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Bundesbank-Studie Deutsche Haushalte verpassen Chance auf mehr Wohlstand

Bundesbank-Studie Foto: © Markus Bormann / fotoliaDie Einkommen sind ungleich verteilt. Das muss aber nicht so bleiben.

Während die Zahl der Fonds-Investoren pro Haushalt abnimmt, sind die Aktienkurse und -Fonds im Schnitt deutlich gestiegen. Die Haushalte verpassen damit eine große Chance, ihren Wohlstand zu steigern und die Einkommensungleichheit zu verringern.


Eine im März veröffentlichte Studie der Bundesbank verdeutlicht, dass immer weniger deutsche Haushalte Investmentfonds besitzen. Ihr Anteil ist im Zeitraum von 2010 bis 2014 von 17 auf 13 Prozent gesunken. Im gleichen Zeitraum gab es an den Finanzmärkten aber eine enorme Wertsteigerung. Der Deutsche Aktienindex (DAX) stieg in diesem Zeitraum von 6.000 auf knapp 10.000 Punkte – und das, obwohl das Jahr 2011 alles andere als ein gutes für die Deutsche Börse war. Damit haben die deutschen Haushalte eine große Chance vertan, ihren Wohlstand signifikant zu steigern.

„Die anhaltend niedrigen Sparzinsen sowie der Anstieg der Immobilienpreise und Aktienkurse in den letzten Jahren scheinen sich zwischen 2010 und 2014 nicht sonderlich stark auf die Verteilung der Vermögen in Deutschland ausgewirkt zu haben", heißt es im Monatsbericht der Bundesbank.

Wie die Studie mit dem Titel „Private Haushalte und ihre Finanzen“ belegt, ist das durchschnittliche Nettovermögen (Median) im Untersuchungszeitraum von 51.400 Euro auf 60.400 Euro angestiegen. Haushalte, die ihr Vermögen aber in Investmentfonds mit dem Schwerpunkt auf deutsche Unternehmen angelegt haben, haben ihr Vermögen jedoch nahezu verdoppelt. Mit der DWS Aktien Strategie Deutschland gab es zwischen 2010 und 2014 nämlich ein Wachstum von 106,98 Prozent. Und das ist kein Einzelfall: Der MainFirst Germany Fund A steht dem DWS Fonds mit einer Wertentwicklung von 104,80 Prozent in nahezu nichts nach. Mit dem Fidelity Funds – Germany Fund gab es immerhin noch stattliche 75,03 Prozent (siehe Chart). Alle drei Vergleichsfonds schlagen den Sektorendurchschnitt – also ein vergleichbares ETF-Investment – um Längen.

Natürlich sollte ein Haushalt nicht sein komplettes Nettovermögen in einen einzigen Fonds mit Schwerpunkt auf deutsche Aktien stecken. Aber das Beispiel hält auch Stand, wenn die Haushalte ihr Nettovermögen zusätzlich auf einen globalen Aktienfonds gestreut hätten.

Die FondsDISCOUNT.de-Topseller legten in dem Zeitraum und dieser Kategorie nämlich ähnlich stark zu, wie die Deutschland-Fonds. Der Henderson Gartmore Global Growth Fund (ISIN: LU0200076213) legte 87,04 Prozent zu. Der Allianz Global Intellectual Capital (ISIN: IE0008479408) steigerte seinen Wert um 98,8 Prozent, nur wenig stärker als der Oyster World Opportunities USD (ISIN: LU0069163508), der mit einer Performance von 96,47 Prozent überzeugt.

Chance verpasst: Ungleichheit der Einkommen bleibt bestehen
Die Deutschen sind nun einmal konservative Sparer und keine risikofreudigen Anleger. „Das Anlageverhalten der deutschen Haushalte insgesamt kann also immer noch als eher konservativ angesehen werden“, schreiben die Bundesbank-Ökonomen im Monatsbericht.

Die wahre Tragödie in diesem Rechenbeispiel ist jedoch die Tatsache, dass die Haushalte mit ihrer Zurückhaltung im Untersuchungszeitraum die Chance vertan haben, die klaffende Schere bei der Einkommensverteilung zu schließen. Denn ein weiteres Ergebnis der Bundesbank-Studie ist, dass die Ungleichheit – zumindest gemessen am Haushaltseinkommen – in den vergangenen vier Jahren nicht weiter zugenommen hat. So sei der Anteil der vermögendsten Deutschen am gesamten Vermögen nahezu konstant geblieben: Im Jahr 2014 besaßen die reichsten zehn Prozent 59,8 Prozent des Nettovermögens, 2010 belief sich der Anteil auf 59,2 Prozent.

Die nächste Auswertung der Daten erfolgt in 2017. Dann werden erneut 5.000 Haushalte zu ihrem Vermögen befragt. Mit etwas mehr Mut zum Risiko können die Haushalte noch ein großes Stück zur Entwicklung ihres Wohlstands beitragen und die Ungleichheitsschere weiter schließen.
24.10.2016,

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