Service-Telefon täglich von 8 bis 22 Uhr:   030 2757764-00

Suche: WKN/ISIN, Beteiligungen, Gesellschaften

Leonidas Wasserfonds Anleger brauchen Geduld

Leonidas Wasserfonds Foto: © / Nasared/FotoliaEnde Mai entscheidet sich, ob den Anlegern eine Fortführung des Investments zur Abstimmung vorgelegt wird

Ausbleibende Ausschüttungen, die Diskussion um den Verkauf der Anlagen – beim Leonidas Wasserfonds will es einfach nicht richtig rund laufen. Wir haben beim Emissionshaus nachgefragt, woran es hapert und was das für die Anleger bedeutet.


Kurze Rückblende: Der Leonidas Wasserfonds VII H2O ging 2011 mit einer überzeugenden Story an den Start: Zusammen mit der Schweizer Signina Capital AG sollte der Zugang zu Wasserinvestments erschlossen werden, die ansonsten institutionellen Anlegern vorbehalten sind. Über eine Laufzeit von 20 Jahren wurden Gesamtausschüttungen von 403 Prozent prognostiziert. Die Idee kam gut an, rund 21,3 Millionen Euro konnten von Privatanlegern eingesammelt werden, die auf den Megatrend „Wasser“ setzen wollten.

Seit etwa zwei Jahren jedoch dürfte sich bei vielen Anlegern Ernüchterung eingestellt haben: Obwohl die vier Anlagen in Kanada, den USA und in Gibraltar bisher aus wirtschaftlicher Sicht erwartungsgemäß liefen, wurden keine Ausschüttungen mehr geleistet. Zudem verunsicherten Informationen seit Herbst 2016 bezüglich eines vorzeitigen Verkaufs der Anlage in Ontaria (Kanada) und weiteren Veräußerungsabsichten.

Wir haben daher Max-Robert Hug, Vorstand von Leonidas Associates, gebeten, uns ein paar aus Anlegersicht drängende Fragen zu beantworten:

FondsDISCOUNT.de: Herr Hug, Anleger Ihres Wasserfonds müssen starke Nerven aufbringen. Prognostiziert wurden Auszahlungen von sieben Prozent p.a., diese bleiben seit 2015 jedoch leider aus. Woran hapert es?
Max-Robert Hug: Es liegt an der Struktur des Investments. Nachdem wir die erste Ausschüttung von acht Prozent zu spät gezahlt haben, wurde diese auf Anraten des Management-Partners Signina Capital AG sowie der WP-Gesellschaft PWC Liechtenstein angepasst. Es wurde eine Liechtensteiner Fondsgesellschaft dazwischengeschaltet. Doch diese ist mittlerweile in Liquidation. Das hat nichts mit dem Wert der Anlagen zu tun – vielmehr geht es um diesen Mantel selbst, in dem die Beteiligungen als Sondervermögen gehalten werden und daher sicher sind. Allerdings können wir seitdem nicht ausschütten.

Ende letzten Jahres hieß es dann plötzlich, die Anlagen müssten verkauft werden. Wie kam es dazu und ist dieses Vorhaben noch aktuell oder soll der Fonds doch weitergeführt werden?
Langsam kommt Bewegung in den ganzen Prozess: Wir haben Ende Mai ein Treffen mit allen anderen institutionellen Investoren in die Liechtensteiner Fonds der Signina. Hier besprechen wir, ob wir statt eines Verkaufs der Anlagen diese auch in einem neuen Vehikel weiterführen können. Wenn das der Fall sein sollte, dann werden wir die Anleger abstimmen lassen, ob sie die Auflösung des Leonidas VII H2O wünschen oder das Investment weiterführen wollen.

In Ihrem jüngsten Anlegerschreiben teilen Sie mit, dass für die Anlagen kein amtlich festgelegter Marktwert vorliegt, der Nettoinventarwert pro Anteil könne laut Wirtschaftsprüfer nicht ermittelt werden. Wie kann dies sein?
Das ist richtig. Der Wirtschaftsprüfer der Fondsgesellschaft bewertet die Anlagen einmal im Jahr. Das ist bei einem Aktienfonds ganz einfach: Man übernimmt den Kurswert. Bei nicht an der Börse notierten Unternehmen ist das wesentlich schwieriger. In den letzten Jahren hatte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft daher den Einstandspreis als Wert angesetzt. Nun bewerten sie Teile der einzelnen Assets plötzlich mit 1 US$. Das macht keinen Sinn, außer für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, da sie im Rahmen des Liquidationsprozesses sicherstellen will, dass sie keine zu hohe Bewertung abgibt. Das hat sie wohl geschafft...

In dem Schreiben ist zudem von Rechtsstreitigkeiten zu lesen, dies dürfte die Verkaufsbemühungen nicht gerade fördern. Was bedeutet dies alles letztendlich für die Anleger?
Es bedeutet im Wesentlichen, dass sich ein möglicher Verkauf der Anlagen im Liquidiationsprozess verlängern kann. Allerdings kann es sein, dass wir die Assets weiterhin betreiben können und dass dies auch der Wunsch der Anleger ist. Dann hätte es, bis auf die dadurch entstehenden Kosten, keine Auswirkungen.

Herr Hug, vielen Dank für die Auskünfte!

Tipp: Gerne halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen beim Leonidas Wasserfonds auf dem Laufenden. Schreiben Sie uns einfach eine kurze E-Mail an service@fd.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular.
11.05.2017,

Bei Fragen und Anregungen zu diesem Artikel schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an die redaktion@fondsdiscount.de oder rufen uns unter der Service-Nummer 030 2757764-00 an. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.


Auszug der wesentlichen Risiken Ausführliche Risikohinweise entnehmen Sie bitte den jeweiligen Verkaufsprospekten.

  • Bei den vorgenannten Finanzprodukten handelt sich um Alternative Investmentfonds (AIF) nach dem Kapitalanlagegesetz bzw. Vermögensanlagen nach dem VermAnlG, deren wirtschaftlicher Erfolg nicht mit Sicherheit vorhergesehen werden kann. Geplante Auszahlungen können geringer als prognostiziert oder gänzlich ausfallen.
  • Die Finanzprodukte sind nicht täglich handel- und/oder verfügbar. Die vorzeitige Veräußerbarkeit ist nur sehr eingeschränkt z.B. über sog. Zweitmarkt-Plattformen möglich, da für diese Finanzprodukte kein einheitlich geregelter Markt existiert.
  • Es besteht ein Risiko hinsichtlich Änderungen der gesetzlichen und/oder steuerlichen Grundlagen.
  • Die wesentlichen Grundlagen der steuerlichen Konzeption der Finanzprodukte sind allgemeiner Natur. Vor einer Beteiligung sollte der Anleger die konkreten Auswirkungen der Beteiligung auf seine individuelle steuerliche Situation überprüfen, es wird empfohlen, zu diesem Zweck einen Steuerberater zu konsultieren.
  • Grundsätzlich besteht ein Risiko der Insolvenz der Vertragspartner und/oder des Emittenten.
  • Es besteht das Risiko des Totalverlusts der Einlage zzgl. Ausgabeaufschlag und evtl. zusätzlichen privaten Vermögensnachteilen.

Ähnliche Artikel finden

» » » Leonidas Wasserfonds - Anleger brauchen Geduld


Mehr aus dem Bereich Beteiligungen

Sachwert-Ticker Sachwert-Ticker - Nachrichten aus der Beteiligungsbranche im Überblick Geleistete Ausschüttungen, neue Beteiligungsangebote, anstehende Fondsauflösungen und der aktuelle Stand im Magellan-Insolvenzverfahren: Unsere Kurzmeldungen aus der Sachwertbranche halten Sie auf mehr...

Sachwert-Ticker Sachwert-Ticker - Kurzmeldungen im Überblick Solvium und Buss Capital legen neue Direktinvestments vor und auch im Immobilienbereich nutzen die Anbieter Ankaufgelegenheiten zum Ausbau ihrer Portfolios – hier sind die aktuellen Kurzmeldungen aus der mehr...

Sachwert-Ticker Sachwert-Ticker - Neue Beteiligungsmöglichkeiten für Immobilien-Investoren Zwei neue Immobilienbeteiligungen sind in den vergangenen Tagen in die Platzierung gestartet und auch in der einst so beliebten Anlageklasse Container tut sich wieder etwas. Die Sachwert-News im mehr...

Unser Newsletter

... informiert Sie über aktuelle Kapitalanlagen & Marktentwicklungen

Anzeige

Kontakt

Service-Telefon
täglich von 8 bis 22 Uhr

030 2757764-00

Wir rufen Sie gern zurück! Nutzen Sie unseren kostenlosen Rückrufservice.

E-Mail: info@fondsdiscount.de
social media