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Rohstoffe Preise auf den Rohstoffmärkten - bei welchen Rohstoffen lohnt sich der Einstieg?

Viele Möglichkeiten der Rohstoffe-Investitionen Foto: © / Phongphan Supphakank / FotoliaRohstoffe-Investments als Beimischung im Portfolio

Niedrige Sparzinsen für einige Wochen oder Monate wegstecken müssen, ist ärgerlich. Die Entwicklung der Kapitalmärkte, welche Sparer seit Jahren mit ansehen, ist dramatisch. Wer anlegen möchte, muss größere Risiken in Kauf nehmen.


Besonders jene Zielgruppe, die Geld mit einem relativ überschaubaren Risiko anlegen will, ist unter Druck geraten. Schuld an dieser Entwicklung ist eine EZB-Politik, welche als Reaktion auf die Krisen der Vergangenheit die Leitzinsen dramatisch hat nach unten anpassen müssen. Experten raten vor dem Hintergrund dieser Entwicklung bereits seit längerer Zeit zu einer Fokussierung auf die Börsen.

Kurse einzelner Wertpapiere oder ganzer Branchen können binnen weniger Tage stark unter Druck geraten. Parallel werden rund um die Börsen heute verschiedene Finanzinstrumente angeboten – mit teils erheblichen Renditechancen. Diese Assets beinhalten oft ein sehr hohes Risiko. Wird aufs falsche Pferd gesetzt, droht Anlegern der finanzielle Ruin. Rohstoffe werden in dieser Gemengelage immer wieder ambivalent beäugt. Einige Experten schwören auf Rohstoffe und halten sie für einen wichtigen Bestandteil im Depot. Andere Anlageexperten würden lieber die Finger davonlassen. Wer hat am Ende Recht?

Welche Rohstoffe sind aktuell interessant?

Der Handel mit Rohstoffen macht reich! Leider nicht jeden Trader. Wer sich als Anleger für Rohstoffe interessiert, sollte einiges an Know-how mitbringen. Auf der einen Seite betrifft dies natürlich technische Fertigkeiten hinsichtlich der Chartanalyse. Können die Kursindikatoren nicht gelesen werden, bleibt Potenzial auf der Strecke.

Um mit Rohstoffen Erfolg zu haben, braucht es am Ende mehr. Hintergrund: Der Rohstoffhandel wird von vielen Parametern beeinflusst. Beispielhaft steht hierfür der Ölpreis. Sobald es zu politischen Spannungen im Dunstkreis der Ölförderländer kommt, hebt der Kurs für Rohöl ab. Auf der anderen Seite werden die Preise maßgeblich durch externe Faktoren beeinflusst wie:

  • klimatische Rahmenbedingungen
  • High-Tech-Fortschritt
  • neue Explorationsergebnisse.

Beispiel Klima: Die in Europa immer noch nicht ausgestandene Dürre 2018 hat zu massiven Ernteausfällen geführt, was die Preise für Lebensmittelrohstoffe antreibt. Beim Thema High-Tech geht es um die Frage, welche Rohstoffe in Zukunft von besonders großer Bedeutung sein werden. Seltene Erden sind ein Beispiel. Aber auch Lithium dürfte – angesichts einer sich erhöhenden Nachfrage nach E-Autos – in Zukunft wichtiger werden.

Erfolgreich auf Rohstoffe traden heißt, solche Zyklen erkennen zu können – was ein gewisses Hintergrundwissen voraussetzt.

Welche Rohstoffe gibt es?

Generell sind im Bereich der Rohstoffe vier große Gruppen zu Hause:

  • Industriemetalle
  • Edelmetalle
  • Agrarrohstoffe
  • Energierohstoffe.


Welche Rohstoffe sind auch bei Anlegern besonders bekannt?

  • Öl: Rohöl ist einer der Energierohstoffe und dürfte selbst Anlegern geläufig sein, die ansonsten nicht viel mit Rohstoffen zu tun haben. Gefördert unter anderem von den USA, Russland sowie den Golfstaaten (OPEC) und in Südamerika, ist Öl nach wie vor ein wichtiger Motor der industriellen Entwicklung. Der Preis für Öl ist jedoch schwer prognostizierbar, da unter anderem Faktoren wie die Witterung, politische Verhältnisse und wirtschaftliche Rahmenbedingungen Einfluss nehmen können. Letztendlich wird der Preis dann von denen bestimmt, die an der Börse tätig sind.
  • Gold: Das Edelmetall wird als die sichere Bank gehandelt, wenn es um Inflation und Werthaltigkeit geht. Dabei ist Gold gerade eines jener Beispiele für die extreme Volatilität. Anfang Oktober 2004 lag der Preis je Feinunze bei rund 400 USD. Ende August 2011 hatte die Feinunze fast die Marke von 1.900 USD erreicht. Inzwischen liegt der Goldpreis bei etwa 1.200 USD.
  • Silber: Das Edelmetall wird von vielen als der kleine Bruder des Goldes angesehen – und entsprechend stiefmütterlich behandelt. Dabei kann Silber durchaus für Trader interessant sein. Anders als Gold ist es auch ein Industriemetall. Derzeit halten Analysten den Preis für unterbewertet und sehen Luft nach oben. Besonders die prognostizierte Verknappung aufgrund der Förderreserven wird hier als Pro-Argument ins Feld geführt.
  • Platin/Platingruppenelemente (PGE): Platin ist ein weiteres Edelmetall. Zusammen mit den PGEs kann es an den Börsen schnell übersehen werden. Allerdings hat es eine besondere Relevanz in der Fertigung von Hochtechnologie-Elementen und im Medizintechnikbereich.
  • Lithium: Das bereits angesprochene Industriemetall ist Legierungsmetall, um die Eigenschaften verschiedener metallischer Werkstoffe zu verbessern. Darüber hinaus wird Lithium seit einigen Jahren in der Akku-Produktion vermehrt nachgefragt. Hier ist es unter anderem in Tablets oder Handys im Einsatz. Hier ist es im Jahresverlauf zwar zu einem Preisverfall gekommen. Analysten rechnen allerdings wieder mit einem gegenläufigen Trend.


Investieren in Rohstoffe - aber wie?

Wer als Anleger um Rohstoffe bislang einen Bogen gemacht hat oder generell noch keine Erfahrung auf dem Parkett hat, steht vor Neuland. Grundsätzlich kann der Handel mit einem Direktinvestment auf den jeweiligen Rohstoff versucht werden.

Aber: Der Markt bietet inzwischen sehr viele Finanzinstrumente an, mit denen Trader auf Rohstoffe setzen – ohne auch nur ein Pfund Kaffee oder eine Unze Gold in der Hand zu halten. Wie sehen gängige Finanztitel rund um Rohstoffe aus?

  • Aktien: Ja – Trader können auf Rohstoffe setzen, in dem sie Aktien kaufen. Heute werden Erkundung, Mining sowie die Verhüttung der einzelnen Metalle von Global Playern übernommen, bei denen es sich oft um Aktiengesellschaften handelt. Und boomt der Markt, hebt dies im Regelfall auch den Kurs der Minengesellschaften. Entsprechende Aktienwerte lassen sich auch in anderen Rohstoffbereichen – etwa im Agrarsegment – finden.
  • Zertifikate: Hierbei handelt es sich um Derivate – also Ableitungen von Kapitalwerten. Der Direkthandel mit Rohstoffen ist in der Praxis schwierig, was Zertifikate beliebt macht. Anleger können in diesem Bereich auf einzelne Rohstoffe setzen, die im Zertifikat (etwa als Open End) abgebildet werden oder einen ganzen Rohstoffindex. Zu beachten ist das bestehende Emittenten-Risiko.
  • CFDs: CFD steht für Differenzkontrakt. Diese werden von Brokern (sind in diesem Geschäft Market Maker) auf verschiedene Rohstoffe angeboten. Trader können mit dem CFD auf einen steigenden wie auch den fallenden Kurs „wetten“. Kern dieses Finanzinstruments ist ein Hebel. Dieser potenzierte Gewinn, aber auch den Verlust. In der EU sind die Differenzkontrakte inzwischen stark regulierte Finanzvehikel.
  • ETF: Dahinter verbergen sich meist Indexfonds. Auf den ersten Blick haben die ETFs Ähnlichkeit mit einem Indexzertifikat. Allerdings gibt es signifikante Unterschiede. Bei ETFs wird zwar ebenfalls ein Rohstoffindex „gespiegelt“. Allerdings handelt es sich nicht – wie bei den Zertifikaten - um Schuldverschreibungen, sondern um Sondervermögen. Das Emittentenrisiko entfällt damit. Auf der anderen Seite schneiden die ETFs hinsichtlich der Kosten oft etwas schlechter ab.

Welche Variante letztlich in Frage kommt oder ob die Assets gemischt im Portfolio auftauchen, hängst sehr stark von der gewählten Anlagestrategie ab.

Chancen und Risiken im Überblick

Wie viel Potenzial steckt denn nun in rohstoffbasierten Anlagen? Richtig eingesetzt, können Rohstoffe beides sein – ein Asset für den langfristigen Vermögensaufbau oder ein Instrument für spekulativen Handel. Anlegern muss klar sein, dass es am Markt sehr stark nach oben und nach unten gehen kann. Schwankungen sind an der Tagesordnung. Gerade die Industriemetalle hängen stark an der globalen Nachfrage der Weltwirtschaft. Wer sich als Anleger eher langfristig orientieren will, kann im Rahmen der Risikostreuung zu den bereits erwähnten ETFs oder Indexzertifikaten greifen. Auf der anderen Seite kann der Handel mit CFDs ein erhebliches Renditepotenzial entfalten – ist aber auch mit einem sehr hohen Verlustrisiko verbunden. Letztlich gilt es abzuwägen, in welcher Form die Rohstoffe am besten ins Anlageportfolio passen.

Fazit: Mit Rohstoffen Rendite erwirtschaften

Klassische Geldanlagen sind unter Druck geraten. Auf der anderen Seite boomen die Börsen. Anleger schauen sich nicht nur Aktien aus der Tech-Branche oder der Autokonzerne an. Viele Trader beobachten Rohstoffe, sind sich im Hinblick auf den Einstieg aber nicht ganz sicher. Dabei kann dieses Anlagesegment durchaus eine gute Beimischung ins Portfolio darstellen. Wichtig ist, sich der Chancen und Risiken bewusst zu sein. Speziell im Hinblick auf Finanzderivate kann es ein sattes Plus unterm Strich geben – oder ein dunkelrotes Abschneiden der Geldanlage. Eines darf nie vergessen werden: Auch, wenn Rohstoffe Potenzial haben, machen sie immer nur einen Teil des Aktienportfolios aus.

 

09.11.2018,

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Auszug der wesentlichen Risiken Ausführliche Risikohinweise entnehmen Sie bitte den jeweiligen Verkaufsprospekten.

  • Bei den vorgenannten Finanzprodukten handelt sich um Alternative Investmentfonds (AIF) nach dem Kapitalanlagegesetz bzw. Vermögensanlagen nach dem VermAnlG, deren wirtschaftlicher Erfolg nicht mit Sicherheit vorhergesehen werden kann. Geplante Auszahlungen können geringer als prognostiziert oder gänzlich ausfallen.
  • Die Finanzprodukte sind nicht täglich handel- und/oder verfügbar. Die vorzeitige Veräußerbarkeit ist nur sehr eingeschränkt z.B. über sog. Zweitmarkt-Plattformen möglich, da für diese Finanzprodukte kein einheitlich geregelter Markt existiert.
  • Es besteht ein Risiko hinsichtlich Änderungen der gesetzlichen und/oder steuerlichen Grundlagen.
  • Die wesentlichen Grundlagen der steuerlichen Konzeption der Finanzprodukte sind allgemeiner Natur. Vor einer Beteiligung sollte der Anleger die konkreten Auswirkungen der Beteiligung auf seine individuelle steuerliche Situation überprüfen, es wird empfohlen, zu diesem Zweck einen Steuerberater zu konsultieren.
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