„Die gleichen Geldanlagen wie bei Banken und Sparkassen - nur zu deutlich besseren Konditionen, denn über FondsDISCOUNT.de entscheiden Sie selbst, ganz ohne Beratung.“

Service-Telefon täglich von 9 bis 21 Uhr:   030 2757764-00

Suche: WKN/ISIN, Beteiligungen, Gesellschaften

MainFirst Interview Multi-Investment-Boutique ohne Grenzen

MainFirst Interview Foto: © / Jenny Sturm / fotoliaBoutiquen setzen ihren Managern bei der Asset-Auswahl keine Grenzen.

MainFirst zeichnet sich durch kreative Fondskonzepte und größtmögliche Freiheit im Asset Management aus. Im Interview mit Lars Kammann, Vice-President Business Development, wollten wir mehr über das Erfolgskonzept der Multi-Boutique erfahren.


FondsDISCOUNT.de: Herr Kammann, die Zahl der Fondsboutiquen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Wie grenzt sich MainFirst Asset Management von den großen Fondsgesellschaften und von anderen Fondsboutiquen ab?

Lars Kammann: Wir sind eine unabhängige Multi-Investment-Boutique mit drei Milliarden Euro Assets under Management, verwalten neun Publikumsfonds und verschiedene Spezialmandate in den Asset Klassen Equities, Fixed Income, Multi Asset und Absolute Return. Wir verbinden die Expertise und Flexibilität fokussierter Asset-Management-Teams mit den Stärken und Prozessen einer breit aufgestellten, internationalen Plattform für aktives Risikomanagement, Legal und Compliance sowie disziplinierte Abwicklungsprozesse. Als aktive Portfoliomanager streben wir bewusst eine fundamentale Auswahl von Einzelwerten an. Benchmarknahes Tracking von Indizes widerspricht hingegen unserem Investmentstil.

MainFirst Asset Management versteht sich als „Multi-Boutique“. Was genau kann man darunter verstehen?

Das Besondere an der Multi-Boutique MainFirst Asset Management: Jede einzelne Boutique – also jedes unserer Fondsmanagement-Teams – ist befähigt und beauftragt, ihren eigenen Investmentstil konsequent zu verfolgen und umzusetzen. Bewusst greifen wir nicht in diesen Prozess ein – und geben weder ein Investment-Universum vor, noch setzen wir einen Chief Investment Officer zur Steuerung ein. Im Resultat setzen die Teams die individuellen Investmentprozesse stringent und erfolgreich um. Auf diese Weise profitieren die Kunden von vielfältigen Investmentmöglichkeiten sowie der Verbindung aus Expertise und Flexibilität fokussierter Asset-Management-Teams mit den Stärken und Prozessen einer breit aufgestellten, internationalen Plattform.

So wird das Beste aus zwei Welten kombiniert: Einerseits die Freiheit und Verantwortlichkeit für unsere sehr erfahrenen Portfolio Manager, ihr jeweiliges Produkt unabhängig und mit strikter Stilkonsistenz konsequent umsetzen zu können. Und andererseits die professionelle internationale Plattform, im Rahmen einer strikt regulierten Vollbank, mit diszipliniertem Risikomanagement, Compliance und Abwicklungsprozessen.

Die MainFirst-Fonds haben vergleichbare Fonds in ihrer Performance in 2015 teilweise deutlich und langfristig hinter sich gelassen. Wie lautet das Geheimnis dieses Erfolges?

MainFirst stellt eine Plattform zur Verfügung mit erstklassigen und flexiblen Fondsprodukten mit klarem Anlagefokus, die ihre Benchmarks regelmäßig und langfristig übertreffen. Sowohl beim MainFirst Global Equities Fund (WKN: A1KCCM) als auch beim Absolute Return Multi Asset Fund (WKN: A1KCCD) orientieren wir uns an keiner Benchmark, sondern setzen auf aktives Management, entsprechend hoch ist das Active Share. Diese Kennzahl drückt in Prozent aus, wie stark ein Fondsportfolio vom Vergleichsindex abweicht. Das Management-Team aus Adrian Daniel, Frank Schwarz und Patrick Vogel arbeitet bereits viele Jahre eingespielt und erfolgreich zusammen und setzt seinen Investmentansatz strukturiert über das gesamte Portfolio um. Die Spezialität der Fondsmanager: Sie identifizieren nachhaltige Investment-Themen. Sektoren mit strukturellem Gegenwind vermeiden sie hingegen konsequent. Wenn das Team Risiken eingeht, dann tut es dies ganz bewusst. Zudem steuert das Fondsmanagement systematisch die Aktienquote und Währungsquote und sichert die Risiken mit taktischem Overlay ab (Einsatz von Derivaten, Anm. d. Red.).

Unser Absolute Return Multi Asset Fund verfolgt das Ziel einer langfristigen positiven Rendite oberhalb von 5 Prozent bei vertretbarem Risiko (siehe Chartbild, oben). Der Fonds orientiert sich nicht an bestimmten Benchmarkindizes, sondern bedient sich flexibel einer breit diversifizierten Anlagestruktur von Aktien, Anleihen, Währungen und Rohstoffen auf globaler Ebene. Das Portfoliomanagement wählt Einzelanlagen nach fundamentalen Kriterien mit Fokus auf stetigen Wertzuwachs aus. Es erfolgt eine Kombination aus Bottom-up und Top-down Research und der Analyse struktureller Trends. Dies ermöglicht es dem Portfoliomanagement, einzelne Anlagen über verschiedene Anlageklassen hinweg zu vergleichen. Bei der Selektion und Allokation der Anlagen steht die Attraktivität des Chance-/Risikoprofils im Vordergrund. Das absolute Verlustrisiko wird durch quantitative sowie qualitative Risikoanalysen kontinuierlich gesteuert.

Der MainFirst Global Equities Fund ist ein global investierender Aktienfonds. Bevorzugt wird in Unternehmen mit strukturellem Wachstum investiert. Die Aktien werden mit einem geplanten Horizont von rund fünf Jahren erworben. Die Philosophie dahinter ist, sich strategisch an Unternehmen zu beteiligen und an deren längerfristiger Entwicklung zu partizipieren. Alle Titel werden im Team bottom-up analysiert. Begleitet wird diese langfristige fundamentale Unternehmensauswahl von einer kurzfristigen technischen Steuerung der Aktienquote: Um die Volatilität und damit das Risiko des Fonds zu reduzieren, wird die Aktienquote zwischen null und 100 Prozent aktiv gesteuert. Der Grad der Absicherung wird mit Hilfe von technischen und quantitativen Indikatoren bestimmt. Als Vergleichsmaßstab dient (trotz der schwankenden Aktienquote) der Index MSCI World in Euro. Es befinden sich rund 40 bis 50 Titel im Portfolio (siehe Chartvergleich, links). Die Ziele des Fonds sind eine Outperformance des MSCI World in Euro mit deutlich geringerer Volatilität in Bärenmärkten und einem geringeren maximalen Drawdown.

Der MainFirst Germany Fonds (WKN: A0RAJN) beteiligt sich langfristig an unterbewerteten Unternehmen mit überdurchschnittlichem Gewinnwachstum und starkem Management. Das typische Unternehmen im Fonds ist ein global agierender Mittelständler mit hoher Profitabilität. Das Fondsmanager-Team um Olgerd Eichler präferiert, wenn der Vorstand signifikant am Unternehmen beteiligt ist oder es sogar selbst gegründet hat. Teil der Investment-Philosophie ist der regelmäßige Kontakt und die detaillierte Analyse der Unternehmen, welche dann individuell bewertet und zu günstigen Preisen erworben werden. Daraus entsteht ein konzentriertes, benchmarkunabhängiges Portfolio mit ungefähr 30 Titeln. Die Ausrichtung des Fonds zielt überwiegend auf deutsche Small und Mid Caps ab. Je nach Börsenumfeld kann die Flexibilität genutzt werden, um auch einen großen Anteil in Large Caps zu investieren (siehe Chartvergleich, rechts).

Der MainFirst Top European Ideas Fund (WKN: A0MVL0) investiert in die Aktien unterbewerteter Unternehmen mit gutem mittelfristigem Gewinnwachstum und starkem Management. Das Investment-Universum besteht aus (west-)europäischen Aktien unabhängig von Marktkapitalisierung, Stil, Sektor oder Land. Der praktizierte Flexible-Blend-Ansatz bedient sich sowohl Wachstums- als auch Value-Titeln. Fondsmanager Olgerd Eichler nutzt intensiv die über Jahre erworbenen Kenntnisse über eine größere Zahl von Unternehmen, wobei der Investmentansatz nicht einem starren Prozess gleicht. Von den üblichen Finanzkennzahlen abgesehen möchte der Fondsmanager verstehen, ob das Unternehmen eine besondere Marktstellung genießt und das Management einen herausragenden Track-Record hat; es sollte sich ferner dem Aktionärswert explizit verpflichtet fühlen. Dabei kommt es darauf an, ob ein Unternehmen nachhaltig Gewinne und Margen steigern kann. Alle diese Faktoren führen letztlich zu einem Portfolio von ca. 50 Aktien (siehe Chartvergleich, oben).

Einer aktuellen Studie der TABB Group zufolge müssen sich Fondsboutiquen mit einem steigenden Regulierungsdruck in unterschiedlichen Rechtsräumen abfinden. Bekommen Sie diesen Druck zu spüren?

Die steigende Regulierung beschäftigt die Branche. Die Ansprüche an interne Compliance-Regeln sind in den vergangenen Jahren immer höher geworden. MainFirst ist bereits aus den Geschäftsbereichen mit institutionellen Kunden und dem Risikomanagement sowie aus der allgemeinen Historie der Bank bestens für hohe Anforderungen gerüstet. Die MainFirst Bank AG unterliegt international der Kontrolle verschiedener Aufsichtsbehörden, darunter die europäische FINMA, die deutsche BaFin, die luxemburgische CSSF, die britische FSA sowie die US-amerikanische FINRA. Je nach Land ergeben sich daraus zusätzlich zu internationalen und europäischen Standards noch nationale regulatorische Anforderungen. Auch die Vorbereitungen auf MIFID II beschäftigen die Branche aktuell (EU-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente, Anm. d. Red.) Wir sehen uns gut vorbereitet, ein Team in unserem Haus beschäftigt sich latent mit neuen regulatorischen Anforderungen und deren praktischer Umsetzung.

Was sind die größten Herausforderungen für Fondsboutiquen im aktuellen Marktumfeld?

Wir beobachten immer mit Sorge, dass sich die Inflows auf wenige Produkte pro Assetklasse konzentrieren. Dass führt zu Verwässerungen in der Strategie und zu Supertankerfunds, die die Liquidität des Marktes absorbieren. Als Fondsboutique ohne Filialnetz sind wir darauf angewiesen, dass Privatkunden oder institutionelle Investoren den Mut haben auch Produkte zu kaufen, die von der Performanceseite überzeugen, aber nicht notwendigerweise in allen Printmedien mit Werbekampagnen auftauchen. Extrem ist die Situation mit den Mischfonds, die zurzeit in aller Munde sind. Hier hoffen wir, dass auch neuen innovativen Konzepten eine faire Analyse zu Teil wird.

Fondsboutiquen konnten in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewinnen. Welche Rolle werden sie in Zukunft bei der Suche nach immer neuen erfolgreichen Wachstumsstrategien spielen?

Boutique-Konzepte werden auch in Zukunft populär sein, weil Sie für Anleger genau die spezialisierten und maßgeschneiderten Fondsprodukte auflegen können, die im nach wie vor schwierigen Anlageumfeld gefragt sind. Generell sind zudem kleinere Asset-Manager flexibler als große Häuser und können eher unabhängige Investmentansätze bieten. MainFirst geht genau diesen Weg und setzt auf aktive, unabhängige Fondsmanager, die für Anleger mit einer klaren Marktmeinung und einem konsistenten Investmentprozess Überrenditen generieren können. Wir sind überzeugt von unserem Markenclaim: „Character. For more Performance.“

Herr Kammann, wir danken Ihnen vielmals für das Interview.

Weitere Beiträge der Serie über Fondsboutiquen:
Teil 1: Die neue Welt der Fonds-Boutiquen
Teil 2: Mandarine Unique: Die Perlentaucher
Teil 3: Quantex Global Value Fund schlägt die großen Namen
Teil 4: MainFirst Interview: Multi-Investment-Boutique ohne Grenzen
Teil 5: Compliance erzeugt hohen Anpassungs-Druck
Teil 6: Die Bedeutung von Fondsboutiquen wird zunehmen (Interview)
Teil 7: Value Opportunity Fund - Werthaltige Assets zur richtigen Zeit
23.11.2015,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.


Alle Anlagen an Wertpapierbörsen sind mit Risiken verbunden:

  • Die Wertentwicklung eines Fonds wird maßgeblich von der Wertentwicklung der Anlagewerte bestimmt. Daraus ergibt sich das Risiko von finanziellen Verlusten wenn sich Marktpreise von bestimmten Werten ändern.
  • Das Risiko des Fondsmanagements besteht darin, dass der Fondsmanager Entscheidungen trifft, die eventuell nicht den Zielvorstellungen der Anleger entsprechen, oder die dazu führen, dass sich der Fonds negativ entwickelt.
  • Von den angelegten Beträgen gehen Kosten für die Fondsverwaltung usw. ab. Das kann dazu führen, dass sich Fonds im Vergleich zur direkten Anlage, z.B. in Aktien, nicht proportional entwickeln.
  • Wertentwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge. Wer Ranglisten und Statistiken als Entscheidungsgrundlage für eine bestimmte Fondsanlage nutzen will, sollte auf die Voraussetzungen achten, unter denen derartige Rang- und Bestenlisten erstellt wurden.
  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

Ähnliche Artikel finden

» » » MainFirst Interview - Multi-Investment-Boutique ohne Grenzen

Suchbegriffe, die Leser mit diesem Thema verbinden


Mehr aus dem Bereich Investmentfonds

Mandelbrot Market Neutral Germany Mandelbrot Market Neutral Germany - Eine Momentum-Strategie braucht keine M&A-Aktien Die Performance einer Momentum-Strategie läuft ohne Aktien von Übernahmekandidaten deutlich besser, belegen neue Analysen. Der Mandelbrot Market Neutral Germany passt daher seine Anlagestrategie an mehr...

DWS schließt Flexpension-Fonds DWS schließt Flexpension-Fonds - Hier sind Investment-Alternativen mit Spar-Garantie In der Niedrigzinsphase droht vielen Garantie-Produkten das Aus. Neben klassischen Lebensversicherungen sind auch die einst beliebten Garantie-Fonds betroffen. Doch mit Investment-Alternativen können mehr...

Balanced Risk Allocation Balanced Risk Allocation - Invesco erhält Auszeichnung für Multi Asset Fonds Von Rating-Agenturen bewertete Fondsgesellschaften bieten Privatanlegern einen Anhaltspunkt, um sich im dichten Investment-Dschungel zu orientieren. Im Bereich Multi Asset hat Invesco eine Auszeichnung in der mehr...

Unser Newsletter

... informiert Sie über aktuelle Kapitalanlagen & Marktentwicklungen

Anzeige

Kontakt

Service-Telefon
täglich von 9 bis 21 Uhr

030 2757764-00

Wir rufen Sie gern zurück! Nutzen Sie unseren kostenlosen Rückrufservice.

E-Mail: info@fondsdiscount.de
social media