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Studie Deutsche Anleger sind unzufrieden

Studie Foto: © sergey_p / Fotolia

Viele Deutsche halten noch immer am Sparbuch als Geldanlage fest – und beklagen zugleich die geringen Renditen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Gothaer Asset Management.


Dass die Deutschen generell unzufriedene Nörgler sind, mag ein Vorurteil sein. Mit Blick auf die Geldanlage bestätigt es sich nun allerdings. Zu diesem Ergebnis kommt die Gothaer Asset Management (GoAM) in ihrer repräsentativen Anlegerstudie, die sie bereits zum vierten Mal von der Nürnberger GfK Marktforschung durchführen ließ.

Demnach sind fast zwei Drittel (63,6 Prozent) der Bundesbürger angesichts der niedrigen Zinsen unzufrieden damit, wie sie ihr Geld angelegt haben. Trotz geringer Renditen bleibt das Sparbuch aber das beliebteste Anlagevehikel der Deutschen: 39,7 Prozent der Befragten gaben an, dort ihr Geld anzulegen, und 18,4 Prozent investieren in Festgeld. Hauptgrund hierfür dürfte das hohe Sicherheitsbedürfnis der Anleger sein: Auf die Frage, welches Ziel bei der Geldanlage am wichtigsten sei, nannten 57,8 Prozent der Befragten eine möglichst hohe Sicherheit. Dass Anleger das Sparbuch mit Sicherheit gleichsetzen, ist für Thomas Soltau, Vorstand der wallstreet:online capital AG und Leiter der Vertriebsplattform FondsDISCOUNT.de unverständlich: „Wegen der niedrigen Zinsen ist es für Privatanleger derzeit sehr schwierig, ihr Geld gewinnbringend anzulegen. Das Geld auf dem Sparbuch zu häufen, ist dabei eine denkbar schlechte Entscheidung. Denn rechnet man die Inflation gegen die Verzinsung auf, zeigt sich, dass diese vermeintlich sichere Anlage das Geld langsam aber stetig auffrisst.“

Umso erstaunlicher ist es, dass das vorzügliche Aktienjahr 2013 den Deutschen die Investition in Wertpapiere und Fonds keine Spur nähergebracht hat: Lediglich 4,4 Prozent der Befragten gaben an, ihr Geld in Dividendenpapiere zu investieren. 7,9 Prozent der Anleger investieren in Fonds. Immerhin gibt es hinsichtlich der Diversifikation Positives zu berichten: Setzten 2013 noch 25 Prozent der Befragten, die in Fonds investieren, auf ausschließlich einen Fonds, so sind es 2014 nur noch 20 Prozent. Zwei Drittel davon gaben an, zwei bis fünf verschiedene Fonds im Portfolio zu haben. Dazu Thomas Soltau: „Bei Anlegern setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass es sich lohnt, das Kapital breiter zu streuen und mit einem Teil des Portfolios auch einmal höhere Risiken einzugehen, um somit auch die Renditechancen zu steigern.“

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20.05.2014,

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