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Krise und kein Ende? Pleiten-Serie strapaziert Anleger

Private-Equity Foto: © Nikada / istockphoto.com

Verunsicherung bei den Anlegern, Lethargie bei den Fondsgesellschaften: Das Immobiliensegment ist arg gebeutelt. Was die Branche jetzt braucht, sind nachhaltige Konzepte und Vertrauen in die ehemals so verlässliche Assetklasse.


Die Negativmeldungen aus dem Immobilien-Segment reißen einfach nicht ab. Der KanAM Grundinvest wurde Ende Februar überraschend aufgelöst, da nach Einschätzung der Fondsgesellschaft nicht abzusehen ist, wie viele Anteile die Anleger bei einer Wiederöffnung zurück geben wollen. Der Initiator SEB muss für seinen SEB ImmoInvest bis zum 5. Mai 2012 mitteilen, ob der 6,3 Milliarden Euro schwere Fonds geöffnet werden kann oder abgewickelt werden muss und über die im Moment völlig unklare Zukunft des CS Euroreal entscheidet die Emittentin Credit Suisse am 18. Mai dieses Jahres. Die Auflösung dieser drei Fonds dürfte auch die verbliebenen Konkurrenten unter Druck setzen – schließlich hängen sie am Filialnetzt der Sorgenkinder. Bei den Dachfonds sieht es nicht besser aus. Sie müssen täglich selbst Anteilsrückgaben bedienen und bleiben in den kriselnden Zielfonds stecken. Reihenweise Aussetzungen sind die Folge.

Marktbereinigung: Aus Fehlern lernen
Doch woher rührt der derzeitige Abwärtsstrudel? Schließlich gelten Immobilien gemeinhin als sicheres Investment, als „Betongold“, das zu einem sachwertgeprägten Portfolio einfach dazugehört. Ein Blick auf das Preisniveau von Wohnimmobilien und Gewerbeimmobilien in Spitzenlagen zeigt, dass die Assetklasse „Immobilien“ weiterhin gutes Potenzial birgt. Es liegt daher nahe, die derzeitige Krise auf Schwächen in der Konzeption offener Immobilienfonds zurückzuführen. Künftig sollten etwa die privaten Anleger wieder in den Fokus gesetzt werden, dies könnte eine Lehre aus gescheiterten Großanlegerfonds wie dem KanAM Grundinvest sein. Denn bei einer zugunsten höheren Renditeerwartungen minimierten Anlegerzahl bringen schon einzelne Anteilsinhaber, die ihre Positionen veräußern wollen, die Finanzierung ins Wanken. Auch der langfristige Charakter eines Immobilieninvestments verdient wieder eine stärkere Betonung. Beobachter sind sich sicher, ein „weiter so“ darf es für das Segment nicht geben. Vielmehr gilt es, das Vertrauen der Anleger durch nachhaltige Konzepte, das Beilegen widerstreitender Partikularinteressen , transparente Kommunikation und nicht zuletzt durch die Orientierung an realistischen, marktkonformen Erwartungen zurückzugewinnen.
13.03.2012,

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