „Damit können Anleger bei der derzeitigen Zinssituation gut umgehen“, sagt Lars Poppenheger von Steiner + Company GmbH, dem Marktführer bei Direktinvestments im Interview (siehe Video unter dem Artikel).

Nicht nur die Waggons selbst sind Investitionsobjekte, es gibt auch Beteiligungsangebote an Lokomotiven. Paribus Capital hält mit seinem Angebot Rail Portfolio III für Anleger die Möglichkeit bereit, sich über einen Alternativen Investmentfonds an Diesel- und Elektrolokomotiven für den Schienengüterverkehr sowie Triebwagen und Zugeinheiten inkl. Waggons für den Schienenpersonennahverkehr zu beteiligen. Die prognostizierbaren Auszahlungen sollen sechs bis neun Prozent pro Jahr betragen. Die Laufzeit liegt bei etwa zehn Jahren.

Der Markt verändert sich also dynamisch und hält viele Möglichkeiten für Investoren parat. Damit private Unternehmen auch künftig konkurrenzfähig bleiben können, müssen sie ihre Strukturen und Prozesse stetig optimieren. Das bringt zwar eine „hohe Volatilität und Krisenanfälligkeit“ im Schienengüterverkehr mit, berichtet SCI/Verkehr, ein unabhängiger Spezialist in der Beratung der Bahn- und Logistikindustrie. Wenn die Branche es aber schafft, ihre logistischen Prozessketten konsequent zu überprüfen und ihre Wirtschaftlichkeit zu steigern, könnten sogar wieder Marktanteile von der starken Konkurrenz durch den Straßengüterverkehr zurückgewonnen werden.

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