ACATIS: Initiative für ein Vorsorgedepot


Die Frankfurter Vermögensverwaltung ACATIS mit Börsenprofi Hendrik Leber hat in Zusammenarbeit mit Branchenverbänden eine Initiative zur Förderung der privaten Altersvorsorge auf den Weg gebracht. Das „Altersvorsorgedepot“ soll eine kostengünstige und verständliche Alternative zu Riester-/Rürup-Rente, betrieblicher Altersvorsorge und dem Bürgerfonds sein. Die Idee ist, dass jeder ein Depot bekommt, in Investmentfonds anspart und bei Einzahlung und Entnahme steuerlich begünstigt wird. „Die staatliche Rente kann den Altersvorsorgebedarf zukünftig immer weniger abdecken. Das ist längst Konsens. Doch es gibt bisher kein effizientes staatlich gefördertes Altersvorsorgekonzept. Die vorhandenen Konzepte wie BAV, Riester- und Rürup-Rente sind kompliziert, intransparent und teuer“, begründet Dr. Hendrik Leber, die Notwendigkeit des Altersvorsorgedepots. Zudem wären klassische Sparprodukte der Deutschen nicht sehr ertragsstark.


 


ESG-Studien


Vontobel: Was hält Sparer vom nachhaltigen Anlegen ab?


Das Thema nachhaltige Geldanlagen ist in aller Munde und gewinnt sukzessive an Einfluss. Der Asset Manager Vontobel AM führte nun kürzlich eine Studie durch, welche sich mit ESG-Kriterien befasste. Dabei kam heraus, dass lediglich ein Drittel der Anleger weltweit Anlageentscheidungen nach ESG-Kriterien treffen. Diesbezüglich sehen aber 73 Prozent die Unternehmen in einer gesellschaftlichen Verantwortung. Laut der Studie hindern mangelnde Informationen und Fachbegriffe viele Investoren daran, sich mit nachhaltigen Anlagen vertraut zu machen. Rund 59 Prozent der Befragten gaben an, nicht zu wissen, dass man nach Nachhaltigkeitskriterien sparen könnte. 47 Prozent wünschen sich mehr Informationen. Vontobel sieht darin eine große Chance für Finanzdienstleister. Das Thema müsse noch besser und intensiver vermittelt werden, damit Anleger nach ihren persönlichen Werten und Überzeugungen investieren können. Für die Untersuchung wurden 4.600 Personen in 14 Ländern befragt.


 


NN Investment: Ökologische Kriterien bei Investoren wichtiger als andere ESG-Themen


Eine aktuelle Umfrage der Fondsgesellschaft hat ergeben, dass ESG-Kriterien zwar zunehmend bei professionellen Investoren interessant sind. Hinsichtlich der drei ESG-Kriterien (ecology, social, governance) spielen jedoch ökologische Fragen die größte Rolle. Laut der Gesellschaft würden soziale Themen oder gute Unternehmensführung („governance“) in den Entscheidungen der Investoren weniger beachtet werden. Demnach sehen 66 Prozent der Befragten in Umweltfaktoren das größte Renditepotential. Governance (40 Prozent) und soziale Faktoren (15 Prozent) liegen in dieser Frage weit zurück. Aus Sicht der NN-IP-Experten lassen Investoren damit viele Chancen liegen. Das Thema Governance sei seit jeher ein ganz erheblicher Faktor bei der Risikobewertung von Unternehmen.


 


DWS verbessert sich bei jährlicher PRI-Bewertung


Die Principles for Responsible Investment (PRI) sind eine im Jahre 2006 gegründete globale Investoreninitiative, welche von den Vereinten Nationen unterstützt wird und anhand von sechs Prinzipien die Förderung von verantwortungsvollem Investieren zu Ziel hat. Die Initiative bewertet regelmäßig die Unterzeichner, welche sich zu diesen Prinzipien bekennen. In der Kategorie Strategie & Governance erzielte die DWS erneut die höchst mögliche Bewertung A+. Als Frühunterzeichner der PRIs hatte sich der global agierende Vermögensverwalter verpflichtet, jährlich über verantwortungsvolle Anlagetätigkeiten und die dabei erzielten Fortschritte zu berichten. "Wir sind sehr stolz über die Bestätigung unseres Top-Ratings von PRI, das für unsere Kunden eine bedeutende Rolle spielt. Dieses Ergebnis zeugt von den großen Anstrengungen der DWS, Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt unseres Handelns zu stellen. Aber es gibt noch mehr zu tun", so Asoka Wöhrmann, CEO der DWS.


 


FNG: Robo-Berater wird Mitglied


Der im deutschsprachigen Raum tätige Fachverband Forum für nachhaltige Geldanlagen (FNG) hat ein neues Mitglied. Diesmal ist es weder eine Bank noch eine Versicherung oder ein klassischer Vermögensverwalter. Mit Savity wurde erstmalig ein Robo-Advisor Mitglied im Fachverband. Der bisher nur in Österreich agierende Robo bietet Privatanlegern mit seiner Schiene „Savity Green“ einfachen Zugang zu professionell gemangten Anlagestrategien, welche strengen Nachhaltigkeitskriterien folgen. Laut eigenen Angaben zufolge verzichtet „Savity Green“ auf Investments in Sektoren wie Tabak, Atomkraft oder Waffenindustrie. Auch Kinderarbeit, Energiegewinnung aus Kohle und Erbzellenforschung am menschlichen Genom sollen ausgeschlossen sein. Die Zusammensetzung der Portfolios erfolgt entsprechend dem Sicherheitsbedürfnis des Kunden und wird durch Savity laufend automatisch überwacht. Der Mindestanlagebetrag liegt bei 10.000 Euro.