Service-Telefon täglich von 8 bis 22 Uhr:   030 2757764-00

Suche: WKN/ISIN, Beteiligungen, Gesellschaften

Zurück zu aktiven Fonds Marktkorrektur wird für ETFs gefährlich

Zurück zu aktiven Fonds Foto: © / germanskydive110 / fotoliaAufwärts oder abwärts? Nicht nur Privatanleger können die Orientierung verlieren.

Die Ruhephase ist vorbei. Der neue Abwärtsdruck an den globalen Aktienmärkten lässt die Skeptiker aufschreien: Charttechniker warnen vor einem neuen Jahrestief beim DAX. Ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, von ETFs zurück zu aktiven Fonds zu wechseln?


Kommt der Abwärtstrend jetzt mit aller Kraft zurück? – In den vergangenen Wochen schwankte der DAX in einem Korridor zwischen 9.800 und 10.100 Punkten. Am Dienstag ging es dann wieder deutlich bergab. Der deutsche Leitindex verlor 2,5 Prozent und sackte zwischenzeitlich bis zur Marke von 9.500 Punkten ab. Der Grund: Ein Mitarbeiter der US-Notenbank Fed hat einen zweiten Zinsschritt in diesem Jahr nicht ausgeschlossen. Auf einer Konferenz in Hong Kong sagte Charles Evans, Chef der Fed-Filiale von Chicago, er sei überrascht, dass die Märkte weniger Aktivität von der Fed erwarteten. Die Aussage hat am Dienstag zuerst in Japan für Unruhe gesorgt. Der Aktienindex Nikkei verlor 2,4 Prozent. Auch in Europa und den USA hat die Meldung im Laufe des Tages für Unruhe gesorgt.

Neben den aktuellen Entwicklungen sorgt auch der mittelfristige Ausblick an den Börsen für Unruhe. Traditionell gehören April und Mai zu den stärksten Monaten an den Finanzmärkten, bevor die Handelsvolumina zurückgehen und eine inoffizielle Sommerpause die Börsenkurse einschläfert. Doch weil die Märkte schwach in den April gestartet sind darf bezweifelt werden, ob die alte Börsenweisheit „sell in May, then go away“ auch in diesem Jahr gilt. Wenn die Börsenschwäche bis zu den Sommermonaten anhält, dann wäre das „eine Katastrophe für den DAX“, sagt Samir Boyardan von Mastertrends im Interview mit Wirtschaft TV. Der Charttechniker hält eine weitere deutliche Korrektur für möglich, die den DAX 20 Prozent in die Tiefe reißen könnte (siehe Video). Das wäre gleichbedeutend mit einem neuen Tiefststand.

Bitte beachten Sie, dass das hier eingebundene Video vom Anbieter stammt. Die wallstreet:online capital AG hat die Richtigkeit der Angaben nicht überprüft und macht sich den Inhalt auch nicht zu Eigen. Bereitgestellt von: Wirtschaft TV


IWF fordert Staaten zum Handeln auf
Der internationale Währungsfonds trägt zur allgemeinen Verunsicherung bei. IWF-Chefin Christine Lagarde setzte die großen Wirtschaftsnationen der Welt in „Alarmbereitschaft“. Die Weltwirtschaft habe an Wachstumsdynamik verloren. Während ihrer Rede an der Goethe Universität am Dienstag in Frankfurt forderte Lagarde eine Anhebung der Löhne in den USA, verbesserte Qualifizierungsmaßnahmen für Jobsuchende in Europa und höhere Sozialausgaben anstatt von Energiesubventionen in den Schwellenländern.

In Deutschland sinken unterdessen die Auftragseingänge der Industriebetriebe um -1,2 Prozent zum Vormonat. Das entspricht dem niedrigsten Stand seit einem halben Jahr, teilte das Bundesministerium für Wirtschaft am Dienstag mit. Die Bundesbank erwartet zudem schwächere Exportdaten für das zweite Quartal.

Dieser Ausblick lässt die Wahrscheinlichkeit weiterer Marktverwerfungen steigen. Investoren in ETFs auf den deutschen Aktienindex DAX sollten die Entwicklungen mit Aufmerksamkeit verfolgen und gegebenenfalls frühzeitig aussteigen oder auf aktiv gemanagte Fonds oder Sachwerte umsteigen. Denn man muss ja nicht alle Abwärtsbewegungen des DAX mitmachen (siehe Chart, rechts).

Alternativen gibt es genügend. Zum Beispiel am Rentenmarkt. Die ultralockere Geldpolitik der EZB wird die Kurse am Rentenmarkt in die Höhe treiben. Obwohl die Zinsen gleichzeitig sinken werden, können Anleger durch Anteile an Mischfonds mit Anleihenschwerpunkt von dieser Entwicklung profitieren. ETFs hingegen haben keine Möglichkeit, auf aktive Entwicklungen an den Märkten zu reagieren. Sie folgen stur ihrer Benchmark. Anleger, die die börsennotierten Fonds nicht rechtzeitig abstoßen, heißt es: „Mitgehangen, mitgefangen!“

Tipp: Mischfonds mit Schwerpunkt auf defensiven Anleihen können in unsicheren Marktphasen die Nerven beruhigen (siehe Tabelle). Der Jyske Invest Stable Strategy (WKN: A0B729), zum Beispiel, macht seinem Namen alle Ehre. Unter unseren fünf Top-Sellern hat der Mischfonds in den vergangenen zwölf Monaten kaum an Wert verloren, in fünf Jahren aber am meisten gewonnen. In hektischen Marktphasen kann sich der Fonds komplett aus dem Aktienmarkt verabschieden. Das Risiko ist auf viele verschiedene Regionen, Länder und Sektoren gestreut. Hauptsächlich investiert der Jyske Fonds in in von Staaten, Realkreditinstituten und internationalen Organisationen ausgestellten oder garantierten Anleihen.

FondsWKNTypPerformance, 1 JahrPerformance, 3 JahrePerformance, 5 Jahre
Ethna-AKTIV A764930Mischfonds primär Anleihen-7,99 % 5,01 % 15,17 %
M&G Optimal Income € A-HA0MND8Mischfonds primär Anleihen-5,10 % 6,19 % 27,30 %
Jyske Stable StrategyA0B729Mischfonds primär Anleihen-1,38 % 12,77 % 27,51 %
StarCapital Winbonds plus AA0J23BMischfonds primär Anleihen-7,49 % 5,95 % 18,06 %
DWS Concept DJE Alpha Renten Glo LC974515Mischfonds primär Anleihen-2,87 % 17,57 % 26,72 %
Quelle: FondsDISCOUNT.de (Edisoft: 05.04.2016)
05.04.2016,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Produkte zu diesem Thema

Jyske Invest Stable Strategy von Jyske Invest Fund Management A/S

Alle Anlagen an Wertpapierbörsen sind mit Risiken verbunden:

  • Die Wertentwicklung eines Fonds wird maßgeblich von der Wertentwicklung der Anlagewerte bestimmt. Daraus ergibt sich das Risiko von finanziellen Verlusten wenn sich Marktpreise von bestimmten Werten ändern.
  • Das Risiko des Fondsmanagements besteht darin, dass der Fondsmanager Entscheidungen trifft, die eventuell nicht den Zielvorstellungen der Anleger entsprechen, oder die dazu führen, dass sich der Fonds negativ entwickelt.
  • Von den angelegten Beträgen gehen Kosten für die Fondsverwaltung usw. ab. Das kann dazu führen, dass sich Fonds im Vergleich zur direkten Anlage, z.B. in Aktien, nicht proportional entwickeln.
  • Wertentwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge. Wer Ranglisten und Statistiken als Entscheidungsgrundlage für eine bestimmte Fondsanlage nutzen will, sollte auf die Voraussetzungen achten, unter denen derartige Rang- und Bestenlisten erstellt wurden.
  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

Ähnliche Artikel finden

» » » Zurück zu aktiven Fonds - Marktkorrektur wird für ETFs gefährlich

Suchbegriffe, die Leser mit diesem Thema verbinden


Mehr aus dem Bereich Investmentfonds

Interview mit LGT Interview mit LGT - „Anleger können die Irrationalität der Emerging Markets als Vorteil nutzen“ Es gibt nicht „die Schwellenländer“. Einige haben Reformen vollzogen, andere nicht, daraus ergeben sich Gewinner und Verlierer. Wie Investoren davon profitieren, erklärt mehr...

Veritas Investment Veritas Investment - Für jeden Risikotyp der passende Fonds Statt auf Prognosen setzt Veritas auf einen systematischen Ansatz. Mit Erfolg: In 2017 laufen alle Fonds des Hauses positiv. Gleichzeitig werden die Nerven geschont, denn die Volatilität ist niedriger als mehr...

Clever sparen Clever sparen - Lassen Sie Ihr Weihnachtsgeld nicht versauern! Viele Arbeitnehmer können sich über Extra-Geld zu Weihnachten freuen. Doch nur die wenigsten legen das Weihnachtsgeld in Aktien oder Fonds an und das, obwohl Fondssparpläne eine bequeme und mehr...

Unser Newsletter

... informiert Sie über aktuelle Kapitalanlagen & Marktentwicklungen
social media