„Die gleichen Geldanlagen wie bei Banken und Sparkassen - nur zu deutlich besseren Konditionen, denn über FondsDISCOUNT.de entscheiden Sie selbst, ganz ohne Beratung.“

Service-Telefon täglich von 9 bis 21 Uhr:   030 2757764-00

Suche: WKN/ISIN, Beteiligungen, Gesellschaften

HY-Markt Investoren ziehen sich aus Hochzins-Anleihen zurück

HY-Markt Foto: © / diego1012 / fotoliaAnleger erwarten mit Spannung, was passiert, wenn die Fed heute die Zinsen anhebt.

Vor einer möglichen Anhebung der US-Zinsen ziehen Anleger 2,8 Milliarden Dollar aus dem Hochzinsanleihen-Markt ab. Ein Barclays-ETF verlor allein 732 Millionen. Die Volatilität des HY-Marktes könnte auch den Aktienmarkt in Mitleidenschaft ziehen.


Zum Jahresende wird es noch einmal spannend. Investoren haben im Dezember 2,8 Milliarden US-Dollar aus Hochzinsanleihen-Fonds abgezogen. Den mit 732 Millionen Dollar größten Kapitalabfluss musste der SPDR Barclays High Yield Bond ETF verzeichnen, berichtet Jeff Tjornehoj für Lipper Insight. Investoren spekulieren auf den Start eines Bärenmarktes im Kreditmarkt. Die Differenz der Renditen für Hochzinsanleihen zu den Renditen herkömmlicher US-Treasuries nimmt weiter zu (Spread). Eine ähnliche Entwicklung war vor dem Ausbruch der Finanzkrise und dem Einsturz der Börsenkurse in 2008 zu beobachten. Wird die anstehende Zinswende nun ebenso dramatisch?

Es gibt einige Gründe, die gegen einen großen Crash sprechen. Investoren wollen zum Jahresabschluss ihre Bilanzen aufpolieren, der schwache Ölpreis macht ihnen dabei einen Strich durch die Rechnung. Denn der Markt für Hochzinsanleihen ist stark abhängig vom Energiesektor. Energieunternehmen geben Hochzinsanleihen (HY) aus, um sich zu refinanzieren. Der dramatische Verfall des Ölpreises senkt ihre Einnahmen und erschwert dieses Unterfangen. Goldman Sachs zufolge könnte der Ölpreis in 2016 noch auf bis zu 20 Dollar fallen. Diese Entwicklung schlägt auch auf den Markt für Hochzinsanleihen aus und könnten einen Grund für die Kapitalflucht der Anleger darstellen.

Dass die Kapitalflucht am HY-Markt auf den Aktienmarkt übergreift, ist auch unwahrscheinlich. Der Aktienmarkt ist nicht so stark vom Energiesektor abhängig, wie der HY-Markt. Im Barclays Aggregate Bond Index sind Energieunternehmen mit 15 Prozent vertreten, im Index S&P 500 sind es gerade einmal 6,6 Prozent. Ein Abschwung am HY-Markt werde sich daher nicht unmittelbar auf den Aktienmarkt auswirken, schreibt Burt White, vom Finanzdienstleistungs- und Consulting- Unternehmen LPL in einem Bericht für den Business Insider. Zudem sei der Aktienmarkt sehr viel liquider als der Markt für Hochzinsanleihen. Die hohe Volatilität sei zu diesem Zeitpunkt des Konjunkturzyklus normal, da zum Jahresende die Bücher geschlossen und Gewinne mitgenommen würden.

Attraktiver Zins-Spread im HY-Markt
Bereits bis September konnten HY-Anleihen noch hohe Kapitalzuflüsse verzeichnen. Dieser Trend hat sich im Oktober verfestigt und zu einem Anstieg der Risikoprämien im November geführt. Die mögliche Zinswende in den USA – die Erwartungen zufolge von Fed-Chefin Janet Yellen am Mittwoch verkündet werden könnte (siehe Video am Ende des Artikels) – sei wegen des attraktiven Zins-Spreads kein Grund zur Beunruhigung, glaubt Peter Jeggli, Leiter der Kreditanalyse bei Fisch Asset Management.

Beim Vergleich zweier Zinssätze spricht man vom Zins-Spread. Dabei kann nach Laufzeit oder Kreditqualität unterschieden werden. „Hochverzinsliche Anleihen bieten in Zeiten steigender Zinsen dank des impliziten Spread-Puffers eine Sicherheitsmarge im Vergleich zu anderen Anleihensegmenten“, so Jeggli. Vorteilhaft sei auch, dass sich der Durations-Unterschied zwischen High Yield- und Investment Grade-Anleihen vergrößert habe, was die Zinssensitivität von High Yield-Bonds reduziere. „Und in Zeiten potenziell steigender Zinsen ist eine Diversifikation weg von Zinsrisiken hin zu Kreditrisiken äußerst sinnvoll“, so der Portfolio Manager des Fisch Bond Global High Yield Fund.

Fed entscheidet heute Abend über die Zinswende
Der Fonds ist überwiegend im europäischen HY-Markt investiert. Jeggli verweist auf das attraktive Risiko/Rendite-Profil der Anlageklasse und gibt eine Einschätzung für die anstehende Zins-Entscheidung der US-Zentralbank: „Wir bleiben bei einer defensiveren Positionierung und gehen davon aus, dass der High Yield-Markt auf eine Leitzinserhöhung der amerikanischen Notenbank positiv reagieren würde, wohingegen keine Erhöhung den Markt irritieren könnte.“

Ariel Bezalel, Manager des Jupiter Dynamic Bond SICAV Fonds, ist da weitaus skeptischer. Die Fed könne eine Anhebung der Zinsen bereuen. Die globale Wirtschaft und der Aufschwung in den USA seien zu schwach, der richtige Zeitpunkt für eine Zinswende sei bereits verpasst worden. „Wir glauben nicht an den Beginn einer großen Normalisierung, sondern schätzen die Lage vielmehr so ein, dass die Zinsen noch für lange Zeit auf einem niedrigen Niveau verharren werden“, sagte Bezalel in einem Beitrag von Cash.Online.



Mit der Entscheidung über eine Anhebung der US-Zinsen durch das Open Market Committee kann am Abend gerechnet werden.
Bitte beachten Sie, dass das hier eingebundene Video vom Anbieter stammt. Die wallstreet:online capital AG hat die Richtigkeit der Angaben nicht überprüft und macht sich den Inhalt auch nicht zu Eigen. Bereitgestellt von: Wirtschaft TV
16.12.2015,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Produkte zu diesem Thema

SPDR Barclays High Yield Bond ETF von State Street Global Advisors
Jupiter Dynamic Bond L EUR Q Inc Dist von Jupiter Global Fund, The

Alle Anlagen an Wertpapierbörsen sind mit Risiken verbunden:

  • Die Wertentwicklung eines Fonds wird maßgeblich von der Wertentwicklung der Anlagewerte bestimmt. Daraus ergibt sich das Risiko von finanziellen Verlusten wenn sich Marktpreise von bestimmten Werten ändern.
  • Das Risiko des Fondsmanagements besteht darin, dass der Fondsmanager Entscheidungen trifft, die eventuell nicht den Zielvorstellungen der Anleger entsprechen, oder die dazu führen, dass sich der Fonds negativ entwickelt.
  • Von den angelegten Beträgen gehen Kosten für die Fondsverwaltung usw. ab. Das kann dazu führen, dass sich Fonds im Vergleich zur direkten Anlage, z.B. in Aktien, nicht proportional entwickeln.
  • Wertentwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge. Wer Ranglisten und Statistiken als Entscheidungsgrundlage für eine bestimmte Fondsanlage nutzen will, sollte auf die Voraussetzungen achten, unter denen derartige Rang- und Bestenlisten erstellt wurden.
  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

Ähnliche Artikel finden

» » » » HY-Markt - Investoren ziehen sich aus Hochzins-Anleihen zurück

Suchbegriffe, die Leser mit diesem Thema verbinden


Mehr aus dem Bereich Rentenfonds

Edmond de Rothschild-Interview Edmond de Rothschild-Interview - Die globale Anleihen-Strategie nach der Zinswende Investoren sollten ihre Anleihen-Strategie schon vor der Zinswende in den USA überdenken. Im Interview mit FondsDISCOUNT.de erklärt Guillaume Rigeade, Fondsmanger des Edmond de Rothschild Bond mehr...

Fonds-Fusion Fonds-Fusion - ZZ1 und ZZ2 werden eins Die Wiener ZZ Vermögensverwaltung legt Mitte Dezember 2016 ihre beiden High-Yield-Anleihefonds „ZZ1“ und „ZZ2“ zusammen. Dies soll Kosten sparen und mehr Effizienz im mehr...

Deutscher Mittelstandsanleihen Fonds Deutscher Mittelstandsanleihen Fonds - Fonds-Initiator erneut ausgezeichnet Die Düsseldorfer KFM Deutsche Mittelstand AG wurde beim diesjährigen „Großen Preis des Mittelstandes 2016“ erneut ausgezeichnet. Die bundesweite Prämierung gilt als mehr...

Unser Newsletter

... informiert Sie über aktuelle Kapitalanlagen & Marktentwicklungen

Anzeige

Kontakt

Service-Telefon
täglich von 9 bis 21 Uhr

030 2757764-00

Wir rufen Sie gern zurück! Nutzen Sie unseren kostenlosen Rückrufservice.

E-Mail: info@fondsdiscount.de
social media