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AllianceBernstein-Interview Investoren kehren zurück in die Schwellenländer

Grafik zu Emerging Markets Foto: © fotoscool / fotoliaDie Schwellenländer sind für Investoren auch in den kommenden Jahren attraktiv

Im Interview mit Morgan Harting, Lead Portfolio Manager Multi-Asset Income Strategies bei AllianceBernstein, erfuhren wir vom Manager des Emerging Markets Multi-Asset Portfolios, welche Regionen gerade im Trend liegen.


FondsDISCOUNT.de: Abgesehen von den höheren Bewertungen in Europa und den USA, warum sind die Schwellenländer für Investoren jetzt interessant?
Morgan Harting: Die Bewertungen sind nur ein Grund. Aktien und Anleihen in den Schwellenländern sind billiger im Verhältnis zu ihrer Rendite, die höher ist. Die Fundamentaldaten sind ein weiterer Aspekt. Die Emerging Markets werden von schnellerem Wachstum unterstützt. Vor allem das Wachstum von Exportgütern ist das schnellste seit langer Zeit. Die Unternehmensgewinne sind ebenso ein großer Faktor mit einem Wachstum von 20 Prozent. Auch die technischen Daten stützen die Emerging Markets. Im laufenden Jahr konnten Aktienfonds in dem Segment bereits 40 Milliarden Euro einsammeln, ein entscheidender Unterschied zu den Vorjahren. Investoren waren für einige Jahre an der Seitenlinie, Nun kommen sie zurück.

FD.de: Welche Länder liegen derzeit im Trend?
Harting: Auf der Aktienseite sehen wir Opportunitäten in China, zum Beispiel bei Konsumgütern, die von steigenden Löhnen unterstützt werden. Zum Hintergrund in China: Die vielen neu errichteten Fabriken waren lange Zeit nicht ausgelastet. Das ändert sich nun langsam. Es gibt weniger Kapazitäten und die Preise steigen. Wenn man als Fondsmanager selektiv vorgeht, sieht man viele Möglichkeiten.

Auf der Fixed-Income-Seite sind wir an Lateinamerika interessiert, insbesondere an brasilianischen Staatsanleihen mit einem Coupon von zehn Prozent. Diese Erträge ähneln denen von Aktien, nur mit viel weniger Volatilität.



Auf dem Fund Forum International in Berlin hörte man viel über Mexiko als nächste große Investmenthoffnung. Was halten Sie davon?
Wir sehen durchaus Möglichkeiten in Mexiko. Auf Staatsanleihen gibt es sieben Prozent Rendite, bei einem niedrigeren adjustierten Risiko als in Brasilien. Es gab in Mexiko großen Pessimismus vor der US-Wahl. Die Auswirkungen waren aber längst nicht so schlimm, wie die Märkte es angenommen hatten. Mexikanische Anleihen sind attraktiver als Aktien, die zu den teuersten der Welt zählen.

Was hebt Ihren Fonds, den AB SICAV I - Emerging Markets Multi Asset Portfolio (ISIN: LU0633140560), von anderen Fonds in dem Segment ab?
Das ist die Breite unserer Möglichkeiten. Unsere Investoren sprechen miteinander. In den Schwellenländern ist das Risiko viel ausgeprägter, deshalb wird auch die Kommunikation darüber viel wichtiger.


Wie sieht Ihre Perspektive in den nächsten fünf Jahren für die Schwellenländer aus?

Die Outperformance der Schwellenländer wird weiter gehen. Im laufenden Jahr sind die Emerging Markets mit 18 Prozent im Plus, aber in den vergangenen fünf Jahren besteht noch ein Aufholpotential von 40.

Wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
20.06.2017,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

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AB SICAV I - Emerging Markets Multi-Asset Portfolio A von AllianceBernstein (Luxembourg) S.à r.l.

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  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

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