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Immobilien-Boom geht weiter Transaktionen in Rekordhöhe

Immobilien-Boom geht weiter Foto: © / Eisenhans / fotolia2016 könnte noch mehr Kapital in deutsche Immobilien fließen.

Gewerbe-, Büro- und Wohnimmobilien in Deutschland boomen. Ausländische Investoren weichen sogar auf B- und C-Standorte aus. In 2015 wurden 55,4 Milliarden Euro bei Gewerbeimmobilien umgesetzt. Dies waren die größten Transaktionen.


Der gewerbliche Investmentmarkt in Deutschland ist nach dem ohnehin schon guten Ergebnis aus 2014 im vergangenen Jahr noch einmal deutlich gewachsen. Der Anstieg beträgt üppige 39 Prozent. Allein im Gewerbeimmobilienmarkt in 2015 wurden etwa 55,4 Milliarden Euro umgesetzt. Das entspricht dem höchsten Wert seit dem Beginn der Finanzkrise vor acht Jahren. Die Zahlen stammen von Colliers International, einer der führenden Dienstleister im Bereich Gewerbeimmobilien. Dort zeigt man sich als Marktbeobachter über das Ausmaß des Wachstums überrascht. Der deutsche Markt scheine als sicherer Hafen von der derzeitigen Situation in Europa sogar noch mehr zu profitieren, teilt Colliers mit. Der Markt sei geprägt von großvolumigen Einzeltransaktionen, gesammelten Immobilienportfolios und Übernahmen.

Bei den Portfolios waren bis zur Jahresmitte noch vornehmlich Einzelhandelsobjekte (EZH) dominant, diese wurden in der zweiten Jahreshälfte ergänzt durch den Verkauf von Portfolios mit den Nutzungsschwerpunkten Logistik und Büro. Neben der Übernahme der Deutschen Office durch die alstria office REIT-AG zählte der Verkauf des gemischt genutzten Quartiers Potsdamer Platz an den nordamerikanischen Investor Brookfield Properties mit einem Volumen von rund 1,3 Milliarden Euro zu den größten Transaktionen in der zweiten Jahreshälfte.

Das waren die größten Gewerbetransaktionen in 2015
NutzungsartDeal VerkäuferKäuferEuro in Millionen
EZHKaufhof-WarenhäuserHudson's Bay companyHBS Global Poperties2400
BüroDeutsche Office ÜbernahmeDeutsche OfficeAlstria1700
BüroPotsdamer Platz BerlinSavills Fund ManagementBrookfield Properties1300
EZHCorio-ShoppingcenterCorioKlépierre1000
EZHJulia-PortfolioD&R InvestmentsDeka Immobilien700
Quelle: Thomas Daily

Im Bereich Industrie und Logistik führt der Verkauf des pan-europäischen Immofinanz Portfolios an Blackstone für insgesamt rund 540 Millionen Euro an. Darunter befinden sich auch 24 deutsche Logistikimmobilien. Zudem verkaufte die Commerz-Real ein Logistikportfolio mit drei Core-Immobilien an den Flughäfen Frankfurt und Hannover an den offenen Immobilienfonds Grundbesitz Europa der Deutschen Bank.

Der starke Kapitalzufluss in den Immobilienmarkt führt dazu, dass Investoren Schwierigkeiten bekommen können, ihr Geld anzulegen. „Portfoliotransaktionen bieten sowohl etablierten Investoren als auch Neulingen weiterhin den Vorteil, mit einer Transaktion viel Kapital zu binden“, sagt Ignaz Trombello, Head of Investment für das Deutschlandgeschäft von Colliers International.

Die ganze Welt kauft in Deutschland Immobilien
Ausländisches Kapital findet vermehrt seinen Weg in deutsche Gewerbeimmobilien. Knapp die Hälfte des investierten Geldes stammte von Geldgebern mit Sitz im Ausland. Die stabile konjunkturelle Stellung Deutschlands sowie die in den vergangenen Jahren zunehmende Internationalisierung des Gewerbeimmobilienmarkts haben Eintrittsbarrieren für ausländische Investoren verringert.

Fast ein Drittel des internationalen Kapitals kommt aus den USA (8,5 Milliarden Euro. Es folgen Investoren aus Großbritannien mit 5,5 Milliarden Euro und aus Frankreich mit 3,7 Milliarden Euro. Anleger aus Asien konnten sich Immobilien im Wert von 1,9 Milliarden Euro sichern, etwa drei Prozent weniger als 2014.

Internationale Investoren weichen auf der Suche nach Rendite verstärkt auf B- und C-Standorte aus. Anleger aus Frankreich kauften zum Beispiel Objekte in Nürnberg, Bremen, Bochum, Leipzig oder Hannover.

Büro-Immobilien sind weiterhin stark gefragt
24,7 Milliarden Euro flossen 2015 in Büroimmobilien-Investments. Das entspricht einem Anteil von 44 Prozent der Gesamtmittelzuflüsse. Beflügelt wurde diese Assetklase vom starken Bürovermietungsmarkt. Hotelinvestments sind mit 4,6 Milliarden Euro ebenfalls stark gefragt (8 % des Transaktionsvolumens). Es folgen Industrie- und Logistikimmobilien mit leicht über sieben Prozent Marktanteil bzw. vier Milliarden Euro Transaktionsvolumen.

Berlin und Stuttgart holen auf – Top-Standorte verzeichnen Gewinne
Die großen Metropolen sind weiterhin stark gefragt. 30 Milliarden Euro investierten Anleger in die deutschen Ballungsräume. In allen Top-Standorten konnte im zurückliegenden Jahr das Transaktionsvolumen deutlich gesteigert werden. Insbesondere Berlin sticht mit einem Transaktionsvolumen von 8,1 Milliarden Euro, dem höchsten jemals registrierten Wert, deutlich heraus. Vor allen Dingen Großtransaktionen wie der Verkauf des Quartiers Potsdamer Platz, des Boulevards Berlin und des Stettiner Carrés für mehr als 200 Millionen Euro sorgten für eine Verdopplung des Volumens im Jahresvergleich.

Ein sehr deutlicher Anstieg der Umsatzleistung ist dank der fulminanten Jahresendrallye auch für Stuttgart zu vermelden. Im Vergleich zum Vorjahreswert stieg das Volumen um satte 70 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. In der Schwabenmetropole sorgten alleine die vier größten Verkäufe für einen Anteil von mehr als 500 Millionen Euro, darunter das Zeppelin Carré.
In Frankfurt und München spielte sich das Transaktionsvolumen auf ähnlichem Niveau ab. Trotz des umsatzstarken Vorjahrs konnte die Verkaufsleistung nochmals um 14 bzw. 13 Prozent gesteigert werden. Für Frankfurt bedeutet dies ein Volumen von 5,7 Milliarden Euro, für München rund 5,9 Milliarden Euro. Während in der Bankenmetropole großvolumige Hochhausverkäufe, wie Eurotower oder Trianon, den Markt dominierten, waren es in der bayerischen Landeshauptstadt neben einzelnen Großtransaktionen die Vielzahl an Verkäufen im Bereich von 50 bis 100 Millionen Euro.

Auch Hamburg zeigte sich im vergangenen Jahr weiterhin sehr lebhaft. Nicht zuletzt durch Portfoliotransaktionen und Verkäufe im dreistelligen Millionenbetrag wie beispielsweise der Verkauf des Berliner Tor Centers für 270 Millionen Euro an die Zurich Gruppe sorgten für ein Plus beim Transaktionsvolumen von 10 Prozent auf vier Milliarden Euro. Neben den Core-Lagen rückten in Hamburg zunehmend B-Lagen sowie Projektentwicklungen in den Fokus.

Das waren die größten Transaktionen für Wohnimmobilien in 2015
NutzungsartDealVerkäuferKäufer Euro in Millionen
WohnenGagfah-ÜbernahmeGagfahVonovia8000
WohnenSüdewo-PortfolioPatrizia-KonsortiumVonovia1900
WohnenHarald-PortfolioPariziaDeutsche Wohnen1100
WohnenObligo-PortfolioSkandinavischer ImmobilienfondsPatrizia880
WohnenWestgrund-ÜbernahmeWestgrundAdler Real Estate790
Quelle: Thomas Daily

In Düsseldorf lag das Transaktionsvolumen am Ende des Jahres bei 2,55 Milliarden Euro, was einer Zunahme von 30 Prozent gegenüber dem Wert aus dem Vorjahr entspricht. Das Gros des Volumens speist sich in der Rheinmetropole aus Einzelhandelstransaktionen. Von den zehn größten Transaktionen entfallen fünf auf Einzelhandelsobjekte wie das Shopping-Center „Sevens“, dass an CBRE Global Investors veräußert wurde.

Die Millionenstadt Köln war bei Investoren ebenfalls auf der Einkaufsliste weit oben. Mit einer Transaktionsleistung von 1,94 Milliarden Euro konnte das Ergebnis aus 2014 um 47 Prozent getoppt werden. Zu den spektakulärsten Transaktionen zählte der Verkauf der Lanxess-Arena samt Stadthaus und weiteren Nebengebäuden für rund 440 Millionen Euro an zwei asiatische Investoren.

Volatile Märkte lassen Immobilienmarkt weiter wachsen
Der Mangel an sicheren Anlagealternativen wird auch 2016 das Marktgeschehen beherrschen. Investoren werden sich zwar weiter auf die Top-Standorte fokussieren, in welchen die Haltedauer von Immobilien weiter abgenommen hat, aber auch abseits der Top-Standorte und Core-Lagen hat das Investmentgeschehen spürbar zugenommen. Dieser Trend wird auch in diesem Jahr anhalten, glaubt Colliers International. Investoren würden die gute Marktlage nutzen und den Verkauf größerer Pakete vorbereiten. Das Unternehmen hält einen Anstieg des Transaktionsvolumens auf 60 Milliarden Euro in 2016 daher für denkbar.

Tipp: In der folgenden Tabelle finden Sie die verfügbaren Immobilienbeteiligungen mit der höchsten Rendite
NameKategorieLaufzeitMindestbeteiligungprogn. Rendite
IMMAC SInland15 Jahre10.000,00 EUR213,00 %
WIDe Fonds 5Inland10 Jahre10.000,00 EUR198,00 %
Thamm und Partner UnternehmensbeteiligungInland10 Jahre5.000,00 EUR190,00 %
ZBI Professional 9Inland8 Jahre25.000,00 EUR167,10 %
WealthCap Immobilien Deutschland 38Inland10 Jahre10.000,00 EUR152,00 %
Quelle: FondsDISCOUNT.de

08.01.2016,

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  • Es besteht das Risiko des Totalverlusts der Einlage zzgl. Ausgabeaufschlag und evtl. zusätzlichen privaten Vermögensnachteilen.

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