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Marktstudie zu offenen Immobilienfonds Kaum noch Performance-Unterschiede

Marktstudie zu offenen Immobilienfonds Foto: © / sdecoret / FotoliaDie verbliebenen Immobilienfonds werden sich immer ähnlicher

Immobilienfonds sind beliebt, haben aber mit steigenden Marktpreisen zu kämpfen. Eine aktuelle Studie belegt, dass die Auswahl an offenen Immobilienfonds tatsächlich kleiner geworden ist, zudem gleichen sich die verbliebenen Produkte immer mehr an.


Immobilieninvestments sind ein Dauerbrenner, noch immer wollen zahlreiche Anleger von der Werthaltigkeit bzw. dem Wertsteigerungspotenzial dieser Assetklasse profitieren. Das Angebot an offenen Immobilienfonds ist hingegen allerdings recht überschaubar. So hat die Ratingagentur Scope aktuell gerade einmal 13 Produkte für Privatanleger gezählt. Zusammen mit sieben Immobilienfonds für institutionelle Anleger ergibt sich ein Volumen von rund 80 Milliarden Euro.

Für welchen der Fonds man sich am Ende entscheidet, spielt laut den Analysten keine große Rolle mehr, denn die Rendite-Risiko-Profile der verschiedenen Angebote werden sich immer ähnlicher. Noch vor wenigen Jahren seien erkennbare Unterschiede hinsichtlich Rendite und Volatilität der einzelnen Fonds erkennbar gewesen, denn die Investitionsschwerpunkte hätten sich deutlicher voneinander abgegrenzt. Gegenwärtig zeigten allerdings vor allem die Fonds für Privatanleger kaum noch Performance-Unterschiede. Zur Orientierung: Der global anlegende hausInvest (ISIN: DE0009807016) weist in fünf Jahren nach Angaben von Scope eine Wertentwicklung von 2,37 Prozent p.a. auf, der UniImmo Europa (ISIN: DE0009805515) 2,47 Prozent , der UniImmo Global (ISIN: DE0009805556) 2,68 Prozent p.a., lediglich der Wertgrund WohnSelect (ISIN: DE000A1CUAY0) sticht mit 4,83 Prozent p.a. in fünf Jahren hervor (Scope, Stichtag: 31.05.2017).

Eine weitere Entwicklung ist die zunehmende Reglementierung der Mittelzuflüsse – die meisten Fondsgesellschaften steuern die Liquidität mittlerweile über Cash-Call-Strategien bzw. Soft Closings. Denn die hohen Zuflüsse können angesichts des angespannten Immobilienmarkts oft nicht gleich investiert werden – was wiederum die Performance eines Fonds gefährden kann. Wie Scope berichtet, ist die durchschnittliche nach Fondsvermögen gewichtete Bruttoliquiditätsquote der Publikumsfonds im vergangenen Jahr auf fast 23 Prozent gestiegen (Stand: 31.12.2016). Zahlreiche Fondsmanager haben daraufhin die Mittelzuflüsse begrenzt. In Folge sank die Liquiditätsquote in den ersten drei Monaten dieses Jahres deutlich auf im Schnitt 21 Prozent. Unter den großvolumigen Fonds weisen derzeit der UniImmo Deutschland (26,4 Prozent; ISIN: DE0009805507) und der hausInvest (23,6 Prozent) die höchsten Liquiditätsquoten auf.

Auch die durchschnittlichen Vermietungsquoten der Fondsobjekte befinden sich mit aktuell 94,6 Prozent auf einem sehr hohen Niveau; im vergangenen Jahr betrug der damals schon hohe Vermietungsstand 93,8 Prozent.

In 2016 erwarben die Publikumsfonds 60 Objekte und investierten dafür insgesamt 6,2 Milliarden Euro. Die Scope-Autoren stellen jedoch fest, dass das Investitionsvolumen im Vergleich zu 2015 rückläufig sei. Denn für Fondsmanager werde es zunehmend schwieriger, Objekte mit attraktiven Risiko-Rendite-Profilen anzukaufen. Regional betrachtet dominieren die USA, mehr als ein Drittel des gesamten Investitionsvolumens floss 2016 in die Staaten. Deutschland belegt mit 1,1 Milliarden bzw. 17 Prozent des Gesamt-Investitionsvolumens Rang zwei der beliebtesten Länder. In den Vorjahren nahm Deutschland noch den Spitzenplatz ein.

Ausblick: Scope erwartet, dass die Fondsgesellschaften ihre Mittelzuflüsse weiterhin reglementieren werden. Hoffnung für investitionswillige Anleger gibt allerdings die von dem Analysehaus durchgeführte Befragung, wonach sämtliche Anbieter die Auflage neuer Produkte planen. Der Immobilienboom dürfte also noch nicht zu Ende sein.

Tipp: Aktuell in den Cash Call gestartet ist der Fokus Wohnen Deutschland (ISIN: DE000A12BSB8). Falls wir Sie über anstehende Cash Calls informieren sollen, schreiben Sie uns gerne eine kurze Nachricht: Kontaktformular

21.06.2017,

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