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Aufsicht Neue Meldestelle: BaFin schützt Whistleblower

Aufsicht Foto: © / Imillian / FotoliaBesserer Schutz für Hinweisgeber.

Zahlreiche Finanz-Skandale konnten nur mit der Hilfe von Insider-Wissen aufgeklärt werden. Die BaFin schützt die sogenannten Whistleblower ab sofort mittels einer zentralen Meldestelle.


Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat seit Anfang Juli eine zentrale Meldestelle eingerichtet, über die Whistleblower Verstöße gegen aufsichtsrechtliche Bestimmungen melden können.

Die BaFin begründet den Schritt damit, dass Whistleblower bei der Identifizierung von Verstößen eine große Rolle spielen. Mit ihrer Hilfe kann ein mögliches Fehlverhalten von Unternehmen oder Einzelpersonen im Finanzsektor aufgedeckt werden. Zudem könnte so eine bessere Zusammenarbeit gewährleistet werden: „Wenn Hinweisgeber der BaFin ihren Namen nennen und ihre geschäftliche oder persönliche Beziehung zum beaufsichtigten Unternehmen offenlegen, ermöglicht dies über die Hinweiserteilung hinaus eine Kommunikation zwischen BaFin und Hinweisgeber“, heißt es von Seiten der Aufsicht.

Damit diese Hinweise auch tatsächlich gegeben werden, ist es wichtig, dass der Schutz der Whistleblower höchste Priorität hat. Zudem sollen dem Hinweisgeber keine Nachteile entstehen, wenn sie ihre Identität schließlich doch zu erkennen geben. Die BaFin darf die Identität des Hinweisgebers nach dem Finanzdienstleistungsaufsichtsgesetz ohne dessen Einwilligung grundsätzlich nicht an Dritte weitergeben.

Zudem gibt es die Möglichkeit, die BaFin auch anonym zu kontaktieren: entweder schriftlich (in Papierform oder auf elektronischem Wege), telefonisch (mit oder ohne Aufzeichnung des Gesprächs) und mittels mündlicher Mitteilung gegenüber den Beschäftigten der BaFin.

„Bereits seit Jahren kritisiere ich, dass eine solche Stelle bislang nicht existiert hat. Bekannte aus dem Bereich Fonds oder grauer Kapitalmarkt gaben entsprechende Hinweise in der Vergangenheit nicht an die BaFin weiter. Sie fürchteten persönliche und berufliche Nachteile durch die Täterseite, wenn ihr Name doch irgendwann aufgedeckt werden sollte. Wohl wissentlich, dass dadurch Kapital von Privatanlegern in Gefahr ist, aber die persönliche Angst war einfach zu groß. Dieses Problem ist nun gelöst“, begrüßt Thomas Soltau, Vorstand von wallstreet:online capital AG und Vertriebsleiter von FondsDISCOUNT.de, den Schritt der BaFin.
08.07.2016,

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