„Die gleichen Geldanlagen wie bei Banken und Sparkassen - nur zu deutlich besseren Konditionen, denn über FondsDISCOUNT.de entscheiden Sie selbst, ganz ohne Beratung.“

Service-Telefon täglich von 9 bis 21 Uhr:   030 2757764-00

Suche: WKN/ISIN, Beteiligungen, Gesellschaften

M&G Optimal Income Nur flexible Mischfonds bestehen im Niedrigzins-Umfeld

M&G Optimal Income Foto: © peshkova / fotoliaEin erfahrenes Management kann die Hindernisse auf dem Rentenmarkt umgehen.

Investmentgrade-Corporate Bonds und HY-Bonds sind die Werttreiber auf dem Renten-Markt. Die Bedeutung von aktivem Management wird wieder zunehmen, sagt Mario Eisenegger, Investmentspezialist Fixed Income bei M&G im Interview mit FondsDISCOUNT.de.


FondsDISCOUNT.de: Herr Eisenegger, der Optimal Income Fund legt aktuell etwa 93 Prozent seines Vermögens in Rentenpapieren an (Stand: 9.9.2016). Die Zinsen werden voraussichtlich noch lange tief bleiben. Müssen Mischfonds und Rentenfonds ihre Anlagestrategie in so einem Marktumfeld nicht grundlegend verändern?
Mario Eisenegger: Ganz entziehen vom tiefen und teilweise negativen Zinsumfeld kann sich kein Rentenmandat und gerade für europäische Investoren wird es eine große Herausforderung, in der Zukunft attraktive Renditen zu erzielen. In der Flexibilität und der globalen Ausrichtung liegt aber die Stärke des M&G Optimal Income Fonds (ISIN: GB00B1VMCY93) durch sein ein völlig flexibles Mandat, das global den besten Einkommensstrom sucht.

Zudem ermöglicht ein solches Mandat Diversifikation über verschiedene Rentenmärkte hinweg (Staatsanleihen, Unternehmensanleihen mit Investment Grade Status sowie Hochzinsunternehmensanleihen), was in diesem Marktumfeld ausschlaggebend sein kann. Der M&G Optimal Income Fonds ist ein Rentenfonds, der sogar bis maximal 20 Prozent des Fondsvermögens in Aktien allokieren kann. Zurzeit sind rund fünf Prozent in ausgewählten Aktien investiert, wo der Einkommensstrom der Aktie gegenüber langlaufenden Anleihen des gleichen Unternehmens attraktiver erscheint.

Welche Fixed Income Assets liefern derzeit die besten Erträge für den Fonds?
Zurzeit haben wir rund 50 Prozent des Fondsvermögens in Unternehmensanleihen mit guter Bonität (Investment Grade) investiert, gefolgt von 30 Prozent Hochzinsanleihen (wobei wir bei Energie-Unternehmen derzeit sehr selektiv sind) und 15 Prozent Staatsanleihen (hauptsächlich für Liquiditätsmanagement).

Gerade in den USA ist die Kompensation für Kreditrisiken derzeit höher als in Europa, nicht zuletzt auch weil das QE in Europa die Kredikurve abflachen lässt. Nachfolgend sehen Sie ein Beispiel von Telefonanbietern, die derzeit alle mit BBB das gleiche Ausfallrisiko haben, jedoch unterschiedlich für die Kreditrisiken über Staatsanleihen kompensieren. AT&T bezahlt Investoren für die Kreditrisiken über US Treasuries ca. 250-300 Basispunkte am langen Ende, deutlich mehr als die Britische oder die Deutsche Telekom.

Hingegen sind wir bei Staatsanleihen vorsichtig positioniert, da wir nach der Rally der vergangenen Jahre ein asymmetrisches Risiko/Ertragspotential sehen. Wir halten zwar Staatsanleihen im Portfolio, sichern aber die Zinsduration im Portfolio aktiv ab. So liegt die Zinsduration des Fonds aktuell bei nur 2,6 Jahren. Wir schützen also das Portfolio weitgehend gegen einen möglichen Abverkauf bei Staatsanleihen.

In den Medien liest man oft von der „Jagd der Investoren auf Rendite“. Teilen Sie die Einschätzung, dass Investoren sich anhand der niedrigen Zinsen verstärkt in risikoreiche Rentensegmente hineinbegeben?
Die negative Zinspolitik in Europa und das quantitative Lockerungsprogramm haben zu extremen Bewertungen geführt. So akzeptierten Investoren eine negative Endfälligkeitsrendite bei der 10-jährigen Bundesanleihe. Investoren leihen also dem Deutschen Staat Geld für zehn Jahre und zahlen dafür. Das Anleihenkaufprogramm der EZB und nun auch der Bank of England führen auch dazu, dass die Bewertungen auf der Unternehmensseite im Investment Grade Bereich unattraktiver werden. Deshalb denken wir, dass Investoren heute vermehrt bereit sind in Anleihenbereiche mit einer höheren Rendite zu investieren. Anleihen von Schwellenländern sowie Hochzinsanleihen kompensieren Investoren heute durchschnittlich noch mit Renditen von über fünf Prozent.

Dies ist verlockend, doch kommt dies nicht ohne Risiko und birgt die Gefahr von Missallokation. M&G betreibt ein hauseigenes Kreditresearch und beschäftigt über 100 Kreditanalysten, die in London und Chicago ansässig sind. Gerade Unternehmen mit einem tieferen Kreditrating und damit einer grösseren Chance eines Kreditausfalls bedürfen einer eingehenden Prüfung. Wir beobachten, dass seit einiger Zeit die Ausfallraten ansteigen und beispielsweise im US-High-Yield-Markt die sechs Prozent Marke bereits erreicht haben. Deshalb wird es umso wichtiger, dass man auch die Rechte als Anleiheninvestor sorgfälltig prüft sowie die Qualität der Vermögenswerte, beides Maßnahmen welche bei einem Kreditausfall die Rückgewinnungsquote massiv erhöhen können.

Der Optimal Income Fund investiert fast ausschließlich in Anleihen, die in britischem Pfund notiert sind. Wie wirken sich der Brexit und der Einsturz der britischen Währung auf den Fonds aus?
Der M&G Optimal Income Fund investiert global, hält aber überwiegend Anleihen, welche in USD, GBP und EUR denominiert sind. Da der Fonds normalerweise keine aktiven Währungsrisiken eingeht, werden alle Währungen abgesichert. Deshalb hatte auch die Volatilität an den Währungsmärkten keinen Einfluss auf den Fonds. Jedoch wirken die Interventionen der Bank of England auf die Bewertungen der Anleihen ein, was dazu geführt hat, dass wir momentan eine Präferenz für den US-Markt haben, wo die Notenbank Fed aktuell kein Anleihenaufkaufprogramm betreibt. So sind aktuell 45 Prozent unserer Anleihen im M&G Optimal Income Fund in US-Dollar denominiert.

Wie schätzen Sie die Zukunft von Rentenfonds vor dem Hintergrund expansiver Zentralbankpolitik ein?
In einer Welt von Marktverzerrungen und steigenden Ausfallraten wird das aktive Management wieder an Bedeutung gewinnen. Mit einem Mandat, welches dem Fondsmanager erlaubt schnell auf Marktereignisse zu reagieren und dort Vermögen zu allokieren, wo wir für das Risiko am besten entschädigt werden, lassen sich auch in Zukunft attraktive Renditen generieren. Es braucht aber Ressourcen in Form von Kreditanalysten, die es erlauben, die komplexe Anleihenwelt genau analysieren zu können. Der M&G Optimal Income Fund hat seit Anfang des Jahres bis Ende August eine Rendite von 5,13 Prozent (Anteilsklasse EUR A) erwirtschaftet. Und auch die Langzeitperformance ist das Resultat von sorgfältigen Investmententscheidungen, einem langfristig ausgerichteten Investmentansatz und einer fundierten Kreditanalyse (siehe Chart, unten).

Herr Eisenegger, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.



22.09.2016,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Produkte zu diesem Thema

M&G Optimal Income Fund A-H EUR acc von M&G Securities Limited
M&G Optimal Income Fund A-H USD von M&G Securities Limited

Alle Anlagen an Wertpapierbörsen sind mit Risiken verbunden:

  • Die Wertentwicklung eines Fonds wird maßgeblich von der Wertentwicklung der Anlagewerte bestimmt. Daraus ergibt sich das Risiko von finanziellen Verlusten wenn sich Marktpreise von bestimmten Werten ändern.
  • Das Risiko des Fondsmanagements besteht darin, dass der Fondsmanager Entscheidungen trifft, die eventuell nicht den Zielvorstellungen der Anleger entsprechen, oder die dazu führen, dass sich der Fonds negativ entwickelt.
  • Von den angelegten Beträgen gehen Kosten für die Fondsverwaltung usw. ab. Das kann dazu führen, dass sich Fonds im Vergleich zur direkten Anlage, z.B. in Aktien, nicht proportional entwickeln.
  • Wertentwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge. Wer Ranglisten und Statistiken als Entscheidungsgrundlage für eine bestimmte Fondsanlage nutzen will, sollte auf die Voraussetzungen achten, unter denen derartige Rang- und Bestenlisten erstellt wurden.
  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

Ähnliche Artikel finden

» » » M&G Optimal Income - Nur flexible Mischfonds bestehen im Niedrigzins-Umfeld

Suchbegriffe, die Leser mit diesem Thema verbinden


Mehr aus dem Bereich Investmentfonds

Neue Ergebnisse Neue Ergebnisse - Aktive globale Aktienfonds schlagen langfristig den Markt Wissenschaftliche Ergebnisse belegen, dass aktiv gemanagte Fonds ihren Index in zehn Jahren um 1,2 Prozent pro Jahr schlagen konnten. Die Outperformance der Fonds ist so groß, dass der Kostenvorteil der mehr...

Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit - Millennials investieren verantwortungsbewusst Wer zwischen 18 und 35 Jahre alt ist, also zu den sogenannten „Millennials“ gehört, legt bei seinen Investments besonderen Wert auf Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung. Zu mehr...

Finanz-Union Fonds Finanz-Union Fonds - „Wir nehmen das Wort ‚Mischen‘ sehr ernst“ Der Finanz-Union Fonds – Multi Asset Fonds ist ein Geheimtipp. Er mischt nicht nur Assets, Regionen und Branchen im Portfolio. Auch die Anlagestile wechseln regelmäßig. Denn laut mehr...

Unser Newsletter

... informiert Sie über aktuelle Kapitalanlagen & Marktentwicklungen

Anzeige

Kontakt

Service-Telefon
täglich von 9 bis 21 Uhr

030 2757764-00

Wir rufen Sie gern zurück! Nutzen Sie unseren kostenlosen Rückrufservice.

E-Mail: info@fondsdiscount.de
social media