Service-Telefon täglich von 8 bis 22 Uhr:   030 2757764-00

Suche: WKN/ISIN, Beteiligungen, Gesellschaften

Dividendenausschüttungen Vorjahresrekord könnte geknackt werden

DIvidendensaison 2017 Foto: © / Marco2811 / FotoliaMit einem Dividendenfonds profitieren Anleger breit gestreut von ausschüttungsstarken Unternehmen

Bald beginnt sie wieder: Die alljährliche Hauptversammlungs- und damit Dividendensaison. Schätzungen zufolge könnte 2017 das schon beachtliche Ausschüttungsergebnis vom Vorjahr noch übertroffen werden.


Es ist ein neuer Rekord, der Anlegern dieses Jahr die anstehende Dividendensaison versüßen könnte: Der Investmentmanager Allianz Global Investors geht davon aus, dass europaweit mehr als 315 Milliarden Euro ausgeschüttet werden. Im vergangenen Jahr lagen die Dividenden im MSCI Europe bei insgesamt 302 Milliarden Euro und damit auf erwartetem Rekordniveau. Allerding habe der schwache Pfund-Sterling das Gesamtergebnis infolge des Brexits negativ belastet, so die Analysten von Allianz GI. 2017 nun zeichne sich ein konjunktureller Frühling in vielen Euroländern ab.
Aufgrund der politischen Unsicherheiten in Europa – die Märkte müssten sich auf extreme Wahlentscheidungen einstellen – blieben kurzfristige Kursschwankungen in den kommenden Monaten wahrscheinlich. „Europa ist zu wichtig, als dass solche Probleme den Fortbestand der Union grundsätzlich in Frage stellen und damit zu nachhaltigen Marktverwerfungen führen könnten. Das gilt auch im Wahljahr 2017, in dem in wichtigen EU-Ländern wie Frankreich, den Niederlanden und Deutschland die politischen Karten neu gemischt werden“, ist Jörg de Vries-Hippen, CIO Equity Europe bei Allianz GI, jedoch überzeugt. Der Kapitalmarktexperte sieht eine vorsichtige Aktienauswahl dennoch als oberstes Gebot. „Allgemeine Prognosen für ein Wachstumsfeld für Dividendenwerte sind schwierig, solange das politische Umfeld unklar ist. Auch in Italien bleibt erst einmal abzuwarten, welche Tendenzen sich verfestigen.“

Einschätzung der europäischen Märkte
Betrachtet man die Unternehmensebene, erwarten die Experten von Allianz GI in ganz Europa höhere Gewinne und bessere Margen. In Deutschland etwa könnten sowohl die Unternehmen als auch die Investoren profitieren: „Die stabilen, kontinuierlichen Cashflows können durch überdurchschnittliche Dividendenzahlungen ausgeschüttet werden. Damit zahlt sich Vertrauen auf Basis einer langfristig soliden Geschäftslage aus, und wirkt präventiv als belastbares Fundament in schwierigen Zeiten“, erklärt Vries-Hippen.

Neben den deutschen Unternehmen seien auch Schweizer Konzerne für ihre Zuverlässigkeit bekannt – auch wenn der starke Schweizer Franken die Traditionsunternehmen weiter belaste. Schwierig dürfte es auch in Frankreich werden. „2017 wird sicher nicht einfach für die Grande Nation. Mit einer instabilen Regierungssituation stottert in diesem Fall nicht nur der politische Motor der Europäischen Union, es leiden auch die heimischen Unternehmen. Aber einige traditionelle französische Konzerne werden sich aufgrund ihrer internationalen Aufstellung von ihrem Umfeld abkoppeln können“, so Vries-Hippen. Für Großbritannien ist der Finanzexperte auch vor dem Hintergrund des Brexits nicht allzu pessimistisch. Zwar werde die Umsetzung des EU-Austritts Auswirkungen auf die britischen Unternehmen haben, der besondere Vorteil der im Königreich ansässigen Qualitätsunternehmen sei jedoch die internationale Vernetzung und die relative Unabhängigkeit von den heimischen politischen Rahmenbedingungen. Die Aktienmärkte in Dänemark, Norwegen und Schweden bewertet Vries-Hippen als sehr solide infolge der dort starken und damit stabilisierenden Finanzinstitute und separaten Währungen.

Dividenden bleiben wichtige Renditequelle
„Auch wenn die Zinsen in absehbarer Zeit ihr Rekordtief durchschreiten dürften, werden sie sich noch lange nicht auf einem Renditeniveau wie traditionelle Dividendentitel bewegen", sagt Vries-Hippen. Das Renditeniveau liegt etwa beim Allianz European Equity Dividend-Fonds (ISIN: LU0414045582, siehe Chartbild) nach Angaben von Allianz GI bei durchschnittlich rund fünf Prozent pro Jahr seit Auflage 2011. Die durchschnittliche Dividendenrendite lag Ende 2016 europaweit bei rund 3,5 Prozent. Doch die Rendite ist nicht der einzige Vorzug von Dividenden. Die Titel können den Analysten von Allianz GI zufolge auch Kursverluste ganz oder zumindest teilweise kompensieren. Über den gesamten Untersuchungszeitraum von 1971 bis 2016 wurde die annualisierte Gesamtrendite der Aktienanlage für den MSCI Europa zu rund 38 Prozent durch den Performance-Beitrag der Dividenden getragen, heißt es in einer aktualisierten Studie der Gesellschaft. Dieser Effekt gelte nicht nur für Europa, sondern in ähnlicher Weise auch für Nordamerika und den asiatisch-pazifischen Raum.

Wie sich Dividendenfonds mit Fokus Europa in den vergangenen fünf Jahren entwickelt haben, zeigt der folgende Chartvergleich:

Weitere Informationen zu global anlegenden Dividendenfonds erhalten Sie in diesem Beitrag: Dividenden – Ausschüttungsstarke Aktien bleiben attraktiv

20.01.2017,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Produkte zu diesem Thema

LBBW Dividenden Strategie Euroland R von LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH
First Private Euro Dividenden STAUFER A von First Private Investment Management KAG mbH
FT Euro HighDividend von FRANKFURT-TRUST Investment-Gesellschaft mbH
AGIF - Allianz Europe. Equity Divid. - A - EUR von Allianz Global Investors GmbH

Alle Anlagen an Wertpapierbörsen sind mit Risiken verbunden:

  • Die Wertentwicklung eines Fonds wird maßgeblich von der Wertentwicklung der Anlagewerte bestimmt. Daraus ergibt sich das Risiko von finanziellen Verlusten wenn sich Marktpreise von bestimmten Werten ändern.
  • Das Risiko des Fondsmanagements besteht darin, dass der Fondsmanager Entscheidungen trifft, die eventuell nicht den Zielvorstellungen der Anleger entsprechen, oder die dazu führen, dass sich der Fonds negativ entwickelt.
  • Von den angelegten Beträgen gehen Kosten für die Fondsverwaltung usw. ab. Das kann dazu führen, dass sich Fonds im Vergleich zur direkten Anlage, z.B. in Aktien, nicht proportional entwickeln.
  • Wertentwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge. Wer Ranglisten und Statistiken als Entscheidungsgrundlage für eine bestimmte Fondsanlage nutzen will, sollte auf die Voraussetzungen achten, unter denen derartige Rang- und Bestenlisten erstellt wurden.
  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

Ähnliche Artikel finden

» » » » Dividendenausschüttungen - Vorjahresrekord könnte geknackt werden


Mehr aus dem Bereich Aktienfonds

Neuer Allianz-Fonds Neuer Allianz-Fonds - Künstliche Intelligenz erobert Aktienfonds und die Börse Mit dem Global Artificial Intelligence startet AllianzGI den europaweit ersten Aktienfonds mit Fokus auf Unternehmen, die sich mit Künstlicher Intelligenz beschäftigen. KI kommt in vielen Bereichen mehr...

Kennzahlen-Vergleich Kennzahlen-Vergleich - Wie finde ich den besten Europa-Fonds? Die Analyse der Performance, Volatilität und Sharpe Ratio hilft bei der schnellen Vorauswahl der besten Fonds in Europa. Eine Entscheidung sollte jedoch erst nach Betrachtung der Fondskosten und der mehr...

Chancen in Europa nutzen Chancen in Europa nutzen - Mandelbrot A.M legt neuen Momentum Fonds auf Die Münchner Fondsboutique Mandelbrot Asset Management geht mit einer regelbasierten Long-Only-Strategie auf europäische Aktien an den Start. Der neue Fonds setzt auf eine Trendanalyse und investiert mehr...

Unser Newsletter

... informiert Sie über aktuelle Kapitalanlagen & Marktentwicklungen
social media