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Studie Sind Anleger in ihren Erwartungen zu unrealistisch?

Studie Foto: © / ra2 studio / FotoliaÜbertriebene Erwartungen führen zu Enttäuschungen

Eine aktuelle Studie bringt bedenkliche Tendenzen zum Vorschein: Demnach sind die Ertragserwartungen vieler Anleger unrealistisch hoch, zugleich werden Anlagezeiträume zu kurz gewählt. Anlass genug, um das eigene Anlageverhalten zu überprüfen.


Führt man sich die Ergebnisse der aktuellen „Global Investor Study“ des Vermögensverwalters Schroders vor Augen, dürfte die Enttäuschung bei zahlreichen Anlegern vorprogrammiert sein – denn die Erwartungen der Anleger an ihre Kapitalanlagen passen nicht mehr zu den aktuellen Gegebenheiten an den Finanzmärkten. So sind zunächst die Ertragserwartungen der 20.000 befragten Privatanleger aus 28 Ländern deutlich zu hoch angesetzt. Im globalen Durchschnitt wünschen sich die Studienteilnehmer eine Rendite von 9,1 Prozent pro Jahr. Besonders unrealistisch sind die Ansprüche der Millenial-Generation, also der unter 36-Jährigen, sie erwarten einen Jahresertrag von mindestens 10,2 Prozent per annum. Erfahrene Anleger im Alter von über 36 Jahren sind hier etwas bescheidener, sie geben sich mit 8,4 Prozent zufrieden. Auch im Ländervergleich zeigen sich Unterschiede. Deutsche Investoren würden sich demnach mit einer Rendite von 7,0 Prozent zufrieden geben. 73 Prozent der insgesamt 1.000 deutschen Befragten bauen auf einen Wertzuwachs von weniger als zehn Prozent pro Jahr. Wenn man bedenkt, dass die durchschnittliche Aktienrendite 3,8 Prozent* beträgt und die Zinsen weltweit bei unter einem Prozent liegen, sind jedoch auch diese Ertragserwartungen deutlich zu hoch.

Frust dürfte sich auch im Hinblick auf die bevorzugten Anlagehorizonte ergeben. Die Studie zeigt, dass Anleger zu kurzfristigen Anlagezeiträumen neigen, im Schnitt sind dies 3,2 Jahre. Dieser Zeitraum mag für Barmittel und bestimmte Anleihen angebracht zu sein, für Aktieninvestments sind drei Jahre jedoch zu kurz. Experten empfehlen hier eine Anlagedauer von mindestens fünf Jahren, um Wertschwankungen ausgleichen zu können. Für einen Anlagezeitraum von mindestens fünf Jahren entscheiden sich laut der Untersuchung von Schroders jedoch weniger als ein Fünftel der Befragten. Knapp ein Drittel der befragten Anleger denken sogar noch kurzfristiger und wollen ihre Anlagen schon innerhalb eines Jahres wieder abstoßen. Auch beim Anlagezeitraum traten die Millenials hervor, ihr Anlagehorizont liegt demnach um eineinhalb Jahre unter dem der über 36-Jährigen (2,3 bzw. 3,9 Jahre). Bei deutschen Anlegern liegt der Anlagehorizont wie im weltweiten Mittel bei 3,2 Jahren. Jedoch gaben 26 Prozent weniger Befragte einen sehr kurzfristigen Anlagehorizont von unter einem Jahr an.

Ein weiteres interessantes Ergebnis der Untersuchung ist außerdem, dass gerade in Deutschland eine rückläufige Tendenz zu professioneller Anlageberatung zu verzeichnen ist. Während weltweit die Hälfte aller Anleger einen Berater hinzuziehen will, sind es hierzulande nur 40 Prozent der Befragten. Deutsche Anleger setzen hingegen verstärkt auf die Selbst-Information mittels unabhängiger Webseiten, 48 Prozent der Studienteilnehmer wollen sich so eine eigene Meinung zu Investitionsentscheidungen bilden. Darüber hinaus gab die Hälfte der Investoren an, sie halte es für denkbar, in Zukunft auf elektronische Lösungen zur Anlageberatung, so genannte Robo-Adviser, zu setzen.

*Quelle: FTSE, S&P 500, CAC, DAX, Shanghai, Nikkei, ASX, Hang Seng, Bovespa, Mexbol. Durchschnittliche künftige Zwölfmonatsrendite der elf Indizes per 18. Mai 2016 gemäß Daten von Bloomberg.
16.06.2016,

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