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Invest in Heads Was das Gesicht des Chefs verrät

Ein Geschäftsmann, dessen Kopf mit einem Pappkarton mit Fragezeichen verdeckt ist Foto: © / gearstd / FotoliaEin Gesicht verrät mehr über eine Person, als man vermutet.

Jedes Fondsmanagement will die besten Unternehmen für das Portfolio finden. Warum dabei immer auch Augenmerk auf die Kompetenz der Führungsebene gelegt werden soll und wie man das „beste Management“ findet, erklärt Volker Weber im Interview.


„Gesichter sind die Lesebücher des Lebens“, soll der italienische Filmemacher Federico Fellini gesagt haben. Und die heutige Forschung gibt ihm Recht. Denn das Gesicht verrät viel mehr über einen, als es auf den ersten Anschein wirkt: Strategisches Denken, Willensstärke, Führungskompetenz und Durchsetzungskraft sind nur einige Dimensionen, die sich allein anhand der Form des Kopfes ableiten lassen, wie es auch die Welt am Sonntag in einem ausführlichen Bericht aufzeigt, indem dutzende Studien zitiert wurden.

Ein bereits gut erforschtes Thema ist der Zusammenhang von Testosteron und Aggressivität: Je mehr von dem Sexualhormon im Körper eines Jungen ist, desto breiter werde das Gesicht und hier vor allem das Kinn. In weiteren Studien wurde aufgezeigt, dass Testosteron auch aggressives Verhalten fördern kann. Als beide Erkenntnisse zusammen untersucht wurden, kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass Männer mit breiteren Gesichtern tatsächlich messbar aggressiver sind und egoistischer handeln.

Doch nicht nur die Aggressivität wurde untersucht. Zahlreiche Studien konnten weitere Charakter-Eigenschaften, die aus dem Gesicht abgelesen werden können, nachweisen. Zum Beispiel wie klug, vertrauenswürdig, dominant oder sogar wie politisch liberal jemand ist. Ganz aktuell zitiert die Welt in einem anderen Artikel aus einer Untersuchung kanadischer Forscher, die aufzeigen, dass sich im Gesicht sogar widerspiegelt, ob jemand reich oder arm ist. Selbst im Milliarden-Geschäft Fußball kommt diese Methode zu korrekten Ergebnissen, wie eine Studie der University of Boulder/Colorado zur Weltmeisterschaft 2010 zeigte: Je breiter das Gesicht, desto mehr Tore, aber auch desto mehr Fouls.

Der in diesem Frühjahr aufgelegte Invest in Heads Fund – Global Equity (ISIN: LI0350937053) macht sich auf Basis dieser Wissenschaft ein selbst entwickeltes Beurteilungstool zunutze, um nicht nur die stärksten Small- und Mid-Caps zu finden, sondern zudem auch jene mit dem „besten und geeignetsten Management“. Wie das geht, erläutert der Managing Director des Fonds, Volker Weber, im Interview.

FondsDISCOUNT.de: Was ist das Einzigartige, der USP, von Invest in Heads?

Volker Weber: Neben den klassischen Beurteilungstools, wie etwa Finanzkennzahlen, Unternehmensumfeld und Konjunktur, legen wir Wert auf die individuelle Beurteilung der Führungskräfte. Es gibt hier zahlreiche Charakter-Eigenschaften, die bei der Unternehmensführung zum Tragen kommen und von uns genau analysiert werden. Etwa in Bezug auf Strategie, Risikoneigung, Führungsfähigkeit, Innovationsbereitschaft, Eigeninitiative, Realitätssinn, um nur einige zu nennen. Unser einzigartiges Bewertungsverfahren erfolgt dank intelligent definierter Algorithmen und azyklischer Methoden aus dem Headhunting-Bereich.

Sie investieren in Köpfe, also in Kompetenz. Dafür bewerten Sie das Management der potenziellen Unternehmen. Wie läuft bei Ihnen dieser Analyseprozess ab?

Wir analysieren die Köpfe des Managements im Hinblick auf Herausforderungen und gleichen sie mit diesen und den Chancen des Unternehmens ab. Dies betrifft Eigenschaften der persönlichen, sozialen und beruflichen Dimension der Führungskraft, um somit ein aussagestarkes Persönlichkeitsprofil zu erhalten.

Das so erhaltene Stärken-Schwächen-Profil des Managements wird mit der SWOT-Analyse abgeglichen. Das sich daraus ergebende Resultat ist für unser Engagement entscheidend.

 

Woher stammt das Face-Mapping?

Die Ursprünge liegen in der Physiognomik, der Grundlage der Psycho-Physiognomik, die seit Jahrtausenden die Menschen fasziniert. Sie ist eine Art greifbare Methodik zur Erkenntnisgewinnung, die in ihrer Ganzheit insbesondere von Fachbereichen wie etwa der Hirnforschung und Hormonforschung wissenschaftlich begleitet wird.

Bereits die Hochkulturen Chinas, Indiens und Griechenlands waren mit dem „analysierenden Lesen“ von Gesichtern vertraut. Die wohl erste dokumentierte physiognomische Beratung mit Deutung des Gesichts ist im Zuozhuan im Jahr 626 v. Chr. historisch belegt.

In der griechischen Antike beschäftigten sich vor allem die großen Philosophen von Sokrates über Platon bis Hippokrates mit der Physiognomie des Menschen und stellten Zusammenhänge zwischen Ausprägungen des Gesichts und der Verhaltensweisen fest. Auch in Deutschland ist die Methode bereits seit hunderten von Jahren bekannt. Im 18. Jahrhundert machte der Philosoph, Schriftsteller und Pfarrer Johann Caspar Lavater mit seinem vierbändigen Werk „Physiognomische Fragmente zur Beförderung der Menschenkenntnis und Menschenliebe“ die Psycho-Physiognomik hierzulande populär.

Selbst Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe, beide Befürworter der Psycho-Physiognomik, diskutierten seine Theorien. Goethe unterstützte Lavater sogar bei den ersten beiden Bänden seines Hauptwerkes. Auch der deutsche Philosoph, Autor und Hochschullehrer Arthur Schopenhauer setzte sich ausgiebig mit der Psycho-Physiognomik auseinander.

Und wie der aktuelle Artikel in der „Welt am Sonntag“ unterstreicht, fasziniert das Thema nach wie vor.

 

Welche Charaktereigenschaften zeichnen einen „passenden“ Manager aus und wie stellen Sie diese fest?

Das unterscheidet sich stark von der jeweiligen Position und der speziellen Aufgabe im Unternehmen. Zur Veranschaulichung einige Beispiele:     

Ein CEO sollte natürlich ein guter Stratege und durchsetzungsstark sein. Das spiegelt sich – jetzt etwas vereinfacht gesagt – durch markante Gesichtszüge wider. Spontan fallen mir Oracle-Gründer Larry Ellison oder Hasso Plattner, den SAP-Mitgründer und AR-Vorsitzenden der SAP SE, ein.

Ein CFO sollte hingegen möglichst wenig Risikoneigung haben. Ein Personalleiter benötigt Empathie und Menschenkenntnis.

Hinzu kommen branchen-spezifische Anforderungen. Beispielsweise benötigt ein Markenartikler andere Kompetenzen als ein technologiegetriebenes Unternehmen

Sie merken, es gibt keine pauschale Antwort auf diese Frage. Jeder individuelle Einzelfall wird mit unseren Methoden genau analysiert. Bei unserer hochanalytischen Methode werden bis zu 280 Parameter abgeglichen.

 

Müssen Sie den Managern für die Analyse persönlich gegenübersitzen?

Nein, das ist nicht notwendig, aber wenn erforderlich oder erwünscht, vereinbaren wir gerne persönliche Treffen.

 

Welche Analyseprozesse muss ein Unternehmen durchlaufen, bevor Sie es in die engere Wahl nehmen und es zum Face-Mapping kommt? Wie geht der Auswahlprozess weiter, wenn Sie auf mehrere interessante potenzielle Investments treffen?

Die Finanzkennzahlen und die Marktpotenziale müssen unseren anspruchsvollen Anforderungen entsprechen, wobei wir uns hier an klassischen Value-Kriterien orientieren. Erst dann kommen unsere Tools zum Einsatz. Das Face-Mapping wird mit entsprechend hohem Aufwand durchgeführt.

Entscheidend sind im letzten Schritt die Bewertungen des Managements, ob es als „bestes und geeignetstes“ Management-Team den jeweiligen Aufgaben gewachsen ist. Unsere ständig aktualisierte Daten-Bank hilft uns dabei, vor allem bei Veränderungen wie etwa bei Manager-und/oder Positionswechseln.

 

Wieviel Einfluss hat das Management nach Ihrer Meinung und unterscheidet sich dieser auch je nach Größe der Unternehmen?

Das Management gibt natürlich die operative und strategische Ausrichtung des Unternehmens vor und ist somit auch für den Erfolg oder Misserfolg verantwortlich. Je näher die Board-Mitglieder am Marktgeschehen sind, umso effizienter ist deren Einflussnahme durch schnelle, direkt greifende Entscheidungen. Vor allem bei Small- und Mid-Caps, in die der Invest in Heads Global Equity Fonds ja überwiegend investiert, spielt das Management eine so entscheidende Rolle, weil der Einfluss des Managements ungleich größer ist als bei einem Bluechip mit großem Vorstand und vielen Hierarchieebenen.

 

Können Sie mir Beispiele nennen, wo das Resultat des Face-Mappings einer Unternehmensführung auch mit nachfolgenden Kursgewinnen überzeugt hat?

Gerne. Das finnische Unternehmen UPM, die deutsche Lanxess und Linamar mit Sitz in Kanada. Zum Beispiel sind die Werte von Lanxess-CEO Matthias Zachert herausragend: sehr einsatzbereit, hervorragender Stratege, gute Intuition, ausgeprägte Führungsqualitäten, sehr hohes Leistungsvermögen.

Linamar wird von einem weiblichen CEO mit überragenden Qualitäten geführt: sehr gutes Leistungsvermögen, sehr stark innovationsorientiert, ausgeprägtes Selbstbewusstsein, sehr ausgewogen, in annähernd allen Kriterien gute bis sehr gute Werte. Beide Investitionen wurden mit überzeugenden Kursgewinnen bestätigt.

 

Welchen Zielgruppen-Typ Anleger hatten Sie bei Fondsauflegung im Fokus und welche Anteilsklassen gibt es?

Anleger, die ihr Portfolio diversifizieren möchten und die in neue, innovative und überzeugende Anlage-Konzepte investieren. Die internationalen Small- und Midcaps sind seit einigen Jahren ein sehr starkes, erfolgreiches Segment. Mit dem Invest in Heads Global Equity Fonds können Anleger nun in diesem spannenden Bereich investieren, da der Fonds die stärksten Small- und Mid-Caps mit den besten, kompetentesten Köpfen kombiniert.

 

Wird es eine Invest-in-Heads-App geben?

Wir arbeiten gerade mit Hochdruck daran, um sie im Herbst online zu stellen. Aber als kleine Information vorab: Die interaktive Heads-App wird einige Überraschungen bieten. Für Interessierte und für unsere Investitionspartner.

 

Herr Weber, vielen Dank für das Gespräch!

 

Tipp: Bei FondsDISCOUNT.de kaufen Sie den Invest in Heads Fund – Global Equity (ISIN: LI0350937053) ohne den branchenüblichen Ausgabeaufschlag.

28.07.2017,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

Produkte zu diesem Thema

Invest in Heads Fund - Global Equity R von IFM Independent Fund Management AG

Alle Anlagen an Wertpapierbörsen sind mit Risiken verbunden:

  • Die Wertentwicklung eines Fonds wird maßgeblich von der Wertentwicklung der Anlagewerte bestimmt. Daraus ergibt sich das Risiko von finanziellen Verlusten wenn sich Marktpreise von bestimmten Werten ändern.
  • Das Risiko des Fondsmanagements besteht darin, dass der Fondsmanager Entscheidungen trifft, die eventuell nicht den Zielvorstellungen der Anleger entsprechen, oder die dazu führen, dass sich der Fonds negativ entwickelt.
  • Von den angelegten Beträgen gehen Kosten für die Fondsverwaltung usw. ab. Das kann dazu führen, dass sich Fonds im Vergleich zur direkten Anlage, z.B. in Aktien, nicht proportional entwickeln.
  • Wertentwicklungen der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge. Wer Ranglisten und Statistiken als Entscheidungsgrundlage für eine bestimmte Fondsanlage nutzen will, sollte auf die Voraussetzungen achten, unter denen derartige Rang- und Bestenlisten erstellt wurden.
  • Je nach Fondsart, Ausrichtung und Fondskonstruktion ergeben sich spezielle Risiken für den Anleger, z.B. Verluste durch Währungsschwankungen. Weitere Details entnehmen Sie bitte dem Verkaufsprospekt.

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