Privatanleger, die sich bereits für einen aktiven Investmentfonds entschieden haben, könnten auch von der Beimischung eines ETFs in ihrem Portfolio profitieren und das Risiko somit breiter streuen, wenn die Anlagestrategie des aktiven Fonds dadurch sinnvoll ergänzt wird. Ein börsengehandelter Indexfonds (ETF) versucht einen Index abzubilden, so wie zum Beispiel beim iShares Core Dax ETF (WKN: 593393), der sich ganz dem Kernmarkt des Deutschen Aktienindex widmet und dessen Wertentwicklung widerspiegelt.

Doch man sollte sein Investment noch breiter streuen als nur auf den DAX. „Der DAX investiert nur in 30 Titel und zu 100 Prozent in deutsche Bluechip-Unternehmen“, sagt Christian Bimüller von BlackRocks ETF-Sparte iShares im Interview mit Der Aktionär TV. „Das ist keine ganzheitliche und globale Diversifikation.“

Mit ETFs können Anleger in verschiedenen Märkten dabei sein. Sie können globale Strategien verfolgen, mit einem ETF auf den Index MSCI World oder im europäischen Markt mit einem ETF auf den Index Euro Stoxx 600 (siehe Video). „Zur Diversifikation gehören ebenso Anleihen-ETFs, die das Risiko begrenzen“, so Bimüller.

Bitte beachten Sie, dass das hier eingebundene Video vom Anbieter stammt. Die wallstreet:online capital AG hat die Richtigkeit der Angaben nicht überprüft und macht sich den Inhalt auch nicht zu Eigen. Bereitgestellt von: FondsDISCOUNT.de

Eine Übersicht der beliebtesten iShares-ETFs bei FondsDISCOUNT.de Kunden auf deutsche Indizes zeigt, dass der iShares Core DAX ETF von BlackRoch den ersten Platz unter den Topsellern einnimmt. Wie eine Auswertung von FondsDISCOUNT.de ergibt, hat das Bestandsvolumen Fonds in den vergangen drei Monaten trotz der Sorgen um den Brexit um etwa 15 Prozent zugelegt.

Das Vertrauen der Privatanleger in die Indexfonds steigt also stetig. Denn nicht alle aktiven Fonds schaffen es, den Markt langfristig zu schlagen. „Daher macht es schon Sinn, das Portfolio um einen ETF zu erweitern, der den Index abbildet und kostenneutral arbeiten kann“, sagt FondsDISCOUNT.de-Vorstand Thomas Soltau. Ein großer Vorteil der Indexfonds sind ihre geringen Kosten. „Natürlich sind ETFs günstiger, doch die Kosten seien für die Vermögensbildung nicht relevant“, so Soltau. „Wenn ich ein Investment habe was teuer ist, mir aber nach Kosten eine höhere Performance generiert, dann ist die Performance entscheidend.“

Es lohnt sich also, genauer hinzuschauen. ETFs und aktive Fonds werden in den Medien wie eine Art Glaubensfrage gegeneinander ausgespielt. Für eine sinnvolle Portfoliodiversifikation erscheint es daher zielführend, beide Fondsklassen miteinander zu verbinden.

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