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Social Trading Wie Investoren ihre Anlagestrategien teilen

Social Trading Foto: © / Eugenio Marongiu / fotoliaTransparenz ist wichtig, aber wer lässt sich bei der Geldanlage schon gern über die Schulter schauen?

Wikifolio, Ayondo und eToro. Social-Trading-Plattformen vereinen soziale Netzwerke und Anlagestrategien miteinander. So können auch unerfahrene Anleger von den Strategien anderer profitieren. Doch mit diesen Chancen sind auch hohe Risiken verbunden.


Soziale Netzwerke und private Geldanlage. Wie passt das zusammen? Einerseits schließen sich Menschen mit gemeinsamen Interessen gern auf sozialen Portalen wie zum Beispiel Facebook zusammen. Sie teilen persönliche Inhalte wie Fotos, Videos, Nachrichten oder Veranstaltungen und konsumieren Inhalte aus dem erweiterten Netzwerk aus Freunden, Bekannten und Familienangehörigen. Das Thema Geldanlage ist in Deutschland jedoch noch immer so persönlich, dass sich der Privatanleger hierzulande öffentlich nur selten aus der Deckung traut und andere in sein Portfolio schauen lässt.

Doch was wäre, wenn man sich hinter einem Pseudonym verstecken könnte?

Im Internet ist das auf Social-Trading-Webseiten ohne Weiteres möglich. Social Trading ist anonym. Nutzer melden sich mit einem fiktiven Nutzernamen an und können sofort loslegen. Sie handeln Aktien, Anleihen, Fonds und Derivate. Erfolgreiche Trader bekommen Aufmerksamkeit durch die Rendite, die sie sich erarbeiten. Unerfahrene Trader können ihnen folgen und die gesamte Anlagestrategie mit einem Mausklick in ihr Portfolio kopieren. Sie profitieren dadurch an der Erfahrung anderer Nutzer, ohne besonders viel eigene Kompetenz mitbringen zu müssen. Das steigert sowohl die Gewinnchancen als auch die Risiken. Die Betreiber dieser Netzwerke erhalten dafür Gebühren oder verdienen als Broker der Trades. Auf jeden Fall haben sie Zugang zu allen Anlegerdaten.

In den letzten fünf Jahren hat die Digitalisierung der Finanzbranche zahlreiche Startups hervorgebracht – sogenannte FinTechs – die mit ihren digitalen Geschäftsmodellen Banken und Versicherungen Marktanteile abjagen wollen. Auch Broker, Vermögensverwalter und Fondsgesellschaften bekommen durch Social-Trading-Plattformen wie Ayondo, Wikifolio und eToro Konkurrenz. Der Privatanleger wird immer mehr zum Selbstentscheider. Zahlreiche Studien belegen, dass eine Anlageberatung beim Sachbearbeiter der Hausbank immer mehr an Bedeutung verliert. Die Menschen informieren sich lieber im Internet und recherchieren selbstständig ihre individuelle Anlagestrategie.

Wikifolio: Wie Unerfahrene von der Schwarm-Intelligenz profitieren
Der Prozess der Geldanlage wird total transparent. Erfolgreiche Social Trader veröffentlichen ihr gesamtes Portfolio. Die Rendite wird nachvollziehbar. Im Gegensatz zur Stammtisch-Diskussion haben wikifolio-Nutzer auch kein Problem damit, ihre Trades zu kommentieren. Bislang wurden mehr als 280.000 Kommentare auf der Plattform veröffentlicht.
Erweitert man dieses Konzept von Leader und Follower auf eine breit vernetzte Masse, so gilt die Annahme, dass „eine große Gruppe von Portfolios im Durchschnitt ein besseres Ergebnis als diverse Vergleichsindizes erzielt“, schreiben Timo Defren und Gösta Jamin, Professoren an der Hochschule Ludwigshafen, in einem Gastbeitrag auf Fonds professionell. Die Anleger sollen dadurch in der Lage sein, überlegene Anlagestrategien zu identifizieren.

Die Professoren haben am Beispiel der Trading-Plattform Wikifolio untersucht, ob die Anleger tatsächlich auf diese Weise von der Schwarmintelligenz des sozialen Netzwerkes profitieren. Das Netzwerk zählt mehr als 30.000 Nutzer. Aktuell haben Besucher Einblick in über 12.000 Portfolios, wovon knapp 4.000 investierbar, also als Zertifikat handelbar sind. Die Hobby-Investoren haben über Wikifolio bislang über 260 Millionen Euro investiert.

Die Studienautoren kommen zu dem Schluss, dass die Anbieter von Anlagestrategien über Musterdepots tatsächlich unabhängige Entscheidungen anhand unterschiedlicher Informationsquellen treffen und vor allem langfristig Vergleichsindizes schlagen können. Es gebe zudem sehr viele unterschiedliche Anlagestrategien auf dem Portal und die Anbieter dieser Strategien hätten einen sehr unterschiedlichen beruflichen Hintergrund, so die Autoren. All diese Eigenschaften erfüllten das Kriterium der Schwarmintelligenz.

Anders sieht es hingegen bei den Abonnenten der Anlagestrategien aus. Sie folgen einzig dem Herdentrieb, der sich aus dem Erfolg ihrer Social-Trading-Idole ergibt. Das ist nichts Neues und kann auch bei den Kapitalzuflüssen renommierter Investmentfonds beobachtet werden. Ob die Follower mit dieser Strategie Erfolge feiern können oder Verluste einfahren, Social Trading ist ein neuer Ansatz der Geldanlage, der an Bedeutung gewinnt und unerfahrenen Nutzern einen Zugang zum Finanzmarkt eröffnet.

Lesen Sie in Teil 2:
Social Trading: 10 Prozent aller Vermögensverwalter mischen mit

Bitte beachten Sie, dass das hier eingebundene Video vom Anbieter stammt. Die wallstreet:online capital AG hat die Richtigkeit der Angaben nicht überprüft und macht sich den Inhalt auch nicht zu Eigen. Bereitgestellt von: wikifolio.com

15.03.2016,

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